27.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2009/1004/gewitter.jsp

Sendung vom 04. Oktober 2009

mehrere undKopfball-Zuschauer fragen: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Wie gefährlich ist es, bei Gewitter draußen zu schwimmen?

Was passiert, wenn ein Blitz in einen See oder in ein Schwimmbecken einschlägt? Schlägt der überhaupt ins Wasser ein und wenn ja: Ist das gefährlich? Das wollten gleich mehrere Kopfballzuschauer wissen. Kopfball-Reporter Klas macht sich auf die Suche nach einer riesigen Blitzmaschine, denn in der freien Natur möchte er nicht auf einen Blitz warten.

Unsere Videos können Sie mit dem Flash-Player ab der Version 8.0 ansehen. Den neuesten Flash-Player können Sie beim Hersteller Adobe unter folgender Adresse kostenlos downloaden:
http://www.adobe.com/go/getflashplayer_de

Deine Meinung

Kommentare

Einträge: 4

Lisa
schrieb am 14.03.2012, 15:25 Uhr
Hallo, also im Meer kann man bei Gewitter nicht baden, denn im Meerwasser befindet sich Natriumchlorid was EXTREM leitfähig ist! Ist also keinesfalls zu empfehlen!

Ralf Reinders
schrieb am 13.03.2012, 17:33 Uhr
Natürlich kannst du im Meer schwimmen! Lass dir von Juline keine Angst machen! Hast du schon mal einen Fisch gesehen, der vom Blitz getroffen worden ist?

juline
schrieb am 22.11.2011, 12:19 Uhr
Nein man darf nicht im Meer schwimmen wenn es gewittert ! Dumme frage !

Dr. Bangerter
schrieb am 16.06.2011, 07:47 Uhr
kann ich jetzt im Meer schwimmen???

Blitz aus dem Hochspannungslabor

Fündig wird er bei Jörg Honerla im Hochspannungslabor der Universität Duisburg-Essen. Hier gibt es einen vier Stockwerke hohen Marx-Generator, mit dem man natürliche Blitze simulieren kann. In der riesigen Versuchshalle wird ein Schwimmbecken aufgebaut und von den Duisburger Stadtwerken mit 30.000 Liter Wasser gefüllt.

Dann ist Spannung angesagt – und eine Weltpremiere: Ein 1-Million-Volt-Blitz soll auf der Wasseroberfläche des Schwimmbeckens einschlagen – gefilmt mit einer Zeitlupen-Kamera. Insgesamt werden drei Situationen getestet: Blitzeinschlag auf der Wasseroberfläche ohne Schwimmer, dann mit Schwimmer und schließlich mit Taucher.

Schwimmen im Freien ist bei Gewitter lebensgefährlich

Die Versuchsreihe zeigt deutlich: Schwimmen im Freien ist bei Gewitter lebensgefährlich, weil der Kopf aus dem Wasser herausragt und damit der höchste Punkt ist; wahrscheinlich schlägt der Blitz direkt in den Kopf. Und selbst Abtauchen kann einen nicht retten, weil Blitze, die in der Nähe einschlagen, einen so großen Stromstoß ins Wasser schicken, dass der Körper trotzdem getroffen wird. Der Film zeigt sehr eindrucksvoll, mit welcher Kraft ein Blitz ins Wasser einschlägt, wie ein Schwimmer getroffen wird und warum man auch als Taucher nicht geschützt ist.

Was machen Fische bei Gewitter?

Und wie schützen sich Fische bei Gewitter? Von der Elektrofischerei weiß man, dass Tiere mit Spannungen von 300 bis 1000 Volt und Stromstärken zwischen 2 und 15 Ampere gelähmt werden: Sie fallen dann in die sogenannte Elektronarkose. Bei Gewitter ziehen sich Fische deshalb auf den Grund des Gewässers zurück. Ist dieses allerdings nicht tief genug, besteht für die Fische Lebensgefahr. Aus diesem Grund sind Fischzuchtbecken in der Regel mit Blitzableitern geschützt. Etwas anders ist die Situation im Meer: Hier schützt der Salzgehalt des Wassers: Der Strom kann leichter durch das Meerwasser abfließen als durch den Fisch.

Film Daniel Haase mit Klas Bömecke



Kopfball - weitere Informationen zur Sendung


Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.

© WDR 2012

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW