Sendung vom 03. Januar 2010
Steffen Fuchs fragt:
Die meisten Lautsprecher bestehen nur aus wenigen Teilen. Trotzdem können sie die Klangvielfalt eines ganzen Orchesters wiedergeben. Wie ist das möglich?
Anonym
schrieb am 12.01.2010, 17:26 Uhr
hätte auch mehr erwartet
Wolf
schrieb am 04.01.2010, 19:16 Uhr
Der Kommentar von Hern Ludwig Schultz trifft genau zu.Ich hätte ihn nicht anders geschrieben.
Mit freundlichen Grüßen
Wolf
Ludwig Schultz
schrieb am 03.01.2010, 17:26 Uhr
Hi ihr lieben... eine wirklich gute Erklärung über Schalldruck und Frequenzen aber wie ein Lautsprecher funktioniert habt ihr gar nicht erwähnt?! wie es zum klang kommt, durch Wechselstrom einer Spule und warum da hinten ein so komischer Magnet dran ist und der ganze elektromagnetische Vorgang fehlte leider... Ich weiß ja nun leider nicht genau wie die Frage des Zuschauers war, aber die Frage wie ein Lautsprecher genau funktioniert ist glaub ich nicht vollständig erklärt worden. Seid mir nicht böse, ich mag die Sendung sehr und find es toll was ihr dort alle macht, nur der Vollständigkeit halber eine konstruktive Kritik!!!
mfg
Ludwig
Dennis
schrieb am 03.01.2010, 12:38 Uhr
Sehr guter Beitrag!
Gewöhnliche Lautsprecher sind über zwei Kabel mit einem Verstärker verbunden. Im Falle eines einzelnen, reinen Tons fließt ein regelmäßig wechselndes elektrisches Signal durch die Kabel, das die Membran des Lautsprechers im gleichen Rhythmus vor- und zurückbewegt. Diese mehrmals pro Sekunde hin- und herschwingende Membran verdichtet und verdünnt abwechselnd die Luft davor. Dadurch entsteht eine Druckwelle, die sich durch die Luft im ganzen Raum ausbreitet und das Trommelfell im Ohr des Hörers in Schwingungen versetzt und dann als Ton wahrgenommen wird.
Durch unterschiedlich schnelle Schwingungen kann ein Lautsprecher unterschiedlich hohe Töne produzieren. Je schneller die Schwingung, desto höher ist der Ton. Das Tolle beim Lautsprecher: Er kann verschiedene Töne nicht nur nacheinander, sondern auch gleichzeitig erzeugen. Denn Schallwellen können sich in der Luft überlagern. Zwei unterschiedlich hohe Töne kommen nicht getrennt am Ohr an, sondern vermischen sich in der Luft zu einer einzigen Welle. Selbst wenn ein ganzes Symphonie-Orchester spielt, überlagern sich all diese verschiedenen Klänge auf dem Weg zum Hörer. Eine solche komplexe Schwingung kann ein Lautsprecher direkt erzeugen, indem die elektrischen Signale der verschiedenen Töne einfach vorher schon zusammengemischt werden. Im Falle zweier Einzeltöne legt sich die schnelle Schwingung des hohen Tons über die langsamere Grundschwingung des tiefen. Auf diese Art lassen sich beliebig viele andere Töne hinzufügen und diese komplexe Welle ist es dann, die zum Beispiel von einer CD ausgelesen, verstärkt und schließlich vom Lautsprecher in Schwingungen umgesetzt wird.
Im Beitrag testen die Kopfball-Reporter Isabel und Burkhardt, mit welchen Signalen ein Verstärker den Lautsprecher versorgt und wie sich die Schwingungen überlagern, wenn ein Lautsprecher gleich mehrere Töne auf einmal erzeugt. Mit den Aufnahmen einer Zeitlupen-Kamera lässt sich noch einmal ganz genau beobachten, wie sich die Lautsprecher-Membran bewegt, die für die Klangerzeugung letztlich entscheidend ist.
Film VisualBridges: Tobias Schlößer mit Isabel Hecker und Burkhardt Weiß
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