26.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2011/1016/luftstrom.jsp

Sendung vom 16. Oktober 2011

Lilith Brockhaus aus Köln fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Warum ist Luft beim Pusten kalt und beim Hauchen warm?

Eine kleine Verbrennung oder ewiges Warten an einer Bushaltestelle bei winterlichen Temperaturen: Je nach Situation hauchen oder pusten wir, um unserer strapazierten Haut Linderung zu verschaffen. Beim Hauchen halten wir die Hände ganz nah an den Mund und wärmen die Haut durch unsere Atemluft. Wenn wir pusten, legt die ausgeatmete Luft eine längere Strecke zurück und kühlt auf ihrem Weg ab – und zwar unter unsere Haut-Temperatur. Es stellt sich ein Kühlungseffekt ein. Doch warum ist das so? Die Hauttemperatur des Menschen liegt mit 34° C etwa drei Grad unter der Körperkerntemperatur – also der Temperatur, die im Innern des Körpers herrscht. Die gehauchte Luft besitzt in direkter Umgebung zur Mundhöhle eine Temperatur zwischen 35 und 36° C und wärmt daher die Hautoberfläche. Die Temperatur der gepusteten Luft in größerer Entfernung zum Mund liegt hingegen unter der Hauttemperatur. In Abhängigkeit von der Temperatur der Umgebungsluft, beträgt sie 30° C oder weniger.

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Der Weg ist das Ziel

Die gepustete Luft verlässt den Mund mit einer höheren Geschwindigkeit als gehauchte Luft und reißt auf ihrem Weg die in der Regel kühlere Umgebungsluft mit sich. Auf diese Weise entstehen Verwirbelungen und der Atemstrom durchmischt sich mit der übrigen Luft und kühlt dabei ab. Gehauchte Luft hingegen führt kaum zu Verwirbelungen. Ihr Weg ist viel kürzer, kühlere Raumluft kann kaum mitgerissen werden und die Temperatur ist wesentlich höher.
Probieren Sie doch mal dies hier aus: Pusten Sie aus etwa 20 Zentimeter Entfernung gegen ihre Handinnenfläche und führen Sie sie dabei langsam zum Mund. Anfangs spüren Sie den kühlen Luftzug. Wenn Ihre Hand dann recht nahe beim Mund ist, wird der Pustestrom plötzlich warm, weil auf die kurze Distanz vom Mund zur Hand keine kühle Raumluft mitgerissen werden kann. Das heißt: Gepustete Luft ist nicht in jedem Fall kühler als gehauchte; es kommt auf die Entfernung an.
Doch es gibt noch zwei weitere Gründe, warum der Hauch warm und die Puste kühl ist: Die sehen Sie im Film!

Film Sebastian Rams mit Steffi Terhörst und Burkhardt Weiß

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