26.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2011/1113/crashtest-beifahrer.jsp

Sendung vom 13. November 2011

Dandy Dehlert aus Senftenberg fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Wie gefährlich ist es, im Auto auf dem Beifahrersitz die Füße hoch zu legen?

Lümmeln auf dem Beifahrersitz kann tödlich sein! Das ist die eindeutige Aussage von Dr. Jan Lehmann, Unfallchirurg am Klinikum Niederlausitz. Er begutachtet mit Kopfball-Reporterin Isabel Hecker einen Unfall im Crashtestzentrum der Dekra im brandenburgischen Klettwitz. Die Experten dort simulieren, wie ein Mittelklasse-Wagen mit 30 km/h auf ein Hindernis prallt – eine Geschwindigkeit, die allgemein als langsam eingeschätzt wird und deshalb für verkehrsberuhigte Zonen gilt. Zwar ist der Dummy vorschriftsmäßig angeschnallt, doch seine Rückenlehne ist – wie man es häufig bei längeren Reisen macht – etwas heruntergekurbelt. Und seine Füße liegen auf dem Armaturenbrett.

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Vom Lebensretter zum gefährlichen Geschoss

Meistens schützt der Airbag vor schweren Verletzungen und rettet Leben. Doch in diesem Kopfball-Experiment wird er zum gefährlichen Katapult. Kopfball hat Zeitlupen-Aufnahmen gemacht: Auf ihnen ist gut zu erkennen, dass der explodierende Airbag die Beine auseinanderreißt. Immerhin beträgt seine Ausdehnungsgeschwindigkeit über 500 km/h. Durch den Aufprall werden die Füße in die Frontscheibe hineingedrückt. Diese gewaltigen Kräfte übertragen sich ohne Verzögerung vom Fuß über die Knie ins Becken. Es käme sowohl zu erheblichen Knochenbrüchen als auch zu schweren Verletzungen der Blutbahnen bis hin zu Gefäßabrissen, schätz Unfallchirurg Jan Lehmann. Zusätzlich würde auch die Wirbelsäule sehr stark in Mitleidenschaft gezogen, was zu einer Querschnitts-Lähmung führen kann.

Aufrecht sitzen!

Aufgrund der eher liegenden als aufrechten Position des Beifahrers kann er bei einem Unfall unter dem Gurt hindurchrutschen. Diese sogenannte "Out of position"-Sitzposition begünstigt die Verletzungsgefahr zusätzlich. Isabel zieht ein klares Fazit: So öde eine lange Autobahnfahrt auch sein mag: Immer mit aufrechter Rückenlehne fahren und die Beine auf dem Boden lassen! Und statt "Beine hoch" lieber alle zwei bis drei Stunden einen kurzen auflockernden Spaziergang machen.

Film Buckle Up Productions: Christoph Fleischer und Dirk Gion mit Isabel Hecker

Deine Meinung

Kommentare

Einträge: 2

Kopfball
schrieb am 13.11.2011, 11:29 Uhr
Hallo Andreas Büttner, Vielen Dank fürs aufmerksame Zuschauen. Wir waren da sehr großzügig und haben die nächste Großstadt (ca 60 km bis Dresden) zur besseren Orientierung gewählt. Von Köln bis z.B. Bremerhaven an der Nordsee sind es immerhin fast 400 km.

Andreas Büttner
schrieb am 13.11.2011, 11:29 Uhr
Eure Beiträge sind immer sehr Interresant aber leider scheint ihr manchmal nicht zu wissen wo ihr euch befindet(trotz Navi)wenn der Lausitzring was der Name schon sagt sich in DRESDEN befindet dann liegt eure Heimatstadt KÖLN an der NORDSEE. Die stadt Senftenberg die sich in der Nähe befindet sowie der Lausitzring gehören zum Land BRANDENBURG



Kopfball - weitere Informationen zur Sendung


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