Sendung vom 27. März 2011
Simon Tobias Gottowik fragt:
Spiegel lügen nicht und der morgendliche Blick in den Badezimmerspiegel ist daher ein ganz alltägliches Ritual. Trotzdem besitzt das Spiegelbild immer etwas Fremdes, Unheimliches. Es erscheint nicht nur seitenverkehrt, sondern scheint auch in einem Raum hinter dem Spiegel zu liegen. Vielleicht hat das Kopfball-Zuschauer Simon Tobias Gottowik auf die Frage gebracht: "Wenn ich fünf Meter von einem Spiegel entfernt stehe, sehe ich mich dann in fünf oder in zehn Metern Entfernung?"
Um es gleich vorwegzunehmen: Das eigene Spiegelbild ist immer doppelt so weit von einem selbst entfernt wie der Spiegel. Und das ist ja auch verständlich, denn Spiegel werfen das Licht in dem Winkel zurück, aus dem es kommt: Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel. Genau das ist der Grund für den Effekt.
Die Antwort kann man auch auf experimentellem Wege recht einfach herausfinden. Dafür benötigt man nur eine Kamera – am besten mit einem Tele-Objektiv. Zuerst stellt man durch das Objektiv auf den Rahmen des Spiegels scharf und liest die Entfernung am Objektiv ab. Steht man fünf Meter vom Spiegel entfernt, sollte dieser Wert auch ungefähr der am Objektiv eingestellten Entfernung entsprechen. Dann schwenkt man mit der Kamera auf den Spiegel und stellt auf sein eigenes Spiegelbild scharf. Wenn man jetzt die eingestellte Entfernung auf dem Objektiv abliest, sollte dabei die doppelte Entfernung herauskommen – in diesem Fall also zehn Meter.
Burkhardt und Steffi lösen die Frage auf ihre eigene Weise: Wie elegant das geht, zeigt der Film.
Text Axel Bach, Tobias Schlößer
Film VisualBridges: Tobias Schlößer mit Steffi Terhörst und Burkhardt Weiß
Neo Facebooker
schrieb am 27.03.2011, 22:02 Uhr
Hallo Kopfball Team :-))
Ich bin aufgrund ihrer interessanten Sendung Heute etwas verwirrt,bezüglich des Spiegelexperimentes....
Schauen sie bitte mal hier...
http://www.schule-bw.de/unterricht/faecher/physik/online_material/optik/spiegel/spiegeln.htm
mfg Neo
Kopfball
schrieb am 27.03.2011, 22:02 Uhr
Hallo, wir können hier keinen Widerspruch entdecken. Auf der verlinkten Seite
heißt es: "Das Spiegelbild scheint sich hinter dem Spiegel zu befinden. Es ist für den Betrachter gleich weit vom Spiegel entfernt wie er/sie selber." Das bedeutet: Wenn das Spiegelbild genauso weit vom Spiegel
entfernt ist wie der Betrachter, dann ist es vom Betrachter doppelt so
weit entfernt, wie der Betrachter vom Spiegel.
Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.
© WDR 2012