Sendung vom 14. März 2010
Charlotte Keppeler aus Tübingen fragt:
Kopfball-Zuschauerin Charlotte Keppeler aus Tübingen möchte wissen, warum es so schwer ist, im Sturm zu atmen. Das ist ein Fall für die Action-Experten Klas Bömecke und Dirk Gion. Auf einem alten Flughafen lässt sich Klas mit Seilen und Karabinern auf einem Pick-up festschnallen. Dirk setzt sich ins Auto und fährt los. Bei 100 km/h fällt Klas Bömecke das Atmen zwar schwerer, doch möglich ist es allemal; selbst bei einer Geschwindigkeit, die einem Orkan entspricht – also ab 118 km/h. Und bei Tempo 160 hat er zwar viele Fliegen im Gesicht – aber atmen kann er immer noch.
Das ändert sich allerdings, sobald er den Kopf um 90 Grad zur Seite dreht. Dann strömt die Luft am Kopf vorbei. Direkt vor seinem Mund entsteht ein Unterdruck, der ihm die Atemluft aus dem Mund saugt. Mit gefärbtem Wasser in einer Karaffe geht er dem Phänomen nach: Mit steigender Geschwindigkeit wird – wie von selbst – immer mehr Wasser aus dem Behälter herausgesaugt (Bernoulli-Effekt).
Kann das bedeuten, dass man eventuell tatsächlich nicht mehr atmen kann, wenn man mit noch höherer Geschwindigkeit unterwegs ist? Das testet Klas in einem Windkanal in Emmellord in den Niederlanden. Die Ergebnisse ähneln denen auf dem Flugplatz: Selbst bis zu einer Windgeschwindigkeit von 235 km/h kann Klas atmen. Doch wenn er den Kopf zur Seite dreht, fällt das Atmen aufgrund des zunehmenden Unterdrucks in Mund und Nase immer schwerer.
Im Film siehst du außerdem, bis zu welcher Windgeschwindigkeit sich ein Mensch auf den Beinen halten kann. Kopfball-Zuschauerin Ursula Kramer aus Schöneck wollte nämlich wissen: Bei welcher Windgeschwindigkeit hebt ein Mensch ab?
Film Christoph Fleischer und Dirk Gion mit Klas Bömecke
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