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Sendung vom 18. April 2010

Christoph Dengler aus Freiburg fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Wieso benötigen Energiesparlampen so viel weniger Strom als Glühlampen?

Energiesparlampen leuchten auf eine andere Art und Weise als Glühlampen und erzeugen auch ein anders zusammengesetztes Licht. Bei Glühlampen geht viel Energie durch unsichtbare Wärmestrahlung verloren. Energiesparlampen geben dagegen ganz gezielt Strahlung im sichtbaren Bereich ab. Im Vergleich zu einer Glühlampe liegt der Stromverbrauch einer Energiesparlampe etwa 80 Prozent niedriger.

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Kommentare

Einträge: 6

Sven Feuerbacher
schrieb am 20.04.2010, 13:54 Uhr
@Bernhard: Ich stimme Ihnen voll und ganz zu, dass Herstellung und Entsorgung ebenfalls betrachtet werden müssten; diese Punkte werden leider meist ignoriert. Allerdings muss auch darauf hingewiesen werden, dass die Frage an das Team nicht war, welche Lampe umweltfreundlicher ist, sondern nur, welche weniger Strom benötigt - ersteres war also hier schlicht off-topic. Ihr Kommentar dass die Sparlampe etwas für Narren wäre, zeugt nicht gerade davon, nicht selbst ein Narr zu sein. Natürlich ist diese Lampe keine Lösung, aber sie stellt trotzdem einen kleinen Baustein dar. Lampen benötigt man im Sommer (fast) genau so oft, da die meisten Lampen heutzutage in Fabrikgebäuden eingesetzt werden, die auch im Sommer eher dunkel sind (ich habe im Hochsommer wochenlang in solchen Gebäuden gearbeitet und weiß, wovon ich rede). Was die erzeugt Wärme angeht: Zum einen befinden sich Lampen meist an der Decke - da hilft die Wärmeabgabe eher wenig. Zum anderen geben selbst 100 Watt-Birnen maximal 95 W als Wärme ab, was im Vergleich mit einem typischen Heizkörper fast vernachlässigbar ist. Zum Quecksilber: beträgt ca. 2 mg pro Lampe, was auf die Lebensdauer bezogen nun wirklich (fast) unproblematisch ist. Vor allem, wenn die Lampe fachgerecht entsorgt wird. Letzter Punkt: Ich warte immer noch auf eine einzige *seriöse wissenschaftliche* Studie, die zeigt, dass hochfrequente Strahlung in irgendeiner Art und Weise für den Menschen gefährlich wäre - vor allem bei diesem niedrigen Intensitäten. Falls Ihnen eine solche Studie bekannt sein sollte, verweisen Sie mich doch bitte darauf.

Kopfball-Redaktion
schrieb am 20.04.2010, 13:54 Uhr
Was das Quecksilber angeht, darf bei einer Gesamt-Bilanz natürlich auch nicht die Quecksilberfreisetzung bei der Stromerzeugung außer Acht gelassen werden. Daher ist die Quecksilberbelastung durch Glühlampem in jedem Fall höher als durch Energiesparlampen.

Was soll diese widerliche Sendung?
schrieb am 20.04.2010, 12:19 Uhr
Hallo KB Team,widerlich! Echt widerlich! So eine "Pro" Energiesparlampen Sendung! Abstoßend! Denn NIE wird der Energieaufwand bei der Herstellung mit berücksichtig! Gesamtprozess betrachtet schneiden die "Energiespar"-Lampen wesentlich schlechter ab! Und: Ich spühre diese Wärme der Lampen gerne! Genau diese Infrarotstrahlung gibt einem das mollige, angenehme Licht! Der Mix aus sichtbarem Licht und nur als Wärme abstrahlende Specktrum macht diese Lampen so einzigartig und angenehm. Nicht zuletzt spricht man von WARMEN Licht! Es ist so furchtbar mit anzusehen, wie die von mir bezahlten öffentlich/rechtlichen Sender so einseitig Themen annehmen.

