27.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2009/0503/schneller-als-der-wind.jsp

Sendung vom 03. Mai 2009

Gudula Spätling aus Pinneberg fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Kann ein windgetriebenes Fahrzeug schneller fahren als der Wind bläst?

Kann ein mit Wind getriebenes Fahrzeug eigentlich schneller als der Wind werden, der es antreibt? Bei dieser Frage ist das Kopfball-Team ganz schön ins Schwitzen gekommen – in der Sonne von Valencia. Mit einer schicken Segel-Jacht macht Klas die Probe aufs Exempel: Ist es möglich, bei einer Windgeschwindigkeit von 20 km/h beispielsweise 25 km/h schnell zu segeln?

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Deine Meinung

Kommentare

Einträge: 10

windwagen
schrieb am 21.07.2010, 17:58 Uhr
Ich muss mich der Kritik anschließen: Die Frage, ob ein Windfahrzeug in irgendeine Richtung schneller als der wahre Wind fahren kann, ist echt lahm. . Viel spannender wären diese bedien Fragen.: . Kann ein Windfahrzeug direkt gegen den Wind fahren? (googeln nach "aeolus race" oder "windturbinerace") . Kann ein Windfahrzeug direkt vor dem Wind, schneller als der Wind fahren? (googeln nach "fasterthanthewind" oder "ddwfttw"). . Da würden viele Zuschauer etwas neues und kontra-intuitives lernen.

der_opponent
schrieb am 11.06.2010, 14:44 Uhr
Nachtrag: dem Bildungs- und Unterhaltungsauftrag würde die ARD viel besser nachkommen, wenn Kopfball zeigen würde, warum es mit der dicken Freizeityacht nicht klappt und warum Katamarane, Jollen, Surfer, Kiter, Strandsegler und Eissegler durchaus schneller als der wahre Wind fahren. Das gibt auch interessantere Bilder als Hr. Börnecke bei 3 Windstärken am Yachtruder...

der_opponent
schrieb am 11.06.2010, 14:39 Uhr
@Hinterfragt_eure_Ergebnisse_doch_bitte! Bitte hintefragen Sie doch selbst, wie Segel überhaupt funktionieren (durch Druckunterschiede, die eine Kraft schräg nach vorne erzeugen), bevor Sie einen solches Posting schreiben. @Kopfball-Redaktion: Was soll das, eine solche Fragestellung zu "untersuchen"? Es gibt ausreichend recherchierbare Belege, dass Wasser-, Land- und Eissegelfahrzeuge schneller als der (wahre) Wind segeln / fahren können - ist nur eine Frage der erzeugten Kraft, der Fahrtrichtung, der (wahren) Windrichtung, der Fahrwiderstände (Wasserverdrängung, Reibung, etc.) Ihr "Experiment" mit der Freizeit-Yacht ist geradezu hanebüchen gewählt. Die meisten Vorredner haben ja auch schon alles gesagt. Insgesamt eine Riesenverschwendung von GEZ Gebühren! Auch die Fragestellung der kommenden Sendung "Können Flugzeuge auf dem Rücken fliegen" ist doch längst beantwortet.

