27.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
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Sendung vom 08. März 2009

Eberhardt Flosdorf aus Blankenheim fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Warum können Wolken fliegen, obwohl sie tonnenschwer sind?

Warum können Wolken fliegen, obwohl sie doch tonnenschwer sind? Diese Frage hat Eberhardt Flosdorf an das Kopfball-Team geschickt. Klas war verwundert, dass Wolken so schwer sein sollen, wo sie doch eher federleicht aussehen ...

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Wie Wolken der Schwerkraft trotzen

Wolken bestehen aus unzähligen winzigen Wassertröpfchen; nimmt man alle zusammen kommen tatsächlich viele Tonnen Wasser pro Wolke zusammen: Schon scheinbar mickrige Haufenwolken wiegen an die Hundert Tonnen. Das ist aber noch nichts gegen prall gefüllte Regenwolken: Die werden viele Kilometer lang und hoch und können sogar mehrere Hunderttausend Tonnen wiegen. Wolken sind also schwer und haben weder Tragflächen noch Triebwerke. Warum können sie trotzdem fliegen?

Die Lösung: Schwache Aufwinde und Luftwirbel in der Wolke pusten die Wolkentröpfchen nach oben. Das geht, weil die Tropfen, zum Beispiel in Schönwetterwolken, extrem klein sind: Sie haben einen Durchmesser von nur 20 Mikrometern. Von diesen Wolkentröpfchen braucht es eine Million, um daraus einen Regentropfen mit einem Durchmesser von zwei Millimetern zu bilden. Und weil die Wolkentröpfchen so extrem klein sind, reicht schon ein kaum merklicher Aufwind, damit sie in der Schwebe bleiben können.

Zu Beginn der Wolkenentstehung reichen schon die aufsteigenden feuchten Luftmassen aus, um die Wolken oben zu halten. Wenn der Wasserdampf in einer bestimmten Höhe zu Wassertröpfchen kondensiert – also flüssig wird –, passieren zwei Dinge: Durch die Kondensation wird Wärme frei, was einen weiteren Schub nach oben ergibt. Und gleichzeitig sind die gebildeten Tröpfchen noch so klein, dass sie nicht einfach schon als Regen herunterplumpsen können. Das hat zwei Gründe: Die kleinen Wolkentröpfchen fallen nicht zügig nach unten, sondern schweben kaum merklich Richtung Boden – mit nur 1,2 Zentimetern pro Sekunde bei den ganz kleinen Tröpfchen. Wenn solch ein Tröpfchen doch mal zu tief absinkt, dann kommt es meistens gar auf der Erde an, sondern verdunstet wieder – ohne, dass es regnet.

In dem einzigartigen vertikalen Windkanal der Universität Mainz können die Forscher einzelne Tropfen in der durchsichtigen Röhre schweben lassen und sich so eine Wolke ins Labor holen. Die faszinierenden Aufnahmen von schwebenden Wassertröpfchen und warum Wolken doch irgendwann "herunterfallen", seht ihr im Film.

Text Axel Bach und Dirk Gilson

Film VisualBridges: Dirk Gilson mit Klas Bömecke

Deine Meinung

Kommentare

Einträge: 6

eddy
schrieb am 22.02.2010, 17:51 Uhr
Ich würde als wichtigste Voraussetzung für die längere Existenz von Wolken einen Aufwind annehmen. Wenn Wasser verdunstet ist, ist die Luft bei gleicher Temperatur leichter als trockene Luft (Wassermoleküle sind leichter ald die "Luftmoleküle". Außerdem kann der Erdboden sehr stark durch Sonneneinstrahlung erwäemt werden, was sich auf die bodennahe Luft überträgt. Diese ist daduch leichter als die kühlere Luft ringsherum. Beim Aufsteigen der Luft kühlt diese sich ab, da der Erwärmungseffekt nicht mehr anhält und normalerweise die Temperatur mit der Höhe abnimmt. Wenn nun die rel. Luftfeuchte 100% erreicht, kondensiert der Wasserdampf. Dabei wird erhebliche Wärme frei, mehr als z.b. zum Schmelzen von Eis nötig ist. Diese erneute Temperaturerhöhung läßt die Luft weiter steigen. Es waren nun doch mehr als 2 kurze Sätze, die ich so auf die Schnelle getippt habe. Ich hoffe, sie sind gut verständlich Eddy

WiZzoR
schrieb am 18.02.2010, 17:07 Uhr
Erkläre du doch, was es damit auf sich hat? Würde mich mal interessieren :D An sich ists sehr interessant, wie viel Menschen ausser uns wissen sowas? :D

eddy
schrieb am 16.02.2010, 12:28 Uhr
Gute Erklärung, die ist aber unvollständig. Die Ursachen des Aufwindes sind völlig im Dunkeln geblieben. Mit ein paar Sätzen hätte man das erklären können.

floating drop
schrieb am 11.03.2009, 21:06 Uhr
super betrag und klasse erklärung. ganz groß

Fan
schrieb am 11.03.2009, 09:45 Uhr
schwebende tropfen... wie cool ist das denn?

Pogo
schrieb am 09.03.2009, 09:42 Uhr
Dass Wolken so schwer sind, hätte ich nicht gedacht. Wahnsinn! Zum Glück fallen sie nur tropfenweise runter!



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