Kopfball
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Sendung vom 28. März 2010

Christian Hardt aus Essen fragt: Wertung: 3.5 von 5 möglichen Sternen

Wie wurden die Brückenpfeiler antiker Steinbrücken innerhalb eines Flusses errichtet?

In der ältesten Stadt Deutschlands steht der älteste römische Brückenbau nördlich der Alpen: die Trierer Römerbrücke. Mitte des 2. Jahrhunderts wurde sie erbaut. Christian Hardt aus Essen hat sich gefragt, wie es die Römer damals schaffen konnten, mitten im Fluss Brückenpfeiler zu errichten. Die Kopfball-Reporter Isabel und Klas sind mit Dr. Klaus Grewe vom Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege verabredet. Gemeinsam möchten sie nach antikem Vorbild genau das machen: einen Brückenpfeiler in einem Fluss errichten.

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Kommentare

Einträge: 11

Zuckerwatte
schrieb am 23.04.2014, 10:41 Uhr
Total interessant und hilfreich.

Viktor
schrieb am 23.04.2014, 10:39 Uhr
wirklich hilfreicher Film auch total interessant und Spass haben sie auch nicht weggelassen.

gaylord_sinan
schrieb am 17.12.2013, 12:28 Uhr
hilfreicher Film

Mirijam
schrieb am 23.11.2011, 20:42 Uhr
Danke :D Perfekt für mein Geschi-Referat :)

Tim Lauer
schrieb am 19.08.2011, 15:04 Uhr
Super spannend die Vorgehensweise!

schüler ;)
schrieb am 07.07.2011, 15:08 Uhr
danke für dieses tolle video.... musst genau zu dem thema nen referat machen und dieses video hat perfekt gepasst... :)

Arne
schrieb am 05.09.2010, 02:50 Uhr
Ich frage mich auch, wie man die ganzen Schritte als Römer in einem Fluss wie der Mosel absolviert. So große Bretter mitten in einen Fluss und exakt an die Position zu bekommen ist ja gar nicht mal so leicht. Gut die Position kann man vielleicht noch mit einem gespannten Seil und Knotenpunkten finden, aber es bleibt die Frage der Pfosten und Spundwände.

m
schrieb am 30.03.2010, 01:41 Uhr
hmm... am anfang heißt es, dass sie sich zum brückenbau flussstellen aussuchten, an denen das wasser flach ist. was auch eine starke strömung ausschließt.

Nico
schrieb am 28.03.2010, 12:36 Uhr
Ja genau das frage ich mich auch, der Film hat die Frage nicht hinreichend beantwortet! Denn wie will man diese Spundbalken mitten im Fluß im tiefen Wasser errichten?

Christian
schrieb am 28.03.2010, 11:38 Uhr
Wie wurden die Holzwände im tiefen Wasser und bei großer Strömung versenkt?

Lehrer
schrieb am 28.03.2010, 10:08 Uhr
Wunderbar lebendiger Film, tolle Teamarbeit!

Römisch bauen heißt geplant bauen

Wie die Römer möchten sich Isabel und Klas durch Wasser und Schlamm bis zu einer festen Bodenschicht durchgraben. Das geht nur mit Hilfe von Holzrahmen, sogenannten Spundwänden. An einer möglichst flachen Stelle im Fluss wird die Baustelle mit vier Pfosten markiert. Um die Pfosten herum verlegen die Kopfball-Reporter die erste Lage der äußeren Spundwand. Durch Einkerbungen an den Enden lassen sich die Balken zu einem Rahmen zusammenstecken, den sie dann im Schlamm absenken.

Eine Brücke baut man nicht an einem Tag

Tag zwei der Kopfball-Brückenbau-Aktion: Mit frischen Kräften legen die Reporter eine zweite Lage an Brettern auf und vertiefen den entstehenden Holzkasten weiter. Doch es läuft ständig Wasser in die Grube. Das erschwert das Untergraben der Spundwände. Klaus Grewe kennt die Methoden, mit denen die Römer das Wasser aus den Pfeilerbaustellen schöpften: Damals gab es Wasserräder, Wasserschrauben und auch Pumpen. Mit dem Nachbau einer römischen Feuerwehrspritze pumpen Isabel und er das Wasser aus der Grube während Klas den Kasten weiter aushebt, bis er endlich auf eine feste Bodenschicht stößt. Für den Kopfball-Brückenpfeiler ist dieser Grund stabil genug.

Der Brückenpfeiler entsteht

Nun wird innerhalb des Holzkastens eine zweite Spundwand zusammengesteckt und verlegt. Isabel und Klas füllen den Raum zwischen den beiden Holzwänden mit Ton aus. Das dichtet den Kasten wasserdicht ab. Immerhin zwei Mischkübel Ton passen dazwischen. Wenn man überlegt, dass für jeden Pfeiler der Trierer Römerbrücke im Schnitt über 150 Kubikmeter Ton benötigt wurden (gut 100 Lkw-Ladungen heutzutage), wird klar, welch unglaublicher Aufwand dafür vor bald 2000 Jahren nötig war. In der abgedichteten und trockengelegten Baustelle kann schließlich weitergearbeitet werden, ohne nasse Füße zu bekommen. Alle helfen mit und stapeln schwere Steinquader zu einem kleinen Brückenpfeiler übereinander. Der Zwischenraum zwischen Spundwand und Pfeiler wird noch mit Bauschutt aufgefüllt. Die Spundwände bleiben auch nach der Fertigstellung des Pfeilers im Boden, um den Pfeiler vor Unterspülung zu schützen.

Jetzt käme eigentlich Pfeiler Nummer zwei an die Reihe – und dann könnte man schon den ersten kleinen Brückenabschnitt bauen. Aber zum Glück hatte Kopfball-Zuschauer Christian Hardt ja nur danach gefragt, wie früher die Brückenpfeiler im Fluss errichtet wurden ... Also Feierabend für die Schwerst-Arbeiter von Kopfball.

Text Axel Bach, Dirk Gilson, Tobias Schlößer

Film VisualBridges: Dirk Gilson, Tobias Schlößer mit Klas Bömecke und Isabel Hecker



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    11:00 Uhr - 11:30 Uhr
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