09.02.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2009/0308/taschenwaermer.jsp

Sendung vom 08. März 2009

Lehna Mahnert fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Wie funktionieren Taschenwärmer, bei denen man ein Metallplättchen umknicken muss?

Wer kennt ihn nicht? Den Wunsch nach warmen Händen, wenn man bei Minusgraden auf den verspäteten Bus oder im Stadion auf den Auftritt seines geliebten Fußballvereins wartet, und es nicht mehr ausreicht, die Hände in seinen Hosentaschen zu vergraben. Beneidenswert, wer in einer solchen Situation ein Wärmekissen zur Hand hat.

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Deine Meinung

Kommentare

Einträge: 17

Logonette
schrieb am 06.02.2012, 23:16 Uhr
Wirklich sehr gelungen und interessant erklärt!!!! Jetzt haben diese Handwärmerkissen leider ein bisschen von ihrer "Magie" verloren!

Hobby Gaertner
schrieb am 27.09.2011, 12:27 Uhr
Der Kurzfilm war gut erklaert. Von: 7a, Martin von Tours-Schule/Querallee

Lobomick
schrieb am 23.12.2010, 01:27 Uhr
Sie schreiben, das man die Kissen nicht kochen soll. In den Nutzungsanleitungen steht aber jedesmal: 6 - 8 Min. kochen.

Thomas
schrieb am 03.06.2010, 04:20 Uhr
Bin eher zufällig auch hier vorbeigestolpert durch Internet-Recherche. Da mir ein Malheur mit einem Wärmekissen passiert ist, (es hat sich beim Reaktivieren auf dem Boden festgebrannt und beim Rausholen wurde es beschädigt und letztlich lief die Flüssigkeit aus) musste ich natürlich gleich in Erfahrung bringen, ob das Zeug giftig ist, aber solange man es nicht trinkt ist es wohl harmlos, puh, hatte schon das Schlimmste besfürchtet, irgendwelche fiese Chemikalien :)

Chemiker :D
schrieb am 06.03.2010, 15:36 Uhr
Hallo liebes Kopfball-Team. Ich muss über das Wärmekissen ein Referat machen und der Clip hat mir richtig gut geholfen.Doch ein paar Unklarheiten gibt es noch: Muss das Plättchen aus einem bestimmten Material sein?Wie die 1Cent-Münze die aus Metall ist? Und wer hat den Taschenwärmer überhaupt erfunden?Bzw. Funktioniert ein "Einmal-Wärmekissen" auf die gleiche Art?So viele Fragen..ich hoffe ihr könnt mir ein wenig weiter helfen. Liebe Grüße

NWTler
schrieb am 22.02.2010, 16:23 Uhr
Hallo Kopfballteam, Vielen Dank für den Clip. Ich muss genau so einen Taschenwärmer in NWT, einem Schulfach an unserer Schule, herstellen. Ein Problem habe ich dabei mit dem Metallplättchen. Leider löst es bei mir nie die Kristallisation aus. Um dies zu lösen, frage ich mich, was dieses Metallplättchen bewirkt. Dabei stelle ich die Hypothese auf, dass es als Impfkristall wirkt. Das kann aber nicht sein, da es vor der Kristallisation geknickt werden muss. Weiter bin ich nicht. Könntet Ihr mir bitte helfen? Vielen Dank. (Falls es euch hilft: Eigentlich habe ich dieselbe Frage wie "HÄ?")

HÄ?
schrieb am 08.02.2010, 23:54 Uhr
und wie funktioniert diese Kristallisation oder Kristall-Impfung genau? Wie kann das Metall das bewirken?

bea
schrieb am 04.02.2010, 10:10 Uhr
das war mal eine gute erklärung haben schon überlegt wie das funktionieren soll, jetzt sind wir schlauer, danke

Jupp
schrieb am 21.01.2010, 07:55 Uhr
Meine kleine Tochter macht uns mit den Taschenwärmern wahnsinnig und fragte heute dann auch noch, wie das denn funktioniert. Ich habe Ihr den Clip gezeigt. Danke, super erklärt und dazu noch spannend!!

Meiksken
schrieb am 17.06.2009, 19:03 Uhr
Hallo, liebes Kopfballteam, vielleicht ist es etwas unglücklich ausgedrückt, dass das Salz "flüssig" wird. Der Ausdruck wird im Alltag oft verwendet und ist hier sicher auch pragmatisch. Fachlich korrekt ist er jedoch nicht! Denn Salz ist nur flüssig, wenn es oberhalb der Siedetemperatur vorliegt (und somit in geschmolzener Form vorliegt!) - und das ist hier nicht der Fall! Das Salz ist nicht "flüssig", sondern in Wasser "gelöst". Trotzdem ein guter Beitrag, der für den Alltagsgebrauch sicher geeignet ist! Viele Grüße

Kopfball-Redaktion
schrieb am 12.05.2009, 20:10 Uhr
Also wir haben uns den Beitrag noch 2x angesehen und können an keiner Stelle den Begriff "schmelzen" vernehmen. Wir reden von erhitzen, aufkochen und vor allem von "lösen". Denn in der Tat schmilzt das Salz nicht, denn es handelt sich um einen Lösungsvorgang.

jessica
schrieb am 12.05.2009, 20:10 Uhr
hallo, ich finde hier wird zuviel drumrumgeredet. der eigentliche prozess wird dabei nur teilweise erklärt. dass das salz schmilzt ist grundsätzlich falsch.

