27.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2009/1004/moor.jsp

Sendung vom 04. Oktober 2009

Ferdinand Binge aus Köln fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Kann man sich alleine aus dem Moor befreien?

Schon immer war das Moor ein Ort angsterfüllter Fantasien und Bestandteil grausamer Erzählungen. Allem Anschein nach wird es wohl auch in Zukunft so bleiben – zu Recht?

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Deine Meinung

Kommentare

Einträge: 14

Lady20jahre alt
schrieb am 16.06.2010, 16:08 Uhr
hallo also dieses thema intressiert mich brennend hab mir dieses video angeschaut und war sprachlos das sieht wirklich nicht so aus als ob es -8 grad sind krassss !

Anonym
schrieb am 15.01.2010, 19:29 Uhr
Hallo! Heute hat der Privatsender ProSieben in der Sendung "Galileo" Rangas Selbstversuch, diesmal jedoch mit Bleigewichten wiederhohlt. Der Reporter ist nicht ganz eingesunken, aber ohne Neoprenanzug wäre der Reporter unterkühlt. Durch sein strampeln ist der Reporter immer mehr eingesunken. Bei einem 2. Selbstversuch konnte der Reporter sich aus eigener Kraft retten, indem er sich auf den Rücken legte und ein Bein nach dem anderen hintereinander rauszog. Kurz vor dem Ufer dann auf "allen vieren" und dann war der Reporter (wieder) frei. Im ersten Selbstversuch mussten 2 Feuerwehrleute den Reporter aus dem Moor ziehen.

Omed A.
schrieb am 06.01.2010, 12:20 Uhr
ja das ist ja schlimm was einem im Morgebiet alles passieren kann. Da will ich ne hingehen in so nem Gebioet. Man hat ja kaum eine Überlebenschance wenn man im Moorgebiet eingebrochen. besonders alleine ist man ja auf sich gestellt. Der Schlamm und die eisige Temperatur machen es schwer aus dem Moorgebiet wieder raus zu kommen. Man müsste gegen diese Moorgebiete was tun. im Dunkeln und bei tag vor solchen Gebieten versuchen zu warnen und solche gefährlichen Moorgebiete versuchen abzuspeerren, dass niemand da hin kommen kann. Oder??

RotaWbarks
schrieb am 06.11.2009, 18:37 Uhr
Ranga bei Wissen vor 8 gibt an, dass man sich mit ein bisschen Kraft aus dem Moor befreien kann. Bei euch sieht das nicht so aus. Dies liegt wahrscheinlich an der Art des Moors bei Ranga hat es eine fast wasserartige Konsistenz bei auch ist es sehr viel schlammiger. Das größte Problem bei Rangas Versuch ist aber, das er einen großen Fehler gemacht hat. Er trug nämlich einen Neopren-Anzug. Ein solcher Anzug ist mit Luftbläschen gefüllt und hält Personen selbst im Wasser immer über der Wasseroberfläche (Taucher benötigen deshalb Bleigewichte). Ob man ohne solche Schutzmaßnahmen vollständig im Moor versinken kann ist also immer noch ungeklärt!

Anonym
schrieb am 05.11.2009, 12:00 Uhr
Hallo liebe Kopfball-Redaktion! Sorry, dass ich gestern aus Versehen doppelt gepostet habe. Ich klickte auf "zurück" und schon war es leider geschehen. Im Internet steht auch überall, dass das Versinken im Moor nur ein Filmmythos sei. Ich erzähle mal aus meinem Gedächtnis heraus, was ich noch von dem Experiment von den Kollegen von ProSieben im Kopf habe. Diese Folge war auch mal auf "YouTube" eingestellt. Eine durchtainierte Frau, mit Namen Janin, oder Janine (ich glaube, es war eine Sportlerin), fuhr mit dem Team zu einem Versuchsaufbau (ich glaube, es war an der TU Berlin). Wo sonst normalerweise (nur) Brückenpfeiler (im Moor) versenkt und getestet werden, wurde der Veruch durchgeführt. Es wurde Torf in das Becken geschüttet und mit Wasser zugesetzt. Dann wurde die Frau in einen Neoprenanzug gesteckt und gesichert. Nun startete der Sommerversuch. Die Frau stieg in das Becken und sank mit den Füßen ein. Aber sie konnte sich aus eigener Kraft befreien und stapfte zum gegenüberliegenden Beckenrand. Dann der Frühjahrs- bzw. Herbstversuch, mit durch Niederschläge aufgeweichten Bodenn. Die Frau läuft nun nicht mehr von dem einen Beckenrand, zum anderen Beckenrand, sondern wird nun langsam, mit einem Kran und durch diesen auch gesichert, hinab gelassen. Die Frau soll sich zunächst nicht bewegen. Doch sobald sie sich bewegt sinkt sie mit jedem Schritt immer tiefer. Die Frau rettet sich schließlich, indem sie sich auf den Rücken legt und so verhält, wie jemand, der in das Eis einbricht. Vor einer Nachahmung, in einem echten Moor, wurde ausdrücklich abgeraten und gewarnt, weil in einem echten Moor eben die Temperaturen so niedrig sind, die Testperson durchtrainiert war und in der Realität das rettende Ufer oft weit entfernt ist.

