Sendung vom 28. März 2010
Rafael Ohana aus Düsseldorf fragt:
Bis zu 40 Meter lang, acht Meter hoch und bis zu 100 Tonnen schwer: Dinosaurier sind die größten und schwersten Tiere, die je auf der Erde gelebt haben. 170 Millionen Jahre haben sie das Leben auf unserem Planeten beherrscht: in der Zeit zwischen 235 und 65 Millionen Jahre vor heute. Aber woher weiß man überhaupt, wann die Dinosaurier gelebt haben?
laie (an geologen)
schrieb am 30.03.2010, 01:50 Uhr
was ist denn nicht schlüssig?
Geologe
schrieb am 29.03.2010, 16:54 Uhr
In sich nicht ganz schlüssig, dafür verständlich umgesetzt. In knapp 10 Minuten kann man wahrscheinlich nicht mehr erwarten.
Lehrer
schrieb am 28.03.2010, 09:56 Uhr
sehr schöner Film! Warum die Sedimentablagerungen nicht horizontal liegen, bleibt offen, ansonsten aber gut!
Burkhardt begegnet den Überresten der Dinosaurier im Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn. Inmitten der Skelett-Rekonstruktionen der Urzeit-Giganten trifft er den Mineralogen Dr. Thomas Tütken, der ihn in die Geheimnisse der Dino-Altersbestimmung einweiht. Gefundene Überreste wie Knochen oder Zähne liefern selbst keinen Hinweis auf ihr Alter. Im Lauf der Millionen Jahre wird die ursprüngliche Knochensubstanz durch Mineralien aus dem Boden ersetzt. Die gefundenen "Knochen" bestehen also nicht mehr aus Knochenmaterial, sondern sind versteinert. Und ohne Original-Knochensubstanz gibt es für die Wissenschaftler keine Anhaltspunkte, um das Alter zu bestimmen.
Die Wissenschaftler nähern sich dem Alter der gefundenen
Überreste an, indem sie die Gesteinsschichten am Fundort
identifizieren. Von vielen Gesteinsformationen ist bekannt, zu
welchem Zeitpunkt der Erdgeschichte sie entstanden sind. Doch in
der Regel kann man so nur sagen, welche Schicht älter oder
jünger als eine benachbarte ist.
Finden die Forscher zusätzlich sogenannte Leitfossilien in der
Nähe des Fundortes, kann das Alter genauer bestimmt werden:
bis auf etwa zwei Millionen Jahre. Leitfossilien sind ausgestorbene
Tierarten, die nur für kurze Zeit gelebt haben, und deren
Alter die Wissenschaftler aus Untersuchungen recht genau kennen.
Doch es gibt eine weitere Möglichkeit, das Alter eines Millionen Jahre alten Fundstücks zu bestimmen: Manche Gesteine beherbergen eine innere Uhr in Form chemischer Elemente, die mit der Zeit radioaktiv zerfallen. Zum Beispiel verwandeln sich Uran-Atome mit bekannter Geschwindigkeit in das Element Blei. Mit Hilfe eines Massenspektrometers können Wissenschaftler in Gesteinsproben die Uran- und Blei-Menge messen und aus deren Verhältnis das absolute Alter des Gesteins – und damit auch des Fundes – auf 500.000 Jahre genau bestimmen. Je weniger vom Ausgangselement Uran und je mehr vom Zerfallsprodukt Blei gemessen wird, desto älter sind die Gesteine und auch die darin gefundene Überreste der Dinosaurier.
Film Visual Bridges: Sebastian Rams mit Burkhardt Weiß
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