26.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2011/1120/papier-falten.jsp

Sendung vom 20. November 2011

Michael Grieble fragt: Wertung: 2.5 von 5 möglichen Sternen

Warum kann man ein Blatt Papier der Größe DIN A4 nur siebenmal falten?

Kaum zu glauben: Siebenmal falten und dann soll Schluss sein? Die Kopfball-Reporter Ulrike Brandt-Bohne und Adrian Pflug fackeln nicht lange und probieren es in der Kopfball-Werkstatt aus. Mit Hilfe eines "Papier-Modells" und ein wenig handwerklichem Geschick sind sie des Rätsels Lösung auf der Spur.
Wer es noch nicht probiert hat, glaubt es vielleicht gar nicht: Tatsächlich lässt sich ein DIN A4-Blatt Papier nur mit Not siebenmal über die Mitte falten. Eigentlich ist aber schon nach sechs Faltungen Schluss. Dann ist nämlich aus dem einst so dünnen Blatt ein derart kompaktes und störrisches Bündel geworden, dass selbst rohe Gewalt nicht mehr weiterhilft.

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Jedes Falten verdoppelt die Zahl der Papierlagen

Im Grunde genommen ist Falten eine ziemlich widersprüchliche Angelegenheit. Mit jeder Faltung verdoppelt man die Zahl an Papierlagen. Gleichzeitig halbiert man aber die Fläche des gefalteten Papiers. Die Anzahl der Papierlagen wächst also in dem Maße, in dem die Fläche schrumpft, die es beim nächsten Falten zu halbieren gilt.

Auf die Umschlagkante kommt es an

Schon nach wenigen Faltvorgängen kommt jedes Papier an seine natürliche Grenze. Die übereinanderliegenden Lagen werden nämlich irgendwann höher, als es die Seitenlänge des zu faltenden Papiers zulässt. Die übrig bleibende Fläche ist dann zu klein und kann den Papierstapel nicht mehr umfassen, so dass sich keine Umschlagkante mehr bilden lässt. Bei einem A4-Blatt ist es nach spätestens siebenmal Falten soweit, bei einem A0-Blatt schafft man es immerhin einmal mehr, nämlich achtmal. Profifalter sollen es auch schon neunmal geschafft haben. Aber selbst, wenn es keine störende Umschlagkante gäbe, hätte man schnell ein Problem: Schon nach neun Faltungen müsste man 512 Blätter auf einmal umknicken – soviel wie in einem gewöhnlichen Paket Papier ist, wie man es für den heimischen Drucker kaufen kann.

Text Niels Waibel

Film Niels Waibel und Tobias Schlößer mit Ulrike Brandt-Bohne und Adrian Pflug

Deine Meinung

Kommentare

Einträge: 5

Florian
schrieb am 28.11.2011, 15:56 Uhr
Vielleicht solltet ihr erwähnen, dass das ganze nur funktioniert, wenn man das Blatt immer in der Hälfte faltet. Andernfalls kann man ein Blatt so oft falten wie man will.

Kopfball
schrieb am 24.11.2011, 19:38 Uhr
Hallo Herr Schuster. Unsere Voraussetzung ist, das Papier (DIN-Format) 22 Mal über Kreuz durch die Mitte zu falten, also so, wie es die Reporter im Beitrag machen. Alles andere ist mit unserer Fragestellung nicht gemeint.

Ludwig Schuster
schrieb am 24.11.2011, 19:38 Uhr
Ich habe gerade ein DINA4 Blatt 22 mal gefaltet, und ich könnte das noch steigern! Da müssen Sie wohl eine kerrigierte Variante der Sendung machen! Oder? Sie könnne mir gerne hier schreiben: http://blog.ludwigschuster.de/2011/11/papier-kann-man-nur-x-mal-falten-sagen-nur-anfanger/ Mit Freundlichen Grüßen, Ludwig Schuster

Kopfball
schrieb am 23.11.2011, 18:34 Uhr
Hier unser Rechenweg: "Wir sind von der Dicke einer Papierseite (0,2mm) im Verhältnis zur Entfernung zum Mond (384 400 000 000mm) ausgegangen und haben das Ganze dann zurück gerechnet. Deshalb kommt das Ergebnis als Näherung mit einer gewissen Unschärfe heraus. 0,2mm x 2x = 384.400.000.000mm( 2x = 1.922.000.000.000 --> x = ln 1.922.000.000.000 / ln 2 x= ~ 40,8 Wir haben das eigentlich gegenchecken lassen, ein grober Fehler würde uns überraschen. Gruß, das Kopfball-Team

zim
schrieb am 23.11.2011, 18:34 Uhr
2^41 ist bei mir etwa 2,2 Billionen, ich weiss nicht wie sie auf 96,1 Mrd kommen. Vielleicht können sie mir ihren Rechenweg erklären.



Kopfball - weitere Informationen zur Sendung


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