Reinhold
schrieb am 25.03.2009, 14:39 Uhr
Liebes Kopfball Team, Mit ihrer Erklärung des Wärmekissens bin ich nicht zufrieden. Das Salz (Natriumacetat) wurde nicht flüssig sondern nur im heißem Wasser aufgelöst. Der Kristallverband der Teilchen (Ionen) wurde nicht durch die Wärme zerstört sondern durch die Umhüllung mit Wassteilchen( Fachbegriff Hydratation). Nach dem Vorsichtigem Abkühlen der entstand eine übersättigte Natriumacetat Lösung, die bei geringster Störung (z.B. auch durch einen winzigen Impfkristall) auskristallisiert. Da sich Natriumacetat unter Wärme löst, wird diese Wärme beim Auskristallisieren wieder frei (exothermer Vorgang). Dies ist aber nicht bei allen Salzen der Fall, so löst sich etwa Kochsalz ohne Temperaturänderung. Mit freundlichen Grüßen Reinhold

Kopfball-Redaktion
schrieb am 25.03.2009, 14:39 Uhr
Hallo Reinhold, Natürlich hat sich das Salz im Wasser gelöst, aber dennoch braucht es Energie in Form von Wärme, damit der Lösungsprozess stattfinden kann, ansonsten müsste dieser Prozess auch spontan ablaufen. Und das tut er nicht. Außerdem birgt das verwendete Salz Natriumacetat-Trihydrat eine Besonderheit. In dem Salz selbst befindet sich das sogenannte Hydratwasser, das während des Lösungsvorgangs frei wird und ermöglicht, dass sich die Lösung mit Salz übersättigen kann. Die zweite Hälfte Deiner Bemerkung entspricht den Informationen, die dem Filmbeitrag, sowie dem Internettext zu entnehmen sind. Vielen Dank für Deinen Kommentar!

Kopfball-Redaktion, Axel Bach
schrieb am 09.03.2009, 12:42 Uhr
Hallo. Danke für den Hinweis! Das stimmt natürlich. Man kann die Kissen viele Male wieder benutzen, wenn man sie in heißes Wasser legt. Kochen sollte es aber möglichst nicht: Erstens verschwendet das viel Energie und zweitens schadet das dem Kunststoff-Mantel.

maria Joosten
schrieb am 09.03.2009, 12:42 Uhr
Vielleicht hättet ihr noch erwähnen können, dass - wenn man die Kissen 10 Minuten in kochendes Wasser legt -, sie wieder flüssig werden und man sie wiederverwenden kannn. Bei uns (in den Niederlanden) gibts es diese Kissen (größer) auch als Wärmekissen bei Rücken- oder Nackenbeschwerden.

dancingprincess
schrieb am 08.03.2009, 15:33 Uhr
Voll genial! Genau das wollte ich wissen. Als ich den Fernseher aufgedreht habe, habe ich aber nur mehr die Abmoderation mitbekommen. Total genervt! Dann hab ich im Internet gesucht und genau diesen Beitrag gefunden. Richtig toll! Lg aus Wien

Praktische Wärme aus Salz – für Unterwegs

Im Geschäft hinterlassen die weichen, durchsichtigen Kissen noch keinen bleibenden Eindruck. Doch das ändert sich schlagartig, wenn man ein Handwärmekissen zu einem richtig kalten Zeitpunkt in der Tasche hat und das Metallplättchen im Inneren knickt. Denn dann wird der flüssige Inhalt des Kissens fest – und vor allem: warm. Die Flüssigkeit besteht aus Wasser und dem darin gelösten Salz Natriumacetat-Trihydrat. Das Salz setzt sich aus den beiden gegensätzlich geladenen Teilchen Natrium und Acetat zusammen. Knickt man nun das Metallplättchen, bilden die beiden Salzteilchen ein festes Kristallgitter aus und die sogenannte Kristallisationswärme wird frei.

Doch wie gelangt die Wärmeenergie in das Kissen? Um das Handwärmekissen ein weiteres Mal benutzen zu können, muss es zuerst in heißes Wasser gelegt werden. Das feste Kristallgitter löst sich wieder auf und die Energie wird in der flüssigen Salzlösung gespeichert. Nun genügt ein weiterer Knick des Metallplättchens zu einem beliebigen Zeitpunkt, um die Kristallisation des Salzes erneut einzuleiten. Dabei wird die Energiemenge in Form von Wärme frei, die zuvor benötigt wurde, um den Inhalt des Kissens zu verflüssigen.

Das Metallplättchen dient bei dem Kristallisationsvorgang als Kristallisationskeim. Mikroskopisch kleine Veränderungen der Metalloberfläche lösen eine Art Dominoeffekt aus, der die Salzteilchen dazu anregt, sich zu einem festen Kristallgitter anzuordnen. Den Umstand, dass Kristalle bei ihrer Entstehung Wärme freisetzen, nutzt man auch im Obstanbau aus. Bei Frost werden die Blüten der Pflanzen mit Wasser berieselt. Gefriert dann das Wasser, schützt die entstehende Kristallisationswärme die Pflanze vor Frostschäden.

Film VisualBridges: Sebastian Rams mit Isabel Hecker und Burkhardt Weiß



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