27.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2010/0425/anschleichtrick.jsp

Sendung vom 25. April 2010

Oskar Cruewell aus Bonn fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Kann man ein umgedrehtes Ruderboot als Tauchglocke nutzen und damit ohne Hilfsmittel über den Meeresgrund laufen?

Im Film "Fluch der Karibik" sieht es ganz einfach aus: Johnny Depp schnappt sich mit seinem Piraten-Kollegen am Strand ein altes Holzboot. Die beiden drehen es umgekehrt über ihre Köpfe. Dann marschieren sie den Strand entlang auf die Wellen zu, tauchen in der Brandung ab und schleichen sich unter Wasser immer weiter, am Boden des Meeres laufend, ganz locker an ein gegnerisches Schiff heran. So können sie zwar nichts sehen, aber ohne Probleme unter Wasser atmen.

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Deine Meinung

Kommentare

Einträge: 11

joey
schrieb am 03.01.2012, 19:30 Uhr
die frage hat mich viele schlaflose nächte gekostet! :D Geniale Sache, ein dickes Kompliment! :)

X-man
schrieb am 02.09.2010, 16:01 Uhr
Coole Sache.

Mikael
schrieb am 10.07.2010, 21:33 Uhr
Liebes Kopfball Team, macht nur weiter so, ihr seit klasse!

Paul
schrieb am 02.06.2010, 17:46 Uhr
genialer film! ;-)

Paul
schrieb am 02.06.2010, 17:46 Uhr
genialer film! ;-)

chris
schrieb am 16.05.2010, 22:44 Uhr
genial und voll witzig gemacht!

Harry
schrieb am 03.05.2010, 18:06 Uhr
Komisch, irgendwie ist mein letzter Beitrag im Nirvana verschwunden, obwohl der kurzfristig hier stand. Da wird doch nicht jemand mit schneller Hand (sachliche und zum Thema gehörende) Kommentare löschen? Also nochmal: Ok, Key Largo ist in Florida, gehört aber zu Karibik, wie im Film deutlich gesagt wird. Warum es günstiger sein soll ein Team nach Florida zu fliegen, als zB einen Tag lang in einem Freibad, Wellenbad, was auch immer in Deutschland zu drehen ist mir immer noch schleierhaft. Und zwei Fragen hätte ich auch noch, wie viele Filme sind denn in welcher Zeit dort gedreht worden? (Den mit den Meerjungfrauen habe ich gesehen, das ist auch ein interessantes Resultat und da sehe ich zumindest ein, dass es in deutschen Gewässern eher selten Seekühe gibt). Gruß, Harry

Victor B.
schrieb am 28.04.2010, 15:45 Uhr
cooles video!!! :)

Harry
schrieb am 26.04.2010, 19:28 Uhr
Hallo, interessantes Ergebnis. Aber: sagt mir bitte, war es dafür wirklich nötig ein ganzes Team in die Karibik zu fliegen? Ich gehe eigentlich davon aus, dass mit meinen GEZ Gebühren sorgsam umgegangen wird!

Kopfball-Redaktion@Harry
schrieb am 26.04.2010, 19:28 Uhr
Lieber Harry, selbstverständlich gehen wir mit den Gebühren sorgsam um. Das ist übrigens der Grund, warum wir in Florida (nicht in der Karibik) gedreht haben. Dort konnten wir innerhalb kürzester Zeit an einem Ort sehr viele Filme drehen. Außerdem war auf das Wetter Verlass. Wenn wir diese Drehs in Deutschland gemacht hätten, wären deutlich höhere Kosten auf uns zugekommen und einige der Filme, die wir in den nächsten Wochen noch zeigen werden, hätten wir hier gar nicht drehen können. Und wenn Sie einen Blick auf den Drehplan hätten werfen können, wären Sie sicherlich nicht freiweillig als Helfer mitgekommen;-)

Egbert
schrieb am 25.04.2010, 23:52 Uhr
Kann mich dem vorigen Kommentar nur anschliessen!!

Zwar einfach möglich, aber nicht ohne Hilfsmittel!

Kopfball-Reporter Burkhardt findet heraus: Grundsätzlich klappt es! Denn unter Wasser bildet sich im umgestülpten Boot eine Luftblase, die nicht nur Piraten in Hollywoodfilmen, sondern auch ihn mit Luft versorgt. Er atmet wie in einer Taucherglocke. Doch Burkhardt gelingt es nicht, das Boot auch nur wenige Zentimeter unter Wasser zu bringen, geschweige denn ohne Hilfsmittel damit am Boden des Meeres weiterzulaufen. Sein Fazit: ein Hollywood-Trick!

Das Archimedische Prinzip gilt überall – nur nicht in Hollywood-Filmen

Die Luftblase, aus der Burkhardt unter Wasser atmet, wirkt wie ein Auftriebskörper. Jeder Liter Luft wird durch das Wasser mit einer Kraft, die etwa einem Kilogramm entspricht, nach oben gedrückt. So muss Burkhardt mit seinem Team fast eine halbe Tonne Blei und Stahl an dem gefluteten und kieloben auf dem Meeresgrund liegenden Boot anbringen. Dann lassen sie Luft aus einer Taucherflasche in den Bootskörper einströmen. So marschieren Burkhardt und Dirk schließlich mit dem Boot über den Grund des Meeres. Echte Knochenarbeit, so einen Hollywood-Trick nachzustellen.

Gesundheitsgefahr beim Auftauchen?

Die Luft in der Luftblase des umgedrehten Bootes wird vom Wasser entsprechend der Tiefe zusammengedrückt. Das heißt: Sie steht unter dem entsprechenden Umgebungsdruck. Das umgedrehte Boot funktioniert wie eine offene Taucherglocke. Burkhardt kann die Luft im Boot somit problemlos in dieser geringen Tiefe einatmen. Eine gesundheitliche Gefährdung könnte erst beim Auftauchen entstehen. Wenn ein Mensch in zwei Meter Tiefe auf 1,2 bar komprimierte Luft einatmet und dann an die Wasseroberfläche schwimmt, ohne dabei auszuatmen, riskiert er Schäden an seiner Lunge. Denn die unter Druck stehende Luft in der Lunge dehnt sich mit abnehmendem Umgebungsdruck (von 1,2 auf 1 bar) aus und überdehnt die Lunge. Gesundheitliche Schäden verhindert Burkhardt, indem er beim Auftauchen gleichmäßig ausatmet und somit "Druck ablässt".

Film buckle-up: Christoph Fleischer und Dirk Gion mit Burkhardt Weiß



Kopfball - weitere Informationen zur Sendung


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