Sendung vom 12. Juni 2011
Elisabeth Kochskämper fragt:
Die Gezeiten haben irgendetwas mit dem Mond zu tun – aber wie war das noch mal genau? Die Kopfball Reporter Isabel Hecker und Burkhardt Weiß bauen ein Modell mit einer magnetischen Flüssigkeit. Ein Magnet-Mond erzeugt dabei ganz ähnliche Flutberge wie auf der echten Erde.
Jeder, der schon einmal am Meer Urlaub gemacht hat, kennt das Phänomen: Alle paar Stunden ändert sich der Wasserstand. Bei Ebbe zieht sich das Meer zurück, nur um wenig später bei der nächsten Flut wieder aufzutauchen. Am stärksten sind diese Schwankungen des Wasserstands in Europa am französischen Klosterberg Mont-Saint-Michel. Die Hauptursache für die Gezeiten ist der Mond. Er erzeugt zwei stehende Flutberge, unter denen sich die Erde – die ja ständig um die eigene Achse rotiert – praktisch wegdreht. Im offenen Meer sind diese Schwankungen in der Regel nicht größer als einen halben Meter.
Einer dieser Flutberge hängt mit der Anziehungskraft des Mondes zusammen. Da sie mit der Entfernung schwindet, ist sie auf der dem Mond zugewandten Seite der Erde etwas stärker als auf der gegenüberliegenden, abgewandten Seite. Der Mond "beult" den Wasserspiegel der Ozeane gewissermaßen aus, indem er das Wasser zu sich hin zieht. So entsteht gegenüber dem Mond ein Flutberg, der seine Position in Bezug auf den Mond beibehält. Dass sich der Wasserstand an den Küsten ständig ändert, liegt daran, dass sich die Erde unter diesem Berg hinwegdreht.
Neben dem von der Anziehungskraft aufgetürmten Flutberg gibt es noch einen zweiten auf der gegenüberliegenden, vom Mond abgewandten, Seite der Erde. Wie man diesen zweiten Flutberg erklären kann, sehen Sie im Film.
Die vom Mond erzeugten Flutberge bestimmen den Rhythmus der Gezeiten, aber auch andere Himmelskörper – vor allen Dingen die Sonne – üben Gezeitenkräfte auf die Erde aus. Die Gezeitenwirkung der Sonne ist etwa halb so groß wie die des Mondes. Das bedeutet auch, dass die Sonne noch einmal eine ungefähr halb so große Veränderung des Wasserstands hervorruft. Die Gezeitenwirkungen von Mond und Sonne können sich gegenseitig verstärken oder abschwächen. Wenn das Hochwasser beider Himmelskörper zusammenfällt, dann sind die Gezeiten besonders stark ausgeprägt und man spricht von einer Springtide beziehungsweise Springflut. Liegt das Mond-Hochwasser in der Zeit des Niedrigwassers der Sonne, kommt es zu einer sogenannten Nipptide. Da sich der Gezeitenrhythmus von Mond und Sonne ständig gegeneinander verschiebt, gibt es sowohl Springzeiten mit besonders starken Gezeiten als auch Nippzeiten mit besonders kleinen.
Text Tobias Schlößer
Film VisualBridges: Tobias Schlößer und Niels Waibel mit Isabel Hecker und Burkhardt Weiß
emmi
schrieb am 08.05.2012, 16:10 Uhr
die infos sind gut :) aber diese frage brauch ich ,wie ensteht ebbe und flut ? könnt ihr mir helfen schreib morgen erdkunde ,emm i love luca hänni
emmi
schrieb am 08.05.2012, 16:09 Uhr
die infos sind gut :) aber diese frage brauch ich ,wie ensteht ebbe und flut ? könnt ihr mir helfen schreib morgen erdkunde
Leli
schrieb am 25.04.2012, 17:15 Uhr
Ich meine schaut es euch echt an(auf Yuotube)
:)
Leli
schrieb am 25.04.2012, 17:13 Uhr
In Geo, haben wir das Thema gerade und auf Youtube gibt es auch noch so eine Erklärung. Nur ausführlicher und mit mehr Fachbegriffen.
Schaut es echt an!!!
Nils
schrieb am 13.03.2012, 17:27 Uhr
Ja richtig, auch das Land hebt und senkt sich in Abhängigkeit von der Anziehungskraft des Mondes! Und wisst Ihr was noch? Schiffschaukeln!!!
Coco
schrieb am 13.06.2011, 09:56 Uhr
Für alle die es noch etwas genauer wissen wollen, hier ein sehr guter artikel: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2008/05/der-mond-die-gezeiten.phpgeht es
Jens
schrieb am 12.06.2011, 23:03 Uhr
Noch zu erwähnen das nicht nur das Wasser vom Mond angezogen wird, sondern auch die Landmassen, auch diese senken und heben sich ständig um einige Zentimeter.
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