26.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2011/1120/spuelmaschine.jsp

Sendung vom 20. November 2011

Thomas Hallet fragt: Wertung: 2.5 von 5 möglichen Sternen

Warum bleiben Spinatreste in der Spülmaschine oft am Teller kleben?

Die Pflanze aus der Familie der Gänsefußgewächse ist besonders beliebt in ihrer gehackten und gerahmten Form: Spinat landet täglich auf vielen deutschen Tellern. Leider bleibt er dort häufig auch noch nach ordnungsgemäßen Ablaufs aller Spülgänge und klebt ziemlich fest am Geschirr.
Was macht den Spinat so hartnäckig? Spülmaschineningenieure weltweit forschen nach den Gründen. Ein Erklärungsansatz ist die "Adhäsion". Hierbei kommt das feine, glatte Spinatblättchen ins Spiel: Im Vergleich mit einem Grünkohl-Blatt sind die Blattadern beim Spinat viel flacher, die ganze Spinatblattoberfläche ist arm an Struktur. Naht dann eine andere glatte Fläche, wirkt eine Kraft, die jeder aus dem Alltag kennt: von CDs, die aneinander haften, Fotos, die sich auf Glastischen festsaugen – die Moleküle der beiden glatten Oberflächen ziehen sich gegenseitig an. So verhält es sich auch bei Spinatblatt und Teller. Das Blättchen schmiegt sich fest an den Teller an und wird durch den Trockengang regelrecht festgeföhnt.

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Vom Teller auf die Tasse

Doch warum landen Spinatblätter vom Essteller nach dem Spülgang häufig auch auf den Tassen oder gar im Besteckkorb? Die Antwort liegt in den Tiefen der Maschine: das Spülmaschinensieb. Es ist engmaschig, fängt die Essensreste auf und muss ab und zu gesäubert werden. Durch das Sieb fließt das Spülwasser zur sogenannten Umwälzpumpe. Diese Pumpe verteilt das Wasser immer wieder im Spülkreislauf, wobei sie das Wasser durch das Sieb ansaugt. Und tatsächlich schaffen es die Spinatblättchen bei vielen Spülmaschinenmodellen immer wieder durch die Maschen; dann bleiben sie im Kreislauf des Spülgangs und landen daher auch manchmal auf Tassen, am Besteck und an Gläsern.
Wie man sichergehen kann, dass in der Spülmaschine der Spinat nicht mehr mit dem Spülwasser an andere Teller und Tassen weitergereicht wird, sehen Sie im Film.

Film Katharina Adick mit Isabel Hecker und Adrian Pflug

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