Andreas
schrieb am 05.11.2009, 00:11 Uhr
Kleiner Tippfehler: Alles hat natürlich eine Dichte von 8000 und nicht 8 kg/ m*m*m. Und das Moor aber möglicherweise nur eine die zwischen 1100 und 2000 liegt.

Andreas
schrieb am 04.11.2009, 23:58 Uhr
Ich beide Sendungen also Kopfball und Wissen vor Acht gesehen und hätte ob wohl ich Rangas Sendungen (alle) phantastisch finde einige inhaltliche Randbemerkungen zu seiner Letzten zu machen. Ich habe selber in einer Übung beim Bund, versucht in Uniform Soldaten vor dem Ertrinken zu retten und auf Grund der vollgesogenen Uniform ? meiner und die des zu Rettenden - , dem Gewehr, der Munition und den Gegenständen mit einer Dichte größer als 1 die ja alle gegen meinen Auftrieb eine Gegenkraft darstellen kaum eine Chance. Also erste Regel Klamotten runter die rauben durch die Strömungsverluste und der Wasserreibung der ?wehenden Kleidung? riesig Kraft und ziehen Dich ja auch nur herunter und dann schnell machen den Unterkühlung kann innerhalb von 3 Minuten zu sagen wir mal freundlich Handlungsunfähigkeit führen. Um nun Rangas Aussage und seinen Versuch und das tut mir auch echt leid völlig auseinander zu nehmen sollte noch folgende Überlegung angestellt werden. A Ein Taucheranzug aus Neopren schützt nicht nur vor Kälte sondern gibt auf Grund des aufgeschäumten Materials (Luftbläschen) eben auch zusätzlichen Auftrieb. Der Aspekt B ist dann eher Mythologisch zu sehen und das war mein Grundgedanke. Wenn den das Moor für Reisende so gefährlich war dann ja wohl möglicherweise deshalb weil diese alles was sie hatten wie ich beim Bund am Körper trugen. Historisch betrachtet also ihre ganze Barschaft damals Münzen, da Kreditkarten ja noch nicht erfunden waren, Waffen und vielleicht auch ein Brustschild oder Kettenhemd. Leider hat alles das eine Dichte von mindestens 8 kg/m*m*m und wird dadurch unserem Reisenden zum Verhängnis. Tja, was soll ich sagen rein Mythologisch denke ich das ein Moor früher für Reisende richtig große Gefahren barg. Trotzdem Ranga Danke für alle anderen Beiträge. Andreas aus Kiel

Anonym
schrieb am 04.11.2009, 18:07 Uhr
Hallo! Ja und was ist denn nun mit den Kollegen von ProSieben, in der Sendung Galileo Mystery? Aiman´s Team kommt zu dem Schluß, dass man im Frühjahr und im Herbst im Moor wirklich versinken kann, weil da der Boden aufgeweicht ist. Es wurde Sommer und Frühjahr, bzw. Herbst in einem Versuch getestet. Allerdings nicht in einem echten Moor. Das muß man fairerweise auch noch erwähnen.

