09.02.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2009/0322/flammenhoelle.jsp

Sendung vom 22. März 2009

Jörg Rebmann aus Brühl fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Warum darf man brennendes Fett nicht mit Wasser löschen?

Ein typischer Einsatz für die Feuerwehr. Sie wird zu einem Küchenbrand gerufen: Der komplette Raum steht in Flammen und es gibt mehrere Schwerverletzte. Häufiger Grund: eine Fettexplosion. Ein Topf oder eine Pfanne mit Fett hatte Feuer gefangen und die Bewohner haben versucht, den Brand mit Wasser zu löschen.

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Deine Meinung

Kommentare

Einträge: 12

Speedy
schrieb am 30.05.2011, 16:22 Uhr
Das eine Flamme so riesig und so gefälig weden kann ist richtig häftig. Sowas habe ich vorher nicht gewusst also gut dass es Kopfball gibt

hanni.123
schrieb am 16.02.2011, 19:03 Uhr
ich wusste nicht das Feuer so hoch steigen kann !!!!!!!!!!!!!!!!!

hanni
schrieb am 16.02.2011, 18:32 Uhr
die flamme wird ja riesig

bacchus
schrieb am 02.12.2010, 12:54 Uhr
@mexx 8l Speiseöl + 10l Wasser: http://www.youtube.com/watch?v=DgSzlYrBe08 @Ferdi doch Öl. Wenn Fett flüssig ist, ist es ein Öl. @Kopfball: toller Beitrag, danke!

mexx
schrieb am 19.11.2010, 17:44 Uhr
wer solchen reportagen glaubt ist selber schuld, NIEMAND löscht ein Feuer mit einem halben Becher Wasser ! nur bei der kleinen Menge Wasser kommt es physikalisch zu dieser Explosion. Hätten die Feuerwehrmänner einen Eimer Wasser draufgekickt, wäre es lediglich mit ein wenig Wasserdampf verpufft.

elli
schrieb am 10.03.2010, 17:08 Uhr
Toller Bericht für meinen Sachunterricht zum Thema Feuer

Ferdi
schrieb am 07.03.2010, 17:16 Uhr
nicht Öl, sondern Fett

Silly
schrieb am 07.03.2010, 17:15 Uhr
Jetzt bin ich schlauer, viel schlauer!!! Ich kip nie Wasser auf brennendes Öl.

Antonia
schrieb am 07.03.2010, 17:12 Uhr
Ich will nie mehr Kochen!!!

Lisa
schrieb am 07.03.2010, 17:10 Uhr
Jetzt weiß ich was passiert. Ich bin erschrocken was passiert.

Andi
schrieb am 27.03.2009, 20:47 Uhr
Ich hätte mir noch die 15 sek gewünscht um den Effekt einer Löschdecke zu sehen, sonst sehr eindrucksvoll...

Marina
schrieb am 24.03.2009, 11:01 Uhr
Wusste nicht, dass Kochen so gefährlich ist!!!!

Flammenhölle in der Küche

Brennendes Fett hat eine Temperatur von rund 300 Grad Celsius. Sobald Wasser in diese heiße Flüssigkeit eintaucht, verdampft es schlagartig. Es entsteht Wasserdampf. Der nimmt aber etwa 1700 Mal so viel Raum ein wie das flüssige Wasser. So werden aus einem kleinen Glas Wasser (100 Milliliter) in Bruchteilen einer Sekunde über 170 Liter Wasserdampf. Dafür ist selbst im größten Topf kein Platz: Der Wasserdampf wird nach oben herauskatapultiert. Weil das Ganze unter der Fettoberfläche passiert, reißt der Wasserdampf feine Fetttröpfchen mit in die Höhe. Die sind so heiß, dass sie sich sofort entzünden, sobald sie mit dem Sauerstoff in der Luft in Kontakt kommen. Die Folge ist eine gewaltige Flammenwolke aus winzigen brennenden Fetttröpfchen!

Meter hohe Stichflammen

Im Freien führt das schon bei einem kleinen Topf zu einer beeindruckenden, mehrere Meter hohen Stichflamme. Doch normalerweise kocht man ja nicht im Freien, sondern in der Küche. Das bedeutet, die Flammen und die Hitze können nicht nach oben entweichen. Klas wagt sich in einem speziellen Hitzeschutzanzug zu einem Selbstversuch. In einer nachgebauten Küche schüttet er einen kleinen Becher Wasser in einen Topf mit brennendem Fett. Die Flammen schlagen gegen die Dunstabzugshaube und die Decke und dann direkt in sein Gesicht. Wenn Klas nicht mit einem Helm und Anzug geschützt wäre, hätte er schwerste Verbrennung erlitten. Wenn die heißen Gase in die Lunge gelangen, besteht sogar akute Lebensgefahr.

So macht man's richtig

Klas hat die Erfahrung eines ganz klar gemacht: Brennende Flüssigkeiten, wie Fett, Öl oder Wachs darf man auf keinen Fall mit Wasser löschen. Statt dessen sollte man die Flammen ersticken: also den Sauerstoff entziehen. Bei Topf oder Pfanne ist das ganz einfach: Man muss nur den Deckel drauflegen. Anschließend sollte man dann noch die Herdplatte ausschalten, Fenster und Türen schließen und den Raum verlassen. Doch auch wenn man das Feuer selbst in den Griff bekommen hat, sollte man anschließend die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 anrufen und den Brand oder das gelöschte Feuer melden. Die Feuerwehr kommt dann sicherheitshalber vorbei und prüft, ob sich das Feuer unbemerkt in die Dunstabzugshaube oder die Hängeschränke ausgebreitet hat. Dann könnte es nämlich später wieder aufflammen. Angst vor den Kosten muss man dabei nicht haben. Der Einsatz der Feuerwehr ist auf alle Fälle kostenlos.

Im Film seht ihr Zeitlupenaufnahmen mit einer Hochgeschwindigkeitskamera, die genau zeigen, warum sich Wasser und brennendes Fett nicht vertragen.

Film VisualBridges: Uli Grünewald mit Klas Bömecke



Kopfball - weitere Informationen zur Sendung


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