08.02.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
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Sendung vom 21. Februar 2010

Norbert Kostka aus Lengerich fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Wie sicher waren Ritter in ihren Metallrüstungen, wenn die Gegner mit Pfeil und Bogen angriffen?

Die Schlacht von Azincourt im Jahre 1415: Das englische Heer steht den zahlenmäßig überlegenen französischen Truppen gegenüber. Doch bevor es zum Kampf Mann gegen Mann kommt, schlägt die Stunde der englischen Bogenschützen. Aus mehreren Hundert Metern Entfernung feuern sie Tausende Pfeile in einem großen Bogen auf die Gegner. Aber war ein solcher Pfeilhagel für einen Ritter in voller Rüstung überhaupt gefährlich? Das wollte Norbert Kostka wissen und Kopfball macht den Test.

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Kommentare

Einträge: 9

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schrieb am 03.11.2011, 10:00 Uhr
Nicht der bogen hat 40 killogram, gemeint ist, das mann mit einer kraft von bis zu 40 Kg ziehen muss um eine entfernung von ca 200 zu bewältigen,

reiner
schrieb am 22.02.2011, 14:43 Uhr
doch allerdings hat er nahe der naht getroffen wo die rüstung noch dicker ist und nicht die vollständiege energie zentral abgegeben wird. Auch passt das verhältniss mit dem auto, das karosserie blech ist zwar dünn doch dafür sind die meisten bögen eher schwach und das blech hat eine bessere qualität als früher

Grachus
schrieb am 25.04.2010, 12:16 Uhr
Was wesentlich wichtiger ist, das ist dass z.B. ein Autoblech heutzutage etwa 0,7mm hat, das Auto im Video, da es ein älteres Modell ist vielleicht 0,9. Würde man Autokarosserien so dick machen wie es Rüstungen waren - ca. 1,5mm-2mm - dann würde jeder Unfall tödlich enden, da das Auto keine Knautsch-Zone aufweisen würde, da diese sich nur schwer verformen würde. Es gibt auf Youtube einen Test, bei dem eingeübte Langbogenschützen mit englischen Warbows auf 2mm dicke Platten schießen (auf ca. 100 Meter Entfernung) und die so durchlöchern.

Luitz
schrieb am 21.04.2010, 18:50 Uhr
Im Film hatten die meisten Schützen nur leichte Pfeile(ca.30g) und auch schwache Bögen. Im Mittelalter wurden über 120 Pfund und Pfeile mit ca.80 - 100 g geschossen. Da gab es nur den Schutz durch sehr starke Schilde.

Noti
schrieb am 09.03.2010, 10:59 Uhr
Die Frage ist ob der verwendete Stahl mit dem im Mittelalter gebräuchlichen vergleichbar ist. Ich denke der hier verwendete Stahl z.B. Karosserieblech ist wesentlich hochwertiger. Damit hätten die Bögen damals mehr Schaden angerichtet als bei dem Experiment.

Flo
schrieb am 03.03.2010, 23:50 Uhr
Gutes Ziel, der Mann! Aber ob sein Bogen wirklich fast 90 Pfund hat bezweifle ich. Ich vermute er meine 40 Pfund, nicht Kilogramm

dblmg
schrieb am 22.02.2010, 23:23 Uhr
Dabei konnten sich jedoch nur die reicheren Ritter Pferde leisten. So große Armeen mit dermaßen vielen Pferden wie in dem Film "Königreich der Himmel" gab es nur selten.

Tobias
schrieb am 21.02.2010, 13:45 Uhr
Der Massenbeschuss durch ca. 6000 Bogenschützen hatte noch einen anderen Effekt. Bei bis zu 60.000 Pfeilen pro Minute (ein guter Schütze konnte bis zu 10 Pfeile pro Minute abschiessen) regnete es dermaßen viele Pfeile, dass nicht nur die Rüstungen, sondern auch Lücken in der Panzerung und die nur teilweise gepanzerten Pferde getroffen wurden. Es kam beim Langbogen auf die Masse der Pfeile an ("Maschinengewehr des Mittelalters") und weniger auf den individuell geschossenen Pfeil.

Jörg Kirstner
schrieb am 21.02.2010, 12:12 Uhr
Im Beitrag sieht man allerdings, dass die Pfeilspitze nur gut einen Zentimeter tief eindringt. Wenn man nun berücksichtigt, dass ein Ritter unter der Rüstung zunächst ein Kettenhemd und darunter ein Gambeson trug, unter dem er dann noch seine Unterkleidung an hatte, dürfte ein solcher Pfeil keine oder zumindest keine ernsthafte Verletzung verursacht haben.

Mittelalterliches Bogenschießen – eine Frage von Kraft und Technik

Pfeil und Bogen konnten zur tödlichen Waffe werden. Um die richtige Technik zu erlernen und die erforderliche Kraft aufzubringen, mussten die Bogenschützen allerdings viele Jahre trainieren. Schon das Spannen des mittelalterlichen Langbogens brauchte viel Kraft – umgerechnet immerhin 40 Kilogramm. Wenn er dann noch geeignete Pfeile nutzte, war es für einen guten Bogenschützen kein Problem, über eine Distanz von über 200 Metern zu schießen.

Die Wucht der Pfeile

Der Pfeil eines Langbogenschützen erreichte eine Geschwindigkeit von bis zu 180 Kilometern pro Stunde. Aus kurzer Distanz durchbohrte er problemlos die ein bis zwei Millimeter dicke Stahlrüstung eines Ritters, wenn der Schütze eine passende massive vierkantige Pfeilspitze verwendet hatte. Mit dünnen langen Pfeilspitzen hingegen konnte man die Ringe von Kettenhemden sprengen und breite Spitzen mit Widerhaken bohrten sich in das Fleisch der gegnerischen Pferde.

Aber behält ein Pfeil auch auf einer Distanz von über 100 Metern seine Durchschlagskraft? Burkhardt hat das mit Freunden des mittelalterlichen Langbogens in Gütersloh ausprobiert und Erstaunliches herausgefunden.

Text Max Ostendorf

Film VisualBridges: Max Ostendorf und Wolfgang Meschede mit Burkhardt Weiß



Kopfball - weitere Informationen zur Sendung


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