Sendung vom 06. November 2011
Eckart von Hirschhausen fragt:
Auf der Kirmes gibt es sie in allen erdenklichen Farben und Formen:
Heliumballons. Doch leider verliert man die fliegenden Ballons auf
ihrem Weg gen Himmel schnell aus den Augen. Im
Kopfall-Prominenten-Special stellt Dr. Eckart von Hirschhausen die
Frage: Wie hoch kann ein mit Helium gefüllter Ballon
eigentlich aufsteigen?
Ein Heliumballon steigt nach oben, weil Helium plus
Ballonhülle leichter sind als die vom Ballon verdrängte
Menge Luft. Steigt der Ballon in der Atmosphäre immer weiter
nach oben, dann dehnt er sich aus. Denn mit zunehmender Höhe
nimmt der Luftdruck ab. Irgendwann aber platzt die
Ballonhülle. Physiker Patrick Glaschke simuliert den Aufstieg
des Ballons in einer Vakuumkammer. Damit kann er den Luftdruck wie
in der Atmosphäre absenken und der Ballon im Inneren der
Kammer dehnt sich aus, bis er platzt.
Prall mit Helium gefüllte Ballons steigen zwar sehr schnell nach oben, doch sie platzen schon bei geringer Höhe. In der Vakuumkammer zeigt Patrick Glaschke Isabel, dass ihr prall gefüllter Ballon bereits bei sechs Kilometern Höhe platzen würde. Ein Ballon, der mit wenig Helium gefüllt ist, steigt zwar langsamer nach oben, doch er platzt erst in 16 Kilometern Höhe – zumindest was den Druck angeht, der in der Vakuumkammer herrscht.
Patrick Glaschke kann in der Vakuumkammer zwar niedrigeren Luftdruck simulieren, ein entscheidendes Detail fehlt jedoch: die Temperatur. Bereits in einer Höhe von zehn Kilometern herrscht Eiseskälte und Kälte macht das Ballongummi spröde. Wenn es unten auf der Erde 15 Grad warm ist, herrschen dort oben Temperaturen von etwa minus 50 Grad Celsius; das hält ein Ballon nicht aus: Er platzt.
Ob die ganze Theorie stimmt, soll ein Praxistest zeigen. Kopfball will Heliumballons beim Aufstieg beobachten. Die Mitglieder der Amateurfunk-AG an der Eichenlaubschule in Weiskirchen helfen dabei: Sie lassen einen Wetterballon steigen und Kopfball fliegt mit ... Der Plan: Die Heliumballons werden zusammen mit einer Kamera an den Wetterballon gebunden. Mit den vom Wetterballon gesammelten Höhendaten kann der Physiker Patrick Glaschke ableiten, in welcher Höhe die Ballons geplatzt sind. Die spektakulären Bilder aus bis zu 25 Kilometern Höhe sehen Sie im Film – und natürlich auch, wie hoch sie es tatsächlich geschafft haben.
Text Robert Manz
Film VisualBridges: Sophie Kolb und Robert Manz mit Isabel Hecker
Anonym
schrieb am 02.02.2012, 20:27 Uhr
Super Projekt mit top Videomaterial!
Meinhard F. Günther, DL2MF
schrieb am 06.11.2011, 22:24 Uhr
Ein interessantes Projekt - anschaulich erklärt. Wir hätten uns zu unserem Ballonprojekt 2010 am Gymnasium Ernestinum, Celle auch etwas mehr Aufmerksamkeit gewünscht. Trotz Anfrage aber leider keine Rückmeldung des NDR. Dieser Beitrag zeigt, wie es besser geht und erklärt anschaulich viele Aspekte eines solch interessanten und sicher nicht alltäglichen Physikexperimentes.
Video unseres Ballonprojektes unter:
http://www.darc-celle.de/index.php?option=com_content&view=article&id=132&Itemid=100047
http://www.youtube.com/watch?v=vzHpTpPJx5Y
73 de DL2MF
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