Sendung vom 23. Oktober 2011
Robin Kleinwächter fragt:
Wer Mineralwasser in Glasflaschen kauft, kennt die Gefahr: Fällt eine Flasche zu Boden, geht sie kaputt – meistens jedenfalls. Hat der Inhalt einer Flasche etwas damit zu tun, ob sie heil bleibt oder zerbricht? Die Kopfball-Reporterinnen Isabel Hecker und Ulrike Brandt-Bohne machen den Bruchtest und schauen mit einer Zeitlupenkamera genau hin. Ob eine zu Boden fallende Flasche zerbricht, hängt (abgesehen vom Untergrund und Aufprallwinkel) entscheidend von ihrem Gewicht ab. Eine volle Mineralwasserflasche wiegt mehr als doppelt so viel wie eine leere. Bei einem Aufprall aus gleicher Höhe wirkt daher auch die doppelte Kraft auf die volle Flasche – sie zerbricht also schon bei geringerer Fall-Höhe als eine leere Flasche.
Ulrike und Isabel wollen den Einfluss des Gewichts ausschließen, um zu testen, ob alleine die Flüssigkeit in der Flasche bei gleicher Krafteinwirkung deren Bruchfestigkeit beeinflusst. Dazu füllen die beiden eine Flasche mit Leitungswasser und vergleichen das mit einer leeren Flasche. Die beiden lassen aus einer bestimmten Höhe eine 100 Gramm schwere Stahlkugel auf die gefüllte und die leere Flasche fallen. Das Ergebnis: Beide Flaschen zerbrechen bei der gleichen Krafteinwirkung. Ob eine Glasflasche leer oder mit Wasser gefüllt ist, spielt bei diesem Test also keine Rolle – zumindest solange keine Kohlensäure im Spiel ist.
In einer vollen Sprudelwasserflasche herrscht aufgrund des eingepressten Kohlenstoffdioxids ein deutlicher Überdruck von etwa vier Bar. Die Wände der Flasche stehen dadurch unter Zugspannung. Das destabilisiert die Flasche und es reicht – im Vergleich zu einer Flasche ohne Überdruck – eine geringere Krafteinwirkung von außen aus, dass sie zerspringt. Der Überdruck lässt die Sprudelflasche regelrecht explodieren. Der Film zeigt in faszinierenden Zeitlupenaufnahmen, wie die unterschiedlich gefüllten Flaschen zerbrechen.
Text Max Ostendorf
Film Maakii: Niels Waibel und Max Ostendorf mit Isabel Hecker und Ulrike Brandt-Bohne
Chris
schrieb am 08.11.2011, 12:12 Uhr
Rein physikalisch betrachtet geht aber Vollgut schneller kaputt als Leergut.
Denn die Kraft ist m*g*h.
Masse * Gewichtskraft * Fallhöhe.
Bei Ihnen Herr Becker sind es wohl andere Faktoren die eine Rolle spielen.
Henning
schrieb am 29.10.2011, 01:35 Uhr
@Laurenz Beckers
ist mir auch schon mal passiert, dass Leergut schneller kaputt geht, als Vollgut.
Laurenz Beckers
schrieb am 23.10.2011, 11:51 Uhr
kann die Meinung das volle Mineralwasserflaschen schneller kaputt gehen als leere nicht teilen. Aus eigener Erfahrung als Getränkefahrer habe Kollegen und ich festgestellt das wenn mal eine Kiste oder Palette umgefallen ist immer mehr Bruch beim Leergut entstanden ist. Beim Vollgut ca 50% weniger.
Physik
schrieb am 23.10.2011, 11:33 Uhr
Der Vergleich mit dem Luftballon am Ende des Beitrages war nicht so ganz passend: Ein voll aufgepumpter Luftballon hat immer einen geringeren Innendruck, als ein weniger aufgepumpter Luftballon. Das merkt man direkt bei Aufblasen des Lutballons.
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