Sendung vom 07. März 2010
Milan Heinzmann fragt:
In Krimis sieht es immer so einfach aus: Der Kommissar steht verzweifelt vor einer geschlossenen Tür. Er zögert kurz, tritt einen Schritt zurück, hebt seine Pistole – und schießt das Türschloss mit einem einzigen Schuss auf. Aber geht das überhaupt? Oder gehört der Schuss als Türöffner zu den sonderbaren Phänomenen, die es nur im Fernsehen gibt, nicht aber im wirklichen Leben?
Bettina Klement
schrieb am 30.05.2011, 16:12 Uhr
Mit 19 Schuss geht die Türe auf...im Film sieht das sehr einfach aus...ich habe mich mit dem Waffenexperte unterhalten...
Gott
schrieb am 11.04.2010, 16:54 Uhr
Kann es nicht sein, dass ihr auf die ganz falsche Stelle geschossen habt? Ich dachte, wenn man genau auf das Schloss zielt, würde die Tür eher schon aufgehen... Und wegen den Spezialeffekten: Beim Tatort sieht das aber besser aus, das Loch war ja an der ganz falschen Stelle.
tischler
schrieb am 13.03.2010, 20:06 Uhr
mit dem ballern erreicht man das die tür nicht mehr aufzuschließen ist. bohr ich den zylinder auf bin ich in 3 minuten drin. knacke ich ihn dann in 2 minuten. mit piccering ohne spuren zu hinterlassen auch nicht länger.
Schneider
schrieb am 07.03.2010, 20:35 Uhr
Sie haben Im Film eine Haustür gezeigt.
Sind diese nicht Metallverstärkt.
Wie sieht das bei eine Zimmertür ohne Metall nur Holzspanfüllung aus?
Massive Holztüren sind auch selten.
MfG Schneider
Kopfball-Reporterin Isabel wagt einen Versuch mit dem Kölner Waffenexperten Manfred Schmitz. Zusammen testen sie, ob man das Stahlschloss einer Wohnungstür mit einer Pistole aufschießen kann. Die Waffe der Wahl ist keine normale 9mm-Polizei-Pistole, sondern ein größeres Kaliber: eine 45er, wie man sie aus Hollywood-Filmen kennt. Manfred Schmitz weiß, dass es nicht ausreicht, auf das Türschloss zu zielen; man muss schon die beiden Türriegel treffen. Nach dem ersten Schuss lässt sich die Tür jedoch nicht öffnen. Auch nach sechs weiteren Schüssen bleibt die Tür zu. So einfach wie im Fernsehen ist es also in Wirklichkeit nicht: Ganze 19 Mal muss der Profi schießen, bis die Tür aufgeht.
Wenn es so schwierig ist, eine Tür aufzuschießen, wie
macht man das beim Fernsehen? Isabel besucht die Dreharbeiten zum
Kölner Tatort und schaut den Tatort-Kommissaren Klaus Behrendt
alias Max Ballauf und Dietmar Bär alias Freddy Schenk bei
ihrer Arbeit über die Schulter. Mit ihren Pistolen können
die Fernseh-Kommissare natürlich nicht richtig schießen
– und Türschlösser bekommen sie damit erst recht
nicht auf. Deshalb schicken sie Isabel zum Spezialeffekt-Experten
Andreas Korth. Bei ihm wirft Isabel einen Blick in die
Fernsehtrickkiste. Die Überraschung: Es wird nicht mit
Schusswaffen gearbeitet, sondern mit einer kleinen Sprengladung in
der Tür. Wie das genau geht, seht ihr im Film.
Außerdem: Was passiert, wenn man nicht mit einer Pistole,
sondern mit einem typischen Gewehr von Spezialeinheiten
schießt? Ob sich eine Tür damit aufschießen
lässt, verrät ebenfalls der Film.
Film VisualBridges: Daniel Haase mit Isabel Hecker
Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.
© WDR 2012