Segler
schrieb am 22.04.2010, 18:56 Uhr
@Hinterfragt_eure_Ergebnisse_doch_bitte! Schön, dass die Praxis immer wieder beweisen kann, dass "Theoretiker" nicht alle Faktoren in ihre "Berechnungen" einbeziehen! Es ist absolut möglich schneller als der Wind zu sein, wichtig hierbei aber: Schneller als der WAHRE Wind. Das ist jener, der ohne Eigenbewegung gemessen wird (wie auf der Yacht vor Anker). Setzt sich ein Fahrzeug in Bewegung, dann ergeben der Fahrtwind und der wahre Wind den SCHEINBAREN Wind, welcher dann je nach Winkel und stärke beider Komponenten resultiert (Kräfteparallelogramm wie bei 8:18, nur dass es da um die Kräfte am Buggy geht). Das Segel "sieht" dann also bei geeignetem Winkel eine höhere Windgeschwindigkeit (die des scheinbaren Windes) und entwickelt auch mehr Kraft aus dem dann der Vortrieb entsteht. Dabei kommt der Wind immer mehr von vorn, bis sich ein Kräftegleichgewicht aus Windwiderstand, Vortrieb und Reibung einstellt, man hat die maximale Geschwindigkeit erreicht. Mit solch einer Yacht wird diese aber nie höher als die Geschwindigkeit des (wahren) Windes sein! Dazu ist deren Wasserwiderstand einfach zu hoch (Verdränger), mit einem Surfbrett oder einer Jolle ist das aber kein Problem (Gleiter). Auch hightech Kielyachten sind dazu in der Lage, so z.B. die Volvo Ocean 70. Beim Buggy ist der Widerstand auf dem Sand viel geringer > man kann den Wind "verlustfreier" nutzen. Ein noch besseres Verhalten haben Eissegelschlitten! Ich habe bei ca. 30 km/h Wind schon über 80 km/h (GPS) erreicht!, und da ist das Segel ja gezwungenermaßen auf Schlittenhöhe. Der Rekord für windbetriebene Fahrzeuge wird übrigens von einem Eissegler gehalten, die "Debutante" fuhr 1930 230 km/h! Die Messung wird zwar angezweifelt, aber das Potential von Eisseglern ist erstaunlch, und es macht einnen irsinnigen Spaß! Resume: Schneller als der wahre Wind ist kein Problem, schneller als der scheinbare Wind geht nicht!

Ähm
schrieb am 13.03.2010, 21:30 Uhr
Ich fahre selber mit Ski Surfbrett und einem Skateboard und mit einem "Drachen" kann man viel schneller als der Wind fahren, weil der Kite im Gegensatz zum Segel Eigengeschwindigkeit besitzt...

Hinterfragt_eure_Ergebnisse_doch_bitte!
schrieb am 16.01.2010, 17:04 Uhr
Hallo, ihr solltet eure Messergebnisse mal Physikalisch hinterfragen, bevor ihr so einen Mist verbreitet, bzw. euch das mal von einem Physikprofessor absegnen lassen. Der Drachen stellt einen Widerstand für den Wind da. Nimmt man an, dass der Wagen verlustfrei ist, strebt die Geschwindigkeit des Fahrzeugs gegen die Windgeschwindigkeit. Dadurch stellt der Kite aber keinen Widerstand für den Wind mehr da, und ihr könnt nicht schneller werden, da auf euch keine Kraft mehr wirkt. Folglich hat man bewiesen dass der Wagen langsamer sein muss (da er nicht verlustfrei ist), als der Wind. Euer Beitrag ist genauso, wie wenn man einen Elektromotor mit 110% Wirkungsgrad verkaufen würde. Kurzzeitig ist es möglich schneller als der Wind zu sein, wenn einem eine Böhe erfasst und danach eine Flaute ist. Dann ist man aufgrund der Trägheit des Wagens kurzzeitig schneller als die momentane Windgeschwindigkeit. Tut mir leid, aber die Physik ist nicht zu überlisten!

Lukas
schrieb am 25.11.2009, 23:30 Uhr
Super Beitrag... habe mich die letzten Tage gefragt wie es einem Segelschiff möglich sein kann, fast doppelt so schnell zu fahren wie der Wind, der es antreibt, da ich einen Weltrekordbericht gesehen habe, in dem genau das passiert! Der Beitrag beantwortet diese Frage super anschaulich und leicht verständlich, ohne jedoch die rein theooretischen Aspekt ganz außen vor zu lassen. Ich finde den Beitrag im Gegensatz zu meinem Vorredner gut. Auf jeden Fall für Leute die von der Materie vorher keine Ahnung hatten!

kopfball-Redaktion
schrieb am 06.05.2009, 14:52 Uhr
Zu der Windmessung und der Flughöhe unseres Drachens schreibt Dirk Gion: "Ich habe den Kite extra flach über den Boden geflogen.Wenn man den Film genau anschaut, sieht man das auch. Die Kamera zeigt mich im Buggy und der Kite saust flach über dem Boden daher.Bei allen Fahrten an diesem Tag habe ich den Kite ganz bewußt flach über dem Boden geflogen." Sollen wir in Zukunft die Antworten nur theoretisch und mit Formeln zeigen? Ich glaube lieber nicht... ;-) Und noch eine Anmerkung zum Drehort: Wir brauchten für den Film gutes Wetter und sicheren Wind. Trotz Hin- und Rückflugs war der Beitrag nicht teurer, als wenn wir ihn an der Nordsee gedreht hätten.

