Kopfball
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Sendung vom 24. Oktober 2010

Helga Wekel aus Frankfurt fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Wie weit ist der Horizont vom Strand entfernt?

Der Horizont ist die Grenzlinie zwischen Himmel und sichtbarer Erde. Wo die genau liegt, hängt ganz vom Betrachter ab: Ein großer Mensch sieht weiter als ein kleiner und vom Gipfel eines Berges ist die Sichtweite größer als im Tal. Einen richtigen Horizont gibt es aber nur dort, wo weder Berge noch Häuser die Sicht verdecken: am Meer.

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Die Entfernung zum Horizont – alles Berechnung

Wie weit der Horizont entfernt ist, lässt sich über ein imaginäres Dreieck berechnen: Die Blicklinie zum Horizont bildet eine Seite des Dreiecks. Als nächstes verbindet man einen Punkt am Horizont mit dem Erdmittelpunkt. Die Länge dieser Linie entspricht dem halben Durchmesser der Erde – also dem Radius; das sind etwa 6370 Kilometer. Die Linie zwischen Erdmittelpunkt und den Augen des Beobachters schließt das Dreieck. Diese Strecke entspricht der Summe von Erdradius und Augenhöhe. Aus diesen Werten lässt sich nun – mit Hilfe des "Satz des Pythagoras" – die Entfernung zum Horizont berechnen: Schaut man aus zwei Meter Höhe auf den Horizont, liegt dieser in fünf Kilometer Entfernung. Von einem 20 Meter hohen Turm betrachtet, ist der Horizont bereits 16 Kilometer weit weg.
Bei einer Entfernung über 20 Kilometer wird es jedoch auch aus größerer Höhe schwierig, den Horizont als klare Linie zu erkennen. Selbst bei klarem Wetter beschränken häufig Dunst und Staubpartikel die freie Sicht. Und die Erdkrümmung führt dazu, dass irgendwann Schluss ist – egal wie hoch man steht, direkt auf die andere Seite der Erde kann man natürlich nicht gucken.

Hinter dem Horizont geht’s weiter

In der Realität liegt der Horizont oft weiter entfernt als errechnet. Hintergrund ist das Phänomen der Lichtbrechung. Unmittelbar über der Meeresoberfläche wird die Luft durch das kältere Meerwasser abgekühlt und verdichtet sich. Ein Lichtstrahl durchläuft auf dem Weg vom Horizont zu einem Beobachter am Strand unterschiedlich dichte Luftschichten. Dabei wird er in Richtung der Erdkrümmung abgelenkt. Der Beobachter am Strand guckt also gewissermaßen um die Kurve – oft mehrere Hundert Meter hinter den berechneten Horizont.
Im Film sehen Sie, wie viel Meter dieser Effekt ausmacht, denn Burkhardt fährt mit einem Schiff Richtung Horizont ...

Text Max Ostendorf

Film VisualBridges: Wolfgang Meschede und Max Ostendorf mit Burkhardt Weiß

Deine Meinung

Kommentare

Einträge: 7

Axel
schrieb am 25.06.2013, 11:19 Uhr
Der Hauptgrund das man weitergucken kann ist das der Bootsrumpf ja auch eine Höhe hat. z.B. zwei Menschen die sich gegenseitig angucken, können doppelt soweit gucken wie einer bis zum Horizont. Außerdem warum wurde nicht gezeigt wie man richtig die Position einträgt. Mit zwei Navigationdreiecken hätte es gerade mal 2-4 sekunden Filmzeit gekostet, aber dafür albert man lieber rum.

Kalle
schrieb am 16.10.2012, 18:10 Uhr
die Erklärung ist zwar richtig , ist aber zu kompliziert . Die Formel lautet E = Wurzel aus 3,57 mal Augeshöhe oder 12,7 mal Augeshöhe zur Wurzel erhoben !

Carsten
schrieb am 17.07.2011, 23:01 Uhr
Eine Wirklich coole sache und sehr gut erklärt !

Dirk Ruß
schrieb am 23.02.2011, 14:01 Uhr
Super Beitrag ist das geworden. Hat auch viel Spaß gemacht dazu beizutragen. Der Bootsführer der DLRG Rostock.

Peter Mayenhöfer
schrieb am 29.10.2010, 03:05 Uhr
Super Film! Schade nur, dass der wirklich interessante Aspekt der Lichtbrechung nicht näher beleuchtet wurde. Das fehlt wirklich - und hier gibt es doch super Modell-Experimente!

Peter Just
schrieb am 25.10.2010, 16:14 Uhr
Hätte nicht zur Augenhöhe von Burkhardt die ca. 30 cm, die er am Strand höher stand als der Meeresspiegel, hinzugerechnet werden müssen. Die reale Augenhöhe wäre dann ca. 2m gewesen. Gruß Peter

rosenheimchen
schrieb am 24.10.2010, 12:43 Uhr
Hallo: Das "Strandlineal", der Kreis Dier gr. Kreis im Sand, mit Augen-höhe ,"Strandlineal" u. Pythagoras waren top! Nur die Kamera brachte keine Vogelperspektive davon, z.B. vom Dach eines VW-Busses herab: Solches Fernsehen braucht das Land!



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