Sendung vom 26. April 2009
Thomas Rabenstein aus Köln fragt:
Warum ist es möglich, über glühende Kohlen zu laufen, ohne sich dabei zu verletzen? Als Steffi und Burkhardt diese Frage von Thomas Rabenstein lesen ist sofort klar: Hier hilft nur ein Selbstversuch. Auch ein geeigneter Ort dafür ist schnell gefunden: Die Gemeinde Emsbüren lädt Kopfball ein, für das Experiment ins Emsland zu kommen – und wenn bei den Emsbürenern was steigt, dann auch richtig!
Toshino
schrieb am 20.07.2010, 11:46 Uhr
Das mit dem Schnitzel auf dem Spaten ist nett! Aber wie kommt es denn, dass es Leute gibt, die auch über heiße Herdplatten laufen können? Siehe Guinness-Rekord 2006 bei RTL.
Tammy
schrieb am 19.05.2009, 09:27 Uhr
Mein Bruder ist auch drüber gelaufen; war cool mit anzusehen.
Christian
schrieb am 10.05.2009, 10:39 Uhr
Fand ich echt toll das so viele Leute einbezogen wurden. Hat bestimmt Spaß gemacht.... Toller Beitrag der unter die Fußsohle geht!!!
Casi
schrieb am 27.04.2009, 19:53 Uhr
Super spannend..Musste mit den beiden richtig mitfühlen!sehr cool eure Moderatorin!mehr davon...
Nele
schrieb am 27.04.2009, 19:14 Uhr
hätt ich mich nie getraut...gratulation an das team...toller film
Marlene
schrieb am 27.04.2009, 19:03 Uhr
Davon will ich gerne mehr sehen...kann Kopfball nicht mal zu uns in den Ort kommen? ...ich wohne in Krumbach im Allgäu, das ist es auch sehr schon...
Jochen
schrieb am 27.04.2009, 12:20 Uhr
Da soll noch einer sagen in Emsbüren wär nichts los. Da sollte Kopfball häufiger hinfahren!
Peter
schrieb am 27.04.2009, 12:08 Uhr
Ein toller Film, und das ganze Dorf auf den Beinen. Das ist Fernsehen ganz nah dran am Zuschauer!!! Weiter so...
Bastian
schrieb am 27.04.2009, 09:33 Uhr
Super Beitrag!Sehr authentisch die beiden Moderatoren. Die Frage haben wir uns beim Osterfeuer auch gestellt. Grüße
Ein Feuer, das so manches Osterfeuer erblassen ließe, soll die Glut für den Kopfball-Selbstversuch liefern – und im Angesicht der etwa 700 Grad heißen Flammen wird Steffi und Burkhardt langsam klar, worauf sie sich eingelassen haben. Auch die Aussicht, dass die Kohlen, über die sie später laufen sollen, "nur" noch etwa 400 Grad haben werden, beruhigt die Beiden nicht wirklich.
Über glühende Kohlen laufen ist vor allem als Teil von Selbstfindungs- und Motivationsseminaren bekannt. Der Unterschied: Bei Kopfball gibt es keinen Guru, der mit Konzentrationsübungen versucht, scheinbar verborgene Kräfte bei den Reportern zu wecken. Steffi und Burkhardt setzen nicht auf besondere Fähigkeiten, sondern glauben an die Naturgesetze. Darum betreut sie bei ihrem Selbstversuch ein Wissenschaftler: Martin Habermehl ist Experte für Wärmeübertragung an der Universität Aachen. Er ist Spezialist für heiße Angelegenheiten.
Martin Habermehl weiht die Reporter in die Geheimnisse der sogenannten Wärmeleitfähigkeit ein: Damit ist gemeint, wie gut ein Körper seine Wärme auf einen anderen übertragen kann. In unserem Fall also von der Holzkohle auf die Reporterfüße. Holz ist im Vergleich zu anderen Materialien ein schlechter Wärmeleiter. Das wird schnell klar, wenn man einen Holz- und einen Metall-Löffel in kochendes Wasser stellt: Den Metall-Löffel kann man schon nach kurzer Zeit kaum noch anfassen, während der Holzlöffel lediglich warm wird. Im Fall der Holzkohle hemmt die feine Ascheschicht, die ständig die Glut überzieht, zusätzlich die Wärmeübertragung. Dazu kommt, dass der Fuß nur kurze Zeit die Glut berührt, danach kühlt er an der Luft wieder ab. Theoretisch reicht die Kontaktzeit zwischen Glut und Fußsohle nicht, um die Haut zu verletzen. Wohlgemerkt: theoretisch. Praktisch hat auch Martin Habermehl noch nie einen Fuß auf 400 Grad heiße Kohlen gesetzt – fürs Ausprobieren sind schließlich die Kopfball-Reporter da!
Ob Steffi und Burkhardt auch praktisch heil aus der Sache rauskommen und wie die Emsbürener zum Laufen über glühende Kohlen stehen, seht ihr im Film.
Lange Zeit kursierte als Erklärung dieses Phänomens, dass der Leidenfrost-Effekt den Glutmarsch möglich macht. Der Leidenfrost-Effekt lässt Wassertropfen (ohne zu verdampfen) auf einer heißen Herdplatte tanzen, weil ein dünner Dampffilm den Wassertropfen thermisch isoliert. Hier gehen die Experten-Meinungen aber auseinander. Bei der Recherche zu diesem Thema war schließlich die Mehrheit der Meinung, dass dieser Effekt nebensächlich ist. Fest steht: Wirklich feucht dürfen die Füße aus rein praktischen Gründen nicht sein: Dann können Glutstücke an der Fußsohle klebenbleiben, was die Kontaktzeit mit dem Fuß schmerzhaft verlängert! Auch aus Sicht von Medizinern müssen die Füße trocken und warm – also gut durchblutet – sein: Die Blutzirkulation wirkt dann als eine Art Klimaanlage, die die Hitze schnell abtransportiert.
Film VisualBridges: Dirk Gilson mit Steffi Terhörst und Burkhardt Weiß
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