Klaus
schrieb am 06.05.2009, 14:52 Uhr
Ein völlig überflüssiger Beitrag und der Beweis für die Verschwendung von GEZ Gebühren. 1. gibt es Segelyachten in heimischen Gewässern und 2. kann man diese Antworten errechnen. Mit einer Verdrängeryacht wird die Endgeschwindigkeit durch die Rumpflänge begrenzt. Allein das Verhältnis von durch den Wind angeströmter Fläche und dem gesamten Fahrtwiderstand entscheidet bei Amwind-Kurs über die Endgeschwindigkeit die durchaus höher als die Windgeschwindigkeit ausfallen kann. Das es mit einem Vorwindkurs nicht gehen wird gebietet wohl schon grundsätzliche Logik. Beim Buggyexperiment wird das Ergebnis durch die Windmessung in Bodennähe verfälscht: Der Wind dürfte in 20-30Metern (Flughöhe des Drachen) eventuell doppelt so schnell sein. Alles in allem ein trauriger Beitrag auf Galileo-Niveau.

Christoph
schrieb am 03.05.2009, 11:39 Uhr
mir ist da eine frage gekommen bezüglich der windmessung beim kitebuggy klas hat den wind ungefähr auf seiner höhe gemessen - der kite war aber viel höher - müsste der wind weiter oben nicht schneller sein? das würde im endeffekt heißen, dass der buggy eventuell nicht schneller als der wind gefahren ist da der wind "falsch" gemessen wurde

Schneller als der Wind

Mit genauen Wind- und GPS-Geschwindigkeitsmessern macht das Kopfball-Team einen Segeltörn vor der spanischen Küste. Im ersten Versuch lassen sie den Wind genau von hinten in die Segel pusten. Das Ergebnis: Der Wind bläst mit 20 km/h, doch das Boot bewegt sich nur mit 8 km/h. Schnell ist klar: Wenn der Wind die Jacht nur "schiebt", kann sie nicht schneller fahren als er weht.

Grundkurs im Segeln

Nun drehen sie das Boot in den sogenannten Halbwindkurs, so dass der Wind von der Seite in die Segel geht. Obwohl die Windgeschwindigkeit noch immer 20 km/h beträgt, segelt die Jacht nun mit knapp 11,5 km/h. Das ist immerhin schon schneller als zuvor – aber noch lange nicht schneller als der Wind. Klas untersucht mit dem Windmessgerät, wie der Wind vor und hinter den Segeln bläst und welche Auswirkungen die aufgeblähte Form der Segel haben könnte. Doch schneller als der Wind ist das Kopfball-Team immer noch nicht: Mit einer gewöhnlichen Segel-Jacht ist das offensichtlich nicht möglich, denn der Widerstand ist im Wasser zu groß.

Geht’s an Land schneller?

Doch der Ehrgeiz ist angestachelt: Technik-Experte Dirk schlägt ein waghalsiges Experiment am flachen Strand von Domburg in den Niederlanden vor und tauscht das Segelboot gegen einen Buggy ein, den er von einem speziellen Lenkdrachen (einem sogenannten Kite) ziehen lässt. Schon beim Zugucken wird klar: Dirk ist mit diesem Gefährt ziemlich schnell. Und die Messung ergibt: Er ist sogar deutlich schneller als der Wind. Wie das funktionieren kann, erklärt der Film.

Text Axel Bach, Christoph Fleischer und Dirk Gion

Film buckle-up: Christoph Fleischer und Dirk Gion mit Klas Bömecke



Kopfball - weitere Informationen zur Sendung


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