Kopfball-Redaktion
schrieb am 20.04.2010, 12:19 Uhr
Selbstverständlich wird der Energieaufwand bei der Herstellung mit berücksichtig. Daher wissen wir: Der ist vernachlässigbar.

bernhard kaczmarek
schrieb am 19.04.2010, 12:02 Uhr
Leider wird bei der Sparlampe nie der Energieaufwand bei der Herstellung mit berücksichtig, der muss auch wieder eingespart werden. Hier wäre ein vergleich mit der Glühlampe interessant und die Entsorgung? Nur den reinen Stromverbrauch bei der Lichterzeugung zu vergleichen ist sehr einseitig. Und zu glauben, dass man durch Energieeinsparung die Energieprobleme der Zukunft löst ist total absurd. Die Weltbevölkerung wächst und wächst und verbraucht immer mehr Energie und will immer mehr Wohlstand. Da liegt das wirkliche Problem der Zukunft. Aber für geistige Narren gibt es die Sparlampe. Wer so einseitig die Welt betrachtet ist ein Supernarr. Das Verbieten der Glühlampe ist der erste echte Ökoterror. Glühlampen braucht man, wenn es dunkel ist und das ist im Winter und da kann man auch die erzeugte Wärme gut brauchen. Aber alles was zu gunsten der Glühlampe spricht darf nicht sein. Das hochgiftige Quecksilber ist plötzlich unwichtig. Sparlampen senden auch noch hochfrequente Felder aus. Man soll nicht direkt an einer Sparlampe lesen. usw. Die Wahrheit sucht man auch bei den Grünen vergeblich, die lügen genauso wie die anderen, wenn es um ihre Weltanschauung geht. Der Bericht über die Sparlampe war. wie immer sehr einseitig.

Niederländer Kurt
schrieb am 18.04.2010, 12:39 Uhr
Sehr imposante These!Dabei kann ich eine Glühbirne nicht anfassen,wennsie brennt,wobei ich eine Energiesparlampe anfassen kann:

Energieschleuder als Auslaufmodell

Die Unterschiede im Stromverbrauch sind schon erstaunlich: Die Helligkeit einer 60-Watt-Glühlampe entspricht ungefähr der einer 11-Watt-Energiesparlampe – so steht es zumindest auf den Verpackungen. Glühlampen verbrauchen viel Strom und werden aus diesem Grund schrittweise gesetzlich verboten. Energiesparlampen sind ein geeigneter, aber kein vollständiger Ersatz. Sie funktionieren nach einem anderen Prinzip und erzeugen dadurch ein anders zusammengesetztes Licht als die verschwenderischen Glühlampen.

Die Glühlampe ist eigentlich eine leuchtende Heizung

In der Glühlampe wird, wie der Name schon erahnen lässt, ein Draht zum Glühen gebracht. Bei Temperaturen oberhalb von 2000 °C leuchtet er hell: Es wird Licht in vielen unterschiedlichen Wellenlängen abgestrahlt. Eine Glühlampe hat deshalb ein ausgewogenes Farbspektrum. Das Licht wirkt sehr warm, weil die Farben zum Rot hin immer intensiver werden. Allerdings beschränkt sich die Strahlung einer Glühlampe nicht auf den sichtbaren Bereich, sondern geht noch weit darüber hinaus: Rund 95 Prozent ihrer Energie strahlt eine Glühlampe im unsichtbaren Infrarotbereich aus – die Lampe leuchtet deshalb also nicht heller. Deutlich verbessern lässt sich die Lichtausbeute kaum, denn die unsichtbare, infrarote Strahlung entsteht zwangsläufig, wenn Licht durch Wärme erzeugt wird.

Energiesparlampe: Gezielte Gasentladungen

Energiesparlampen geben im Gegensatz zu Glühlampen ganz gezielt Licht im sichtbaren Bereich ab, so dass viel weniger Energie durch infrarote Wärmestrahlung verschwendet wird. Die kompakten Energiesparlampen bestehen – ähnlich wie die langen, stabförmigen Leuchtstoffröhren – aus einer Glasröhre, die zur Größe einer Glühlampe zurechtgebogen ist. In der Röhre wird beim Einschalten Quecksilber verdampft. Der Quecksilberdampf wird mit Elektronen beschossen. Dadurch wird das Quecksilber ganz gezielt zum Leuchten angeregt und strahlt dabei Licht in einigen wenigen Wellenlängen ab. Ein Teil der so erzeugten Strahlung liegt direkt im sichtbaren Bereich, ein anderer allerdings noch im unsichtbaren Ultraviolettbereich. Deshalb sind Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen mit einem fluoreszierenden Leuchtstoff überzogen. Der wandelt die ultraviolette Strahlung in sichtbares Licht um und ergänzt fehlende Farbtöne – meist im rötlichen Bereich. Zusammen mit den grünen und blauen Spektralfarben des Quecksilbers entsteht weißes Licht.

Im Film sehen Sie, wie die Kopfball-Reporter Isabel und Burkhardt das Spektrum einer Glühlampe und einer Energiesparlampe messen.

Text Tobias Schlößer

Film VisualBridges: Niels Waibel und Tobias Schlößer mit Isabel Hecker und Burkhardt Weiß



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