26.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2011/1106/schiffe-bewegen.jsp

Sendung vom 06. November 2011

Ranga Yogeshwar fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Kann ein Mensch ein großes Schiff mit bloßen Händen von der Hafenkante wegdrücken?

Schiffe gibt es in fast allen Formen und Größen. Doch selbst ein kleiner Fischkutter übertrifft das Gewicht eines Menschen um ein Tausendfaches. In Europas größtem Binnenhafen in Duisburg versucht Kopfball-Reporterin Ulrike Brandt-Bohne ein 10.000 Tonnen schweres Frachtschiff zu bewegen. Zum Glück entscheidet nicht allein das Gewicht, ob sich ein Gegenstand bewegen lässt oder nicht. Auch die Reibung spielt eine wichtige Rolle. Feste Oberflächen sind immer etwas rau und verkeilen sich miteinander, wenn sie sich berühren. An Land lassen sich schwere Gegenstände daher meist nur mit großem Kraftaufwand über den Boden schieben. Wassermoleküle aber haben keine feste Position, sondern sind beweglich. Dadurch entsteht zwischen Schiffsrumpf und Wasser kaum Reibung.

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Je schwerer, desto träger

Doch wer ein Schiff von der Kaimauer wegdrücken will, muss nicht nur die Reibung überwinden. Der größte Gegner im Wasser ist die Trägheit. Denn jeder ruhende Gegenstand verharrt am liebsten in seiner Position – je schwerer der Gegenstand, desto träger ist er. Um gegen die Trägheit eines tonnenschweren Schiffs anzukommen, muss man daher möglichst lang Kraft auf das Schiff übertragen – sprich: drücken.
Theoretisch kann also auch ein Kind ein großes Schiff bewegen, wenn es nur lange genug dagegen drückt. Allerdings funktioniert das in der Praxis nur bei Windstille und in ruhigen Gewässern. Schon eine kleine Welle oder ein Windstoß, die das Schiff von der Gegenseite erfassen, machen alles Drücken zunichte. Ob Ulrike es schafft, das 10.000 Tonnen schwere Frachtschiff von der Hafenkante wegzudrücken, sehen Sie im Film.

Film VisualBridges: Max Ostendorf mit Ulrike Brandt-Bohne

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