Sendung vom 25. April 2010
Eckhardt Knappert fragt:
Kopfball-Zuschauer Eckhardt Knappert will wissen, bei welcher Fortbewegungsart er für dieselbe Strecke mehr Kalorien verbraucht: beim Radfahren oder beim Spazierengehen. Isabel hat sich schlaugemacht und führt mit Burkhardt als Testperson eine kleine Bewegungsstudie durch.
Ingo
schrieb am 26.09.2010, 19:22 Uhr
Natürlich verbraucht Laufen mehr Kalorien als Radfahren. Wer schon mal einen Marathon gelaufen ist, der weiß, wie leicht es ist die Strecke mit dem Rad zu fahren. Da muss man nicht messen.
Frank
schrieb am 13.05.2010, 18:09 Uhr
@Lisa: Das leuchtet mir nach den Versuchsmaßgaben aber nun wirklich nicht ein! Denn wenn ich bei Euren Fahr- und Gehgeschwindigkeiten bleibe, bedeutet Deine Anwort ja, dass ich dann mit dem Rad doppelt so weit bin, wie zu Fuß. Wenn unter den genannten Geschwindigkeitsunterschieden der Energieverbrauch aber bei 60 (Rad) zu 130 (Pedes) lag, dann müsste die doppelte Zeit (=doppelte Strecke) mit dem Rad damit bei 120 K liegen - und damit immer noch unter dem 10minüten Gang, und nicht, wie von Dir behauptet, darüber...
Lisa
schrieb am 28.04.2010, 12:43 Uhr
Es geht um 2 kilometer und nicht um 25 Kilometer. Und auf die gleiche strecke bezogen kann das gut sein. Wenn man aber die Zeit vergleicht, die man für beides braucht bzw. die Zeit anguckt, dann brauch man für 10 minuten Radfahren mehr Kalorien wie für 10 minuten gehen.
Anonym
schrieb am 27.04.2010, 20:15 Uhr
Toller Beitrag, ich glaube das Gerät heißt aeroman professional und kommt von der aerolution. Das habe ich auf der FIBO gesehen. Tolles Gerät und kompetente Beratung.
@Rainer, 25min nicht 25km. :-)
Roland
schrieb am 26.04.2010, 21:19 Uhr
Den Beitrag fand ich wirklich sehr interessant! Vor allem, die Testmethode hat mich stark beeindruckt. Wie heißt das kleine Gerät, mit dem man die Messung gemacht hat? Wirklich cool. Bis jetzt kannte ich nur große Spiro-Anlagen beim Sportarzt.
Bemerkung an die zwei Wichtigtuer ?Rainer? und ?Anonym?:
Entspannt Euch :-)
Rainer
schrieb am 25.04.2010, 15:32 Uhr
Das "K" vor der Kalorie steht für Kilo!
Das kann man nicht einfach unterschlagen! Ein Fußgänger, der auf 25 Km nur 130 Kalorien verbraucht, muß erst noch geboren werden. Also was soll der Unsinn? Wer für sich den Anspruch erhebt, die Bildung der Jugend voranzutreiben, sollte selbst diese kleinen Unterschiede kennen. Das an das junge Fräulein und den Verfasser des dazugehörigen unteren Textes.
Anonym
schrieb am 25.04.2010, 12:00 Uhr
Und wenn man statt Äpfel mit Birnen Vergleichbares vergleicht, kommt man zu der Erkenntnis, dass man pro Zeiteinheit etwa das gleiche verbraucht. Da das Experiment natürlich keinen wissenschaftlichen Bedingungen entspricht (soll es ja auch nicht), ist das natürlich auch nicht bewiesen. Aus der Perspektive betrachtet, beweist das Experiment nur eins: Man ist (bei gleichem Kalorienverbrauch) beim Gehen langsamer als beim Radfahren (da "viel Arbeit .. in das Heben der Beine und Stützen des Körpers investiert und nicht für die Fortbewegung genutzt [wird]". Eine wahrhaft überraschende Erkenntnis!
Um den Kalorienverbrauch eines Menschen während einer Bewegung zu messen, reicht es aus, dessen Atemluft zu analysieren. Nährstoffe und demnach auch Kalorien werden im Körper mit Hilfe des eingeatmeten Sauerstoffs zerlegt, ganz ähnlich wie beim Verbrennen. Nährstoffe bestehen größtenteils aus Kohlenstoff und Wasserstoff, und die werden mit Sauerstoff zu den Endprodukten Kohlenstoffdioxid und Wasser zersetzt. Die Zusammensetzung der ausgeatmeten Luft von Burkhardt ist daher ein Indiz dafür, wie viele Nährstoffe beziehungsweise Kalorien verbraucht wurden. Mit einem sogenannten Spirometer kann man das messen.
Ein Spaziergang über eine Strecke von zwei Kilometern dauert
bei gemütlichem Tempo etwa 25 Minuten. Auf dem Laufband
lässt sich das gut simulieren. Burkhardt atmet während
des Spaziergangs in das Spirometer und dieses wiederum errechnet
einen Kalorienverbrauch von 130 Kalorien.
Nach einer kurzen Pause setzt sich Burkhardt auf ein
Fahrrad-Ergometer und legt damit eine Strecke von zwei Kilometern
zurück. Dazu braucht er bei einem gemütlichen Tempo von
zehn km/h etwa zwölf Minuten. Das Spirometer misst dafür
einen Verbrauch von etwa 60 Kalorien. Radfahren verbraucht also
– auf die Strecke bezogen – deutlich weniger Kalorien
als Spazierengehen.
Für den höheren Energieaufwand beim Gehen ist in erster Linie die erhöhte "isometrische Arbeit" verantwortlich. Das bedeutet: Viel Arbeit wird in das Heben der Beine und Stützen des Körpers investiert und nicht für die Fortbewegung genutzt, während der Körper beim Radfahren durch das Rad gestützt und der Schwerpunkt konstant gehalten wird. Beim Radfahren fällt also fast nur Pedalarbeit an. Wenn man auf dem Rad nicht in die Pedale tritt, verbraucht man kaum Energie beziehungsweise Sauerstoff, weil der Körper gestützt wird. Beim Gehen muss sich der Mensch dagegen selbst aufrecht halten und die Beine anheben, ohne dass diese Arbeit etwas zur Fortbewegung beiträgt. Deshalb verbrennt man beim Gehen mehr Kalorien als beim Radeln – zumindest bezogen auf die zurückgelegte Entfernung.
Text Niels Waibel
Film VisualBridges: Niels Waibel und Tobias Schlößer mit Isabel Hecker und Burkhardt Weiß
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