Sendung vom 31. Mai 2009
Meike K. aus Greven fragt:
Surreale Welten, die Aufhebung der Naturgesetze, das Ansprechen von Emotionen durch gestische und mimische Übertreibungen: Beim Zeichentrickfilm sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt! Schon im frühen 19. Jahrhundert lernten die Bilder laufen: Seltsame Geräte, Wundertrommeln oder Lebensräder genannt, erzeugten die ersten Illusionen von Bewegungsabläufen. Auch Daumenkinos waren sehr beliebt. Auf Film gebannt wurden Zeichnungen von bewegten Figuren aber erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Struppi
schrieb am 06.05.2011, 08:06 Uhr
Suber Peitrag
patedertrix
schrieb am 30.01.2011, 15:10 Uhr
klasse beitrag
Zeichentrickfilme bestehen – wie andere Filme auch – aus Einzelbildern. Wie aber entsteht aus diesen Einzelbildern der Eindruck von fließenden Bewegungen? Hier gelten zwei Phänomene: Der sogenannte psychologische Stroboskopeffekt führt dazu, dass unser Gehirn kleine Änderungen, die zwischen zwei Bildern, die durch Dunkelphasen getrennt sind, gezeigt werden, als Teil einer Bewegung interpretiert. Dagegen bewirkt der physiologische Nachbildeffekt durch die Trägheit von Netzhaut und Nervenzellen, dass ab einer bestimmten Abspielgeschwindigkeit die angesehenen Bilder „verschmelzen“ und man die gezeigten Bewegungen als fließend empfindet. Der Film entsteht also im Kopf!
Glenn Bülow ist der Kopfball-Haus-und-Hof-Zeichner und
zeigt, wie das Ganze in der Praxis der Zeichentrickfilmer aussieht:
Ein klassischer Leuchttisch wird auch heute noch eingesetzt.
Für ein paar Sekunden Film muss man schon einen ordentlichen
Stapel Zeichnungen herstellen! An einem abendfüllenden
Zeichentrickfilm arbeiten dann auch manchmal mehrere Hundert
Menschen und es werden über 100.000 Zeichnungen angefertigt;
aufeinandergestapelt immerhin ein Turm von zehn Metern
Höhe!
Im Film seht ihr, wie Burkhardt und Isabel aus Glenns Zeichnungen
einen fünfsekündigen Trickfilm machen: mit einer
Digitalkamera und einem Computer. Glenn zeigt außerdem, wie
das Ganze bei computeranimierten Filmen wie Shrek oder Ice Age
funktioniert.
Film VisualBridges: Hans-Martin Schmidt und Glenn Bülow mit Isabel Hecker und Burkhardt Weiß
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