Sendung vom 06. November 2011
Ranga Yogeshwar fragt:
Schiffe gibt es in fast allen Formen und Größen. Doch selbst ein kleiner Fischkutter übertrifft das Gewicht eines Menschen um ein Tausendfaches. In Europas größtem Binnenhafen in Duisburg versucht Kopfball-Reporterin Ulrike Brandt-Bohne ein 10.000 Tonnen schweres Frachtschiff zu bewegen. Zum Glück entscheidet nicht allein das Gewicht, ob sich ein Gegenstand bewegen lässt oder nicht. Auch die Reibung spielt eine wichtige Rolle. Feste Oberflächen sind immer etwas rau und verkeilen sich miteinander, wenn sie sich berühren. An Land lassen sich schwere Gegenstände daher meist nur mit großem Kraftaufwand über den Boden schieben. Wassermoleküle aber haben keine feste Position, sondern sind beweglich. Dadurch entsteht zwischen Schiffsrumpf und Wasser kaum Reibung.
Doch wer ein Schiff von der Kaimauer wegdrücken will, muss
nicht nur die Reibung überwinden. Der größte Gegner
im Wasser ist die Trägheit. Denn jeder ruhende Gegenstand
verharrt am liebsten in seiner Position – je schwerer der
Gegenstand, desto träger ist er. Um gegen die Trägheit
eines tonnenschweren Schiffs anzukommen, muss man daher
möglichst lang Kraft auf das Schiff übertragen –
sprich: drücken.
Theoretisch kann also auch ein Kind ein großes Schiff
bewegen, wenn es nur lange genug dagegen drückt. Allerdings
funktioniert das in der Praxis nur bei Windstille und in ruhigen
Gewässern. Schon eine kleine Welle oder ein Windstoß,
die das Schiff von der Gegenseite erfassen, machen alles
Drücken zunichte. Ob Ulrike es schafft, das 10.000 Tonnen
schwere Frachtschiff von der Hafenkante wegzudrücken, sehen
Sie im Film.
Film VisualBridges: Max Ostendorf mit Ulrike Brandt-Bohne
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