Sendung vom 08. November 2009
Till Remmlinger fragt:
James Bond und Jackie Chan haben es vorgemacht: Auf der Flucht vor Geheimagenten, Bösewichten und anderen Verfolgern springen sie von Haus zu Haus und landen in schwindelerregender Höhe an der Dachrinne. Atemberaubende Bilder – doch ist das, was wir unseren Filmhelden ohne weiteres zutrauen, auch tatsächlich möglich? Diese Frage hat sich Kopfball-Zuschauer Till Remmlinger gestellt. Er will wissen: "Ist die Regenrinne für so einen Stunt stabil genug, und hat ein Mensch überhaupt genug Kraft, um sich nach dem Sprung daran festzuhalten?" Klas testet das todesmutig zusammen mit Stuntman Tom Hangarter.
Fantasiename
schrieb am 19.02.2012, 13:50 Uhr
eine Gefährliche Sache!!!
Und echt Schmerzhaft!!!
Hersteller von Dachrinnen beteuern: Solang eine Dachrinne entsprechend befestigt ist, hält sie das Gewicht eines Menschen aus. Allerdings warnen sie Dachdecker davor, bei der Montage auf die Regenrinne zu treten. Denn die sind dafür schlicht und einfach nicht gebaut. Ob eine Regenrinne einen Sprung aushält, wurde allerdings bislang noch nicht getestet. Klar ist, dass es von der Fallhöhe abhängt. Je länger der Fall, desto mehr Kraft wirkt auf die Dachrinne, und desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie hält. Klas probiert das aus. Damit es für ihn etwas einfacher ist, springt er nicht an die Regenrinne, sondern lässt sich von einem Hubwagen, der direkt an der Regenrinne steht, auf die Regenrinne fallen. Bereits nach einem Meter Fallstrecke wirkt fast das Vierfache von Klas Körpergewicht auf die Dachrinne: gut 300 Kilogramm. Dieser Belastung ist sie zwar noch gewachsen. Aber bereits so ein kleiner Hüpfer hinterlässt Spuren: Die Dachrinne ist deutlich verbogen.
Als Klas dann im nächsten Versuch genau auf der Höhe der Dachrinne abspringt, hat er schon keine Chance mehr, sich überhaupt noch an der Regenrinne festzuhalten: Seine Hände rutschen ab. Kein Wunder, denn nach einer Fallstrecke von 1,8 Metern hätte er bereits das Siebenfache seines Körpergewichts halten müssen – also etwa eine halbe Tonne! Nicht mal geübte Turner schaffen das. Aus der Biomechanik weiß man, dass sie am Reck kurzfristig gerade noch das 6-fache ihres Körpergewichts schaffen. Aber auch die Dachrinne ist diesen Kräften nicht gewachsen. In einem Versuch mit einem Dummy reißt sie einfach ab.
Doch wie schaffen unsere Helden dieses Kunststück im Kino? Mit welchen Tricks nicht nur in Hollywood gearbeitet wird, damit der Sprung im Fernsehen dann aussieht wie aus einem Guss, seht ihr im Film.
Film VisualBridges: Jonas Lang mit Klas Bömecke
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