26.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2011/0515/schaumfarbe.jsp

Sendung vom 15. Mai 2011

Patrick Demsa fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Warum ist Schaum immer weiß?

Egal, ob gelbes oder dunkles Bier, rote Duschgels oder blaue Badezusätze – eines ist bei allen gleich: Ihr Schaum ist weiß. Kopfball-Zuschauer Patrick Demsa möchte wissen, warum das so ist. Und die Kopfball-Reporter Isabel Hecker und Adrian Pflug schäumen, was das Zeugs hält – und merken als Erstes: Wenn man genau hinschaut, ist Schaum gar nicht weiß; zumindest die einzelne Schaumblase nicht, denn die ist durchsichtig. Was muss also passieren, damit Schaum wirklich weiß wird?

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Wie man roten Schaum machen kann

Die Farbe eines Stoffes hängt damit zusammen, welche Teile des sichtbaren Lichts er reflektiert. Das weiße Tageslicht der Sonne setzt sich aus den Regenbogenfarben zusammen. Wird beispielsweise nur der orange-farbene Anteil des Lichts absorbiert, und alle anderen Wellenlängen reflektiert, dann erscheint der Stoff blau. Bei Isabels grünem Bade-Öl wird also der grüne Anteil des Tageslichts reflektiert.
Doch jetzt soll ja weißer Schaum her: Isabel bläst mit einem Strohhalm in das grüne Bade-Öl. Zuerst sind es nur wenige Schaumblasen; durch sie kann man hindurchgucken: Ihre Wände sind so dünn, dass man die grüne Farbe des Bade-Öls nicht mehr wahrnehmen kann. Doch je mehr Schaumblasen entstehen und je kleiner diese sind, desto weißer erscheint der Schaum.
Denn das einfallende weiße Licht kann jetzt nicht mehr so ohne weiteres durch den Schaum hindurchleuchten: Es wird an den gebogenen Grenzflächen der Schaumblasen ständig in alle Richtungen gebrochen und gestreut. Anders als beim grünen Bade-Öl, wird also nicht eine Farbe gleichmäßig zurückgeworfen, sondern alle Farben des weißen Tageslichts gleichzeitig und durcheinander: So überlagern sich wieder alle Regenbogenfarben – und der Schaum erscheint weiß.
Das bedeutet aber auch: Schaum hat immer die Farbe, in der er angestrahlt wird: bei Tageslicht weiß, unter einer Rotlichtlampe rot.

Diffuse Lichtbrechung im Scherbenhaufen

In der Kopfball-Werkstatt zeigt Isabel mit einem Laserstrahl und einigen Glaskugeln, wie man sich die unterschiedliche Brechung und Streuung des Lichts vorstellen kann. Und zum Schluss versuchen die beiden, ihre neuen Erkenntnisse ganz praktisch umzusetzen: Sie möchten aus grünem Glas weißes Glas machen. Wie das gehen soll und ob das wirklich funktioniert, sehen Sie im Film.

Text Axel Bach

Film Visual Bridges/Maakii: Katharina Adick und Tobias Schlößer mit Isabel Hecker und Adrian Pflug

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