Sendung vom 20. November 2011
Michael Grieble fragt:
Kaum zu glauben: Siebenmal falten und dann soll Schluss sein? Die
Kopfball-Reporter Ulrike Brandt-Bohne und Adrian Pflug fackeln
nicht lange und probieren es in der Kopfball-Werkstatt aus. Mit
Hilfe eines "Papier-Modells" und ein wenig handwerklichem
Geschick sind sie des Rätsels Lösung auf der Spur.
Wer es noch nicht probiert hat, glaubt es vielleicht gar nicht:
Tatsächlich lässt sich ein DIN A4-Blatt Papier nur mit
Not siebenmal über die Mitte falten. Eigentlich ist aber schon
nach sechs Faltungen Schluss. Dann ist nämlich aus dem einst
so dünnen Blatt ein derart kompaktes und störrisches
Bündel geworden, dass selbst rohe Gewalt nicht mehr
weiterhilft.
Im Grunde genommen ist Falten eine ziemlich widersprüchliche Angelegenheit. Mit jeder Faltung verdoppelt man die Zahl an Papierlagen. Gleichzeitig halbiert man aber die Fläche des gefalteten Papiers. Die Anzahl der Papierlagen wächst also in dem Maße, in dem die Fläche schrumpft, die es beim nächsten Falten zu halbieren gilt.
Schon nach wenigen Faltvorgängen kommt jedes Papier an seine natürliche Grenze. Die übereinanderliegenden Lagen werden nämlich irgendwann höher, als es die Seitenlänge des zu faltenden Papiers zulässt. Die übrig bleibende Fläche ist dann zu klein und kann den Papierstapel nicht mehr umfassen, so dass sich keine Umschlagkante mehr bilden lässt. Bei einem A4-Blatt ist es nach spätestens siebenmal Falten soweit, bei einem A0-Blatt schafft man es immerhin einmal mehr, nämlich achtmal. Profifalter sollen es auch schon neunmal geschafft haben. Aber selbst, wenn es keine störende Umschlagkante gäbe, hätte man schnell ein Problem: Schon nach neun Faltungen müsste man 512 Blätter auf einmal umknicken – soviel wie in einem gewöhnlichen Paket Papier ist, wie man es für den heimischen Drucker kaufen kann.
Text Niels Waibel
Film Niels Waibel und Tobias Schlößer mit Ulrike Brandt-Bohne und Adrian Pflug
Florian
schrieb am 28.11.2011, 15:56 Uhr
Vielleicht solltet ihr erwähnen, dass das ganze nur funktioniert, wenn man das Blatt immer in der Hälfte faltet.
Andernfalls kann man ein Blatt so oft falten wie man will.
Kopfball
schrieb am 24.11.2011, 19:38 Uhr
Hallo Herr Schuster.
Unsere Voraussetzung ist, das Papier (DIN-Format) 22 Mal über Kreuz durch die Mitte zu falten, also so, wie es die Reporter
im Beitrag machen. Alles andere ist mit unserer Fragestellung nicht gemeint.
Ludwig Schuster
schrieb am 24.11.2011, 19:38 Uhr
Ich habe gerade ein DINA4 Blatt 22 mal gefaltet, und ich könnte das noch steigern! Da müssen Sie wohl eine kerrigierte Variante der Sendung machen! Oder?
Sie könnne mir gerne hier schreiben: http://blog.ludwigschuster.de/2011/11/papier-kann-man-nur-x-mal-falten-sagen-nur-anfanger/
Mit Freundlichen Grüßen,
Ludwig Schuster
Kopfball
schrieb am 23.11.2011, 18:34 Uhr
Hier unser Rechenweg:
"Wir sind von der Dicke einer Papierseite (0,2mm) im Verhältnis zur Entfernung zum Mond (384 400 000 000mm) ausgegangen und haben das
Ganze dann zurück gerechnet. Deshalb kommt das Ergebnis als Näherung mit einer gewissen Unschärfe heraus.
0,2mm x 2x = 384.400.000.000mm(
zim
schrieb am 23.11.2011, 18:34 Uhr
2^41 ist bei mir etwa 2,2 Billionen, ich weiss nicht wie sie auf 96,1 Mrd kommen.
Vielleicht können sie mir ihren Rechenweg erklären.
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