Kopfball
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Sendung vom 15. Mai 2011

Manfred Kräber aus Köln fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Kann man mit Fahrrädern den Strom für einen Haushalt erzeugen?

3500 Kilowattstunden Strom: Das ist die Menge, die ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt in einem Jahr verbraucht. Doch wie viel sind 3500 Kilowattstunden? Könnte man diese Menge auch mit dem Fahrrad erzeugen? Wie viel Schweiß ist nötig, um eine Lampe anzuschalten oder Fernsehen zu gucken? Zusammen mit dem Elektrotechniker Theo Assauer geht Kopfball-Reporterin Steffi Terhörst zu Manfred Kräber, der die Frage gestellt hat. Der Kopfball-Zuschauer stellt sein Haus für ein ungewöhnliches Experiment zur Verfügung: Theo Assauer klemmt den Strom vom Elektrizitätswerk ab. Stattdessen soll im Haus nur der Strom genutzt werden, der mit dem Fahrrad erzeugt wird.

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Fahrrad-Dynamo als Elektrizitätswerk?

Ein kleines Elektrizitätswerk ist bei jedem Fahrrad dabei: der Dynamo. Aber schon eine kleine Haushalts-Glühlampe bekommt Steffi damit nicht zum Leuchten. Dafür ist der Dynamo viel zu schwach – er schafft nur eine Spannung von sechs Volt. Theo Assauer schließt an Steffis Fahrrad eine Autolichtmaschine an. Damit sind zwölf Volt Gleichspannung möglich, doch die Geräte im Haushalt benötigen 230 Volt Wechselspannung. Deshalb muss auch noch ein Wechselrichter her. Der wandelt die Gleichspannung in Wechselspannung um und transformiert sie danach von zwölf auf 230 Volt.

Steffi braucht Unterstützung

Alleine kann Steffi den Strombedarf des ganzen Hauses aber nicht decken. Schon bei einer einzigen Glühlampe kommt sie ganz schön ins Schwitzen – zumal bei der Stromerzeugung und Umwandlung von zwölf auf 230 Volt nur die Hälfte ihrer eingesetzten Muskelkraft als Strom in der Steckdose ankommt. Steffi hat sich deshalb professionelle Stromerzeuger besorgt: 15 Rennradfahrer geben ihr Bestes, damit im Haus der Körbers mehr als eine Schreibtischlampe leuchtet. Ein trainierter Radfahrer schafft eine Dauerleistung von 200 Watt. Rechnet man die Verluste ab, speist jeder Fahrer also ungefähr 100 Watt in das Stromnetz des Hauses ein. Als Erstes testet Steffi, ob die Körbers mit dieser Art von Stromerzeugung am Sonntag wenigstens noch Kopfball gucken könnten. Die gute Nachricht: 15 Radfahrer erzeugen genügend Strom, um Fernsehen gucken zu können. Und wenn man währenddessen den Toaster anstellt? Und danach noch die Mikrowelle?
Wie nicht nur Steffi, sondern auch die Radfahrer ins Schwitzen kommen und wie viele Geräte die Rennradfahrer gemeinsam betreiben können, sehen Sie im Film.

Text Axel Bach, Robert Manz

Film Visual Bridges: Robert Manz mit Steffi Terhörst

Deine Meinung

Kommentare

Einträge: 3

Adrian
schrieb am 21.08.2014, 17:47 Uhr
Ich nehme an, das die hohen Verluste vorallem dadurch auftreten, da im Wechselrichter die Spannung von 12Volt auf 230Volt, mit Hilfe von Spulen hochtransformiert wird. Ansonnsten finde ich es eine coole Idee und werde Sie so ähnlich, auch in die Tat umsetzten :)

Sven
schrieb am 11.04.2013, 16:43 Uhr
Ein toller Beitrag, Sehr inspirierend ! Dewegen Interessieren mich zum einen wie hoch die Abgabeleistung des Wechselrichter war (1 kW,2 kW, 4 Kw ..) und wie man die menge an Lichtmaschinen an einen Wechselrichter Angeschlosen hat oder ob es mehere Wechselrichter waren!

Buchi
schrieb am 24.05.2011, 13:32 Uhr
Interessanter Beitrag. Der Verlust von 50% (200 Watt > 100 Watt) scheint mir bei einem Nabendynamo zu hoch.



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