Sendung vom 26. September 2010
Jakob und Theresa Summer fragen:
Manche Aquariumbesitzer haben ihren Fischen vielleicht schon mal beim Schlafen zugesehen. Doch sonst dürften nur wenige Menschen einen schlafenden Fisch gesehen haben. Kein Wunder, denn wer taucht schon nachts im Fluss oder im Meer. Das ist erstens ungemütlich und zweitens nicht ganz ungefährlich.
Wie alle Wirbeltiere müssen auch Fische schlafen, um sich zu regenerieren. Dabei wird der Herzschlag verlangsamt und der Energieverbrauch reduziert. Wann Fische schlafen, ist aber längst nicht so offensichtlich wie beim Menschen oder anderen Wirbeltieren. Selbst für Taucher ist es oft nicht zu erkennen, denn Fische schlafen mit offenen Augen. Das müssen sie, weil sie keine Augenlider haben, die sie schließen könnten!
Nachtaktive Fische schlafen tagsüber, während die tagaktiven Fische sich dafür nachts ausruhen. Manche legen sich dazu flach auf den Boden und decken sich mit Sand zu – so wie der Stachelrochen. Die kleinen Riffbarsche ziehen sich mit Vorliebe ins Geäst scharfkantiger oder nesselnder Korallen zurück. Papageifische verkriechen sich gerne in Felsspalten, wobei manche sich in eine Schleimhülle einhüllen, um sich nicht durch ihren Geruch zu verraten. Hauptsache: nicht schlafend gefressen werden.
Fische können sogar im Schlaf schwimmen. Messungen ihrer Gehirnströme haben gezeigt, dass Fische keine Tiefschlafphase haben. Ihr Schlaf ähnelt vielmehr einer Art Dämmerzustand, der durch heftige Wasserbewegungen oder einen plötzlichen Lichtstrahl jederzeit unterbrochen werden kann. Das hat seinen Grund: Denn tief und fest wie ein Mensch zu schlafen und dabei von der Umgebung fast nichts wahrzunehmen, könnte für viele Fische zu einem bösen Erwachen führen. Denn schlafend sind sie eine leichte Beute für hungrige Raubfische.
Film buckle-up: Christoph Fleischer und Dirk Gion mit Burkhardt Weiß
kira
schrieb am 12.01.2012, 18:28 Uhr
Cool
das wusste ich auch noch nicht aber jetzt schon
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