Sendung vom 22. März 2009
Mareike Fischer fragt:
Zuschauerin Mareike Fischer aus Auckland in Neuseeland wollte wissen, warum ein 30 Kilo schwerer Anker ein 20-Tonnen-Schiff sogar im Sturm auf der Stelle hält. Und warum kann man denselben Anker ganz leicht nach oben ziehen, wenn man mit dem Schiff weiterfahren möchte?
Anonym
schrieb am 27.01.2010, 22:22 Uhr
Zu ergänzen ist hier noch folgendes.
Was passiert in dem Moment, wo bei so einem richtig geankerten Boot Zug vom Anker weg entsteht, z.B. durch Wind oder eine Welle? Zuerst spannt sich die DURCHHÄNGENDE Kette. Versucht mal eine durchhängende Kette zu spannen, das ist gar nicht so einfach. Und je größer das Gewicht der Kette, desto mehr ergänzt die Kraft die man fürs Ketten spannen braucht die Kraft, die die Gesamt-Ankerung aufnehmen kann. Und ausserdem wirkt diese Komponente sehr gut als "Abfederung" bis zu dem Punkt wo die Kette wirklich gespannt ist und ein Ruck auf den Anker übertragen würde.
Anonym
schrieb am 15.12.2009, 15:49 Uhr
Hallo,
Faustregel für's Ankern:
Wassertiefe x 3. Bei schlechtem Wetter sollte die Kette entsprechen mehr werden...
David
schrieb am 24.09.2009, 22:07 Uhr
Guter Beitrag. Der Anker funktioniert nur, wenn 1. die Kette lang genug ist und 2. die Windrichtung in Anbetracht genommen wird. Wohne an der Küste Portugals, und habe schon viele "Sonntagsskipper" falsch ankern gesehen. Da reicht ein bißchen Wind aus, um am nächsten Morgen unanagenehm überrascht zu werden.
pirat_23
schrieb am 26.03.2009, 11:08 Uhr
Josy hat recht! die Ankerkette ist schwer und das hat eine menge mit dem richtigen ankerprinzip zu tun. hätte man noch drauf hinweisen können. nicht umsonst muss ein ankerseil noch wesentlich länger als eine kette sein. aber ansonsten wars ein spannender beitrag. die unterwasseraufnahmen waren cool. ich denke, dass die meisten segler ihren anker so noch nicht auf dem grund liegen gesehen haben.
Josy
schrieb am 24.03.2009, 11:00 Uhr
Ich kann mich dem anschließen. Man hätte noch sagen können, dass die Ankerkette schwer sein muss, damit sie gut auf dem Grund aufliegt und so der richtige Winkel (möglichst flach) entsteht.
Vor-Anker
schrieb am 23.03.2009, 20:38 Uhr
Da guck mal einer an. Zuerst denkt man: Diese Frage hätte ich mir nie gestellt. Aber wenn man dann die Antwort liest und sieht, dann ist da doch ein schöner Aha-Effekt - für mich zumindest...
Die kurze Antwort: Das Schiff zieht nicht senkrecht am Anker, der sich im Untergrund verhakt hat, sondern fast horizontal. Dadurch kann der Anker ein Vielfaches seines Eigengewichtes halten. Eine Ankerkette muss mindestens drei- bis viermal so lang sein, wie das Wasser an der entsprechenden Stelle tief ist. Am besten kann man über sandigem oder tonhaltigem Boden ankern. Das Schiff treibt dann durch Wind, Wellen oder Strömung ab und zieht an der Kette. Dadurch gräbt sich der Anker in den Meeresboden ein. Durch die Länge und das Gewicht der Ankerkette entsteht eine Zugrichtung in einem extrem spitzen Winkel. Je flacher die gestreckte Ankerkette auf dem Ankergrund liegt, desto besser. Dann zieht das Schiff nicht von oben am Anker, sondern fast horizontal über dem Boden.
Holt das Schiff dagegen den Anker ein, fährt es über den Anker, so dass man ihn senkrecht nach oben ziehen kann. Die Mannschaft muss nur das Gewicht des Ankers und der Kette mit der Ankerwinde ziehen – und das ist kein Problem. Der Trick beim Ankern ist also der Winkel: Das Eigengewicht der Kette lässt diese in einem Bogen vom Schiff zum Meeresboden hängen. Die Form des Ankers führt dazu, dass er sich in den Meeresboden eingräbt – wie ein Pflug. Wie gut das funktioniert, seht ihr im Film bei einem Experiment am Strand.
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