Sendung vom 03. April 2011
Jan und Eric Burmester fragen:
In Computerspielen und mit Spielzeugautos sind Loopings kein Problem. Nur: Ist das überhaupt realistisch? Kann man auch mit einem echten Auto einen Looping fahren? Die Kopfball-Reporter Adrian Pflug und Burkhardt Weiß gehen mit ausgeklügelten Experimenten der Physik des Loopings nach – ohne dabei ihr Leben zu riskieren.
Loopings sind zu unrecht bei manchen Modellautofans als unrealistische Bauteile verschrien. Denn theoretisch kann man auch mit einem normalen Pkw ein Looping fahren. Dass die realen Fahrzeuge viel schwerer sind als die Modellwagen, spielt dabei – von der Tragfähigkeit der Looping-Konstruktion einmal abgesehen – überhaupt keine Rolle. Entscheidend sind nur Loopinggröße und Geschwindigkeit. Um nicht herunterzufallen, müsste ein Auto in einem zehn Meter hohen Looping mindestens 25 km/h schnell sein. Wenn es im Looping selbst nicht weiter beschleunigte und nur darin ausrollte, müsste es dazu mit einer Geschwindigkeit von gerade mal 60 km/h in den Looping reinfahren – Verlangsamung durch Reibung außer Acht gelassen. Das ist durchaus machbar, und diese Angaben gelten für einen mehrere Tonnen schweren Truck genauso wie für ein nur wenige Gramm schweres Modellauto.
Der Grund dafür, dass ein Wagen im Looping nicht einfach herunterfällt, ist die Fliehkraft. Sie presst den Wagen nach außen, so geht der Kontakt mit der Fahrbahn auch an der höchsten Stelle nicht verloren. Die Fliehkraft nimmt mit dem Gewicht des Fahrzeugs genauso stark zu wie die Schwerkraft. Das heißt: Schwerere Autos zieht die Schwerkraft im Looping zwar stärker nach unten, die Fliehkraft drückt sie aber gleichzeitig auch stärker nach außen. Aus diesem Grund spielt das Gewicht keine Rolle. Anders verhält es sich mit der Loopinggröße: Je größer der Looping, desto größer ist auch die notwendige Geschwindigkeit. Bei einem 20 Meter hohen Looping wären es schon 35 km/h und auch ein 100 Meter hoher Looping könnte theoretisch noch befahrbar sein – wenn man an der höchsten Stelle eine Geschwindigkeit von mindestens 80 km/h hat.
Die nötige Geschwindigkeit lässt sich also mit den
meisten normalen Autos problemlos erreichen. In der Realität
stellt ein solcher Stunt trotzdem eine große Herausforderung
dar – vor allen Dingen für den Fahrer. Der muss nicht
nur über Kopf die Orientierung behalten, sondern ist dazu noch
großen Beschleunigungskräften ausgesetzt, die im
Extremfall sogar zur Bewusstlosigkeit führen können! In
der unteren Hälfte des Loopings heben sich Schwer- und
Fliehkraft nämlich nicht gegenseitig auf. Die Fahrer werden
dadurch mit dem Mehrfachen ihres Körpergewichts in den
Autositz gepresst.
Einen echten Auto-Looping gibt es übrigens tatsächlich:
im größten lateinamerikanischen Freizeitpark in der
brasilianischen Stadt Penha. Im Beitrag sehen Sie, wie ein Stuntman
dort mit einem Pkw durch einen 20 Meter hohen Looping fährt.
Text Tobias Schlößer
Film VisualBridges: Tobias Schlößer und Niels Waibel mit Adrian Pflug und Burkhardt Weiß
Christian
schrieb am 31.10.2011, 21:52 Uhr
Bei der Achterbahn gehts doch auch da werden die wagen auch nur durch die Schwerkraft in bewegung gesetzt. warum soll es dann mit dem auto nicht gehen.
Crystal Hammer
schrieb am 03.04.2011, 12:24 Uhr
Hallo, das Spiel ist Free Open Source Software und der Link zu Projekt Seite ist:
http://code.google.com/p/vdrift-ogre/
Es kann einfach installiert werden für Windows und Linux Ubuntu.
View Spaß !
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