Kopfball
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Sendung vom 08. Mai 2011

Pablo Dohms aus Köln fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Kann man ein Stinktier gefahrlos knuddeln?

Mit ihrem wuscheligen Fell und ihren schwarzen Kulleraugen sehen Stinktiere wie perfekte Kuscheltiere aus. Doch knuddeln sollte man sie trotzdem nicht, heißt es. Warum eigentlich nicht? Mit seiner Frage schickt Kopfball-Zuschauer Pablo Dohms Isabel Hecker auf eine ungewöhnliche Mission und stellt ihre Nase auf eine harte Probe.

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Stinktiere stinken nicht – sind aber bissig!

Stinktiere stinken gar nicht, stellt Isabel bei ihrem ersten Rendezvous mit Stinktier "Foxi" fest. Doch auf den Arm nehmen sollte sie es trotzdem nicht – denn die kleinen Raubtiere haben spitze scharfe Zähne und scheuen sich nicht, diese einzusetzen. "Es sind eben keine zahmen Haustiere", erklärt der Biologe und Kleinsäuger-Experte Ralf Sistermann. Als Wildtiere leben Skunks – wie sie in der Biologie genannt werden – vor allem in Nordamerika. Man erkennt sie an ihren auffälligen Mustern aus Streifen oder Flecken in ihrem meist schwarz- oder braun-weißen Fell.

Und sie stinken doch

Warum heißen Stinktiere dann Stinktiere? Weil sie eben doch stinken können – aber nur im Notfall. Zuerst wird gebissen, mit den Füßen gestampft, mit den Zähnen gefletscht, mit gebeugtem Schwanz gedroht. Manche Tiere begeben sich dafür sogar in den Handstand. Lässt sich der Feind nicht vertreiben, setzt der Skunk seine Geheimwaffe ein: Aus zwei gut versteckten Drüsen am Hinterteil kann er blitzschnell ein übelriechendes Sekret auf seine Gegner spritzen – gezielt ins Gesicht und bis zu sechs Meter weit! Diese Stinkbombe ist äußerst effektiv: Andere Tiere greifen Skunks meist nur einmal in ihrem Leben an – diese Gestanks-Attacke vergessen sie nicht mehr. Sie erkennen die Skunks am Fellmuster und lassen sie in Ruhe. Deshalb haben Stinktiere kaum Feinde. Aber wie übel riecht das Sekret wirklich? Isabel hat davon keine Vorstellung und möchte diese Erfahrung selber machen. Ob Isabel Foxi mit ihren Faxen beeindrucken kann, sehen Sie im Film. Wie stark das Sekret wirklich stinkt, können Sie zwar nicht sehen – dafür aber, wie Isabel darauf reagiert ...

Wie gut, dass es so übel riecht!

Unangenehme Gerüche sind gar nicht so überflüssig, wie man annehmen könnte. Der Geruchssinn, der älteste unserer Sinne, ist eng mit den Emotionen gekoppelt. So kann unser Körper blitzschnell auf Gerüche reagieren: mit anregenden Reaktionen auf besonders angenehme Düfte und Abwehrreaktionen auf schlechte Gerüche. Je nach Intensität lassen Düfte das Herz schneller schlagen und die Schweißdrüsen stärker schwitzen. Besonders empfindlich reagiert unsere Nase auf einige Schwefel-Wasserstoff-Verbindungen, die bei Fäulnisprozessen entstehen. Gestank löst im Körper ein Ekel-Gefühl aus: Das soll vermeiden, dass wir gefährliche Stoffe aufnehmen. Denn was stark stinkt, ist oft auch giftig.

Ein cleverer Schutzmechanismus

Das Stinktier an sich ist nicht giftig, auch wenn es noch so übel stinken kann; das übelriechende Sekret in hohen Konzentrationen allerdings schon – auch das besteht vor allem aus unterschiedlichen, hochkonzentrierten Schwefel-Wasserstoff-Verbindungen. Das Stinktier macht sich zunutze, dass Tiere und Menschen so empfindlich auf diese giftigen Stoffe reagieren und dann ganz schnell fliehen. Schon wenige Moleküle reichen aus, um Nase und Körper zu alarmieren.

Text Sophie Kolb

Film Visual Bridges: Max Ostendorf und Sophie Kolb mit Isabel Hecker

Deine Meinung

Kommentare

Einträge: 4

enna
schrieb am 05.01.2015, 18:29 Uhr
cool

Miri
schrieb am 30.10.2012, 00:41 Uhr
Man darf auch nicht alles über einen Kamm scheren, Skunks können tolle Haustiere sein!! In den richtigen Händen! www.fellnasen-skunks.jimdo.de

vanessa
schrieb am 29.05.2011, 11:02 Uhr
so sußßßßß !!!!

anet
schrieb am 16.05.2011, 22:31 Uhr
sehr interessant!!



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