Kopfball-Redaktion
schrieb am 04.11.2009, 18:07 Uhr
Hallo "Anonym"! Unter welchen Bedingungen die Kollegen von ProSieben ihre Experiment durchgeführt haben, können wir nicht beurteilen. Jedenfalls besteht die Gefahr der Unterkühlung zu jeder Jahreszeit. Viele Grüße, das Kopfball-Team

Stefan
schrieb am 30.10.2009, 20:17 Uhr
ja, frag ich mich jetzt auch: Wer hat Recht, Ranga oder das Kopfball Team ?

Kopfball-Redaktion
schrieb am 30.10.2009, 20:17 Uhr
Liebe Martina, lieber Stefan! Wenn man's genau nimmt, haben beide Recht... Rangas Argumentation zielt auf den Mythos ab, man würde vom Moor in den Abgrund gezogen und würde deswegen ertrinken. Das kann wegen des Auftriebs nicht passieren. Eine viel größere Gefahr, die das Moor birgt, ist allerdings dessen Temperatur! Egal ob Sommer oder Winter - der Morast ist so kalt (in unserem Fall waren es frostige 8°C), dass sich ein Mensch schon nach wenigen Minuten nicht mehr bewegen und so auch nicht mit eigener Kraft befreien kann! Das musste auch Kopfball-Reporter Burkhardt am eigenen Leib erfahren (Ranga trug in seinem Selbstversuch einen Tauchanzug)! Auch wenn man im Moor durch den Auftrieb nicht nach unten gezogen wird, stellen Schock (durch plötzliches Einbrechen), Unterkühlung und der damit verbundene Kräfteverlust echte Gefahren dar!

Martina
schrieb am 30.10.2009, 20:04 Uhr
Tja, was denn nun, Ranga(Wissen vor 8) meint das man im Moor nicht untergeht! ;-)) Wer hat denn recht??

Johannes
schrieb am 25.10.2009, 09:49 Uhr
da möchte ich nicht hinkommen in ein moor

Anonym
schrieb am 22.10.2009, 16:28 Uhr
toll

600 Moorleichen in Deutschland

Kopfball-Reporter Burkhardt begibt sich in das Hochmoor bei Diepholz. Er möchte ein wenig Licht in das mythische Dunkel des Moores zu bringen – im Selbsttest. Der Mythos der Moorlandschaften beruht größtenteils auf den angeblich unter mysteriösen Umständen umgekommenen Menschen: den Moorleichen. Allein 600 davon wurden in deutschen Mooren entdeckt. Bisher wurde angenommen, dass die meisten Moorleichen Opfer eines brutalen Verbrechens waren. Neueste Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, dass viele von ihnen eines natürlichen Todes gestorben sind. Vermeintlich gewaltsam zugefügte Verletzungen hatten in Wirklichkeit keine kriminelle Ursache. Demnach wären mehr Menschen Opfer des Moores geworden als bisher angenommen.

Der nächste Schritt ist immer der Gefährlichste

Damit Burkhardt nicht unfreiwillig aus dem Reporter-Dienst ausscheidet, wird er auf seinem unvorhersehbaren Weg über schwankenden Schwingrasen und matschigen Morast begleitet und für den Fall der Fälle zusätzlich mit einem Seil gesichert. Denn bei jedem Schritt kann man durch die dünne Pflanzendecke brechen und in metertiefem Moorschlamm versinken. Und genau das passiert mit Burkhardt: Er versinkt bis zur Brust in den acht Grad kalten Moorgrund. Obwohl es Tag ist und obwohl er gesichert ist, merkt Burkhardt schnell, dass dies eine lebensgefährliche Situation ist. Mit letzter Kraft kann er sich nach einigen Minuten aus dem Sumpf befreien. Wie es ihm danach geht – und warum man unter normalen Umständen kaum eine Chance hat, aus dem Sumpf herauszukommen, seht ihr im Film.

Das Moor vergisst nie

Moorleichen sind größtenteils sehr gut erhalten, da das Moor aufgrund seines hohen Säuregehaltes und des fehlenden Sauerstoffs konservierende Eigenschaften besitzt. Berühmt ist der Tollund-Mann – eine Moorleiche, die 1950 gefunden wurde. Er liegt heute im dänischen Silkeborg-Museum und starb vermutlich vor etwa 2300 Jahren!

Text Sebastian Rams

Film VisualBridges: Daniel Haase und Sebastian Rams mit Burkhardt Weiß



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