Sendung vom 09. Oktober 2011
Tobias Vollmer aus Köln fragt:
Fisch wird sehr schnell gar, schon ab einer Temperatur von 65 Grad. Dann gerinnt das Fischeiweiß. Beim Braten in der Pfanne entstehen höhere Temperaturen von deutlich über 100 Grad. Dabei gehen Geschmack und Feuchtigkeit schnell verloren. Vor allem Lachs wird beim Kochen oder Braten sehr schnell trocken. Adrian Pflug und Burkhardt Weiß machen den Praxis-Test: Im Kopfball-Kochstudio testen Sie den Rezept- und Fragenvorschlag von Tobias Vollmer aus Köln. Wird der Lachs in der Spülmaschine gar und wie schmeckt er?
Man nehme: Lachs für zwei Personen. Gewürzt wird wie immer – mit ein bisschen Salz und Zitrone. Auf den Fisch dürfen aber auch verschiedene Kräuter – ganz nach Geschmack. Jetzt wird der Fisch eingetütet: Alufolie oder auch ein Bratschlauch müssen den Fisch wasserdicht umschließen. Andere Fischkoch-Profis schwören auf ein Vakuum. Danach geht es in allen Fällen ab in die Spülmaschine ...
In mehr als jedem zweiten Haushalt in Deutschland steht eine Spülmaschine. Die meisten modernen Modelle haben fünf bis sechs verschiedene Spülprogramme; mit Temperaturen zwischen 35 und 70 Grad. Und genau da liegt der Vorteil der Spülmaschine für den Fisch: Im Innern der Spülmaschine herrscht über die gesamte Spülzeit hinweg eine recht konstante Temperatur. Der Fisch, wasserdicht verschlossen, liegt während des Spülvorgangs in seinem Bratschlauch – oder in der Alufolie – und gart vor sich hin. Seine Feuchtigkeit kann kaum entweichen. Langsam denaturiert die Fischfleischstruktur: Der Fisch wird gar.
Je nach Spültemperatur kann der Fisch während des
gesamten Spülvorganges im Geschirrspüler bleiben. Unsere
Testreihe hat aber gezeigt, dass etwa 20 Minuten bei 70 Grad
für ein 200 Gramm schweres Stück Lachsfilet ausreichen,
um es zu garen. Zu welchem Zeitpunkt eine Spülmaschine diese
Temperatur erreicht und hält, steht in der Gebrauchsanweisung.
Wie das Geschmacksurteil der Testesser ausfällt, zeigt der
Kopfball-Film.
Film Maakii: Katharina Adick mit Adrian Pflug und Burkhardt Weiß
Dörte
schrieb am 18.10.2011, 21:41 Uhr
sauber, dass das mal endlich im Fernsehen kommt!! Ich hab das immer schon so gehandhabt: Wenn ich eine Spülmaschine voll hab und die anstellen will UND gerade zufällig auch noch Fisch essen will, pack ich den IMMER mit in die Spülmaschine, statt ihn zu braten oder zu backen. Das spart Strom, Arbeit, schmutziges Geschirr und der Fisch schmeckt mir so am besten. Ich find den Beitrag auch echt gelungen und ganz witzig!
Lachs-Fan
schrieb am 09.10.2011, 19:13 Uhr
Die vorangegangenen Kommentare haben mich inspiriert, meine Meinung zu äußern.
Es handelt sich hier um ein Experiment, welches auch noch funktioniert. Leute, ruhig Blut!
Jeder kann seinen Fisch zubereiten, wie er möchte.
Auf jeden Fall werde ich meinen Lachs auch einmal in der Spülmaschine garen und zwar in einem geschlossenen Klick-Klack-Behälter.
Natürlich nur, wenn die Spülmaschine
sowieso angestellt werden muß.
;-)
Dinah
schrieb am 09.10.2011, 11:52 Uhr
Es ist doch absolut unnötig, sich eine Spülmaschine anzuschaffen, um seinen Lachs zu garen. Im Bratschlauch und dann das Ganze in den Backofen legen zum garen, hat den gleichen Effekt. Übrigens ist es aber wesentlich peinlicher eine Lachs so schlecht zu braten, dass er trocken wird um ihn dann am Ende mit dem Ergebnis dieses Schwachsinnsexperiments zu vergleichen. AUGEN ROLL sag ich da nur.....
Anonym
schrieb am 09.10.2011, 11:40 Uhr
Aber in der Spülmaschine kann man gleichzeitig Geschirr spülen- was Energie spart (Umwelt ;-) ) Leider geht meine Spülmaschine nur bis 60 Grad :-/
salmo salar
schrieb am 09.10.2011, 11:39 Uhr
Das ist ja wohl Schwachsinn!
Wenn man den Fisch dick in nasses Packpapier einwickelt und auf einer heißen Platte gart, hat man den besten Fischgeschmack, den man sich vorstellen kann. Dazu braucht man dann keine Maschine. Das geht überall, sogar draußen auf offenem Feuer. Tip von Herrn Witzigmann.
quadratur
schrieb am 09.10.2011, 11:32 Uhr
Dafür braucht man keine Spülmaschine! Das funlktioniert auch in einem Backofen!!!!
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