Sendung vom 18. Dezember 2011
Adam Schneider fragt:
Kopfball-Zuschauer Adam Schneider fragt sich, ob man als Nachtschwärmer durch ein gezieltes Schläfchen während des Tages, die Nacht wacher erleben kann – also weniger schnell müde wird. Kopfball-Reporter Burkhardt Weiß probiert es mit fünf Freiwilligen in einem Schlaflabor aus. Für Partygänger oder Schichtarbeiter ist Müdigkeit ein lästiges Thema. Die einen wollen am liebsten die ganze Nacht durchmachen, die anderen müssen, weil ihr Beruf das erfordert. Da wäre es doch praktisch, wenn man durch gezieltes Vorschlafen seine Akkus wieder aufladen könnte und dadurch nachts länger fit wäre. Eine kleine Versuchsreihe soll zeigen ob da etwas dran ist. Von sechs Freiwilligen haben drei – darunter auch Burkhardt – nicht vorgeschlafen und die anderen drei haben einen ausgiebigen Mittagsschlaf gemacht. Der Versuch wird unter ärztlicher Aufsicht in einem Schlaflabor durchgeführt.
Wenn man überprüfen will, wie wach jemand ist, kann man einen sogenannten Vigilanz-Test durchführen. Bei solch einem Test wird die Müdigkeit des Probanden provoziert. Der Test wird daher in einem dunklen Raum durchgeführt und dauert 30 Minuten. Auf dem Bildschirm blitzt in unregelmäßigen Abständen ein Blinklicht auf. Darauf soll sich der Proband konzentrieren. Sobald er das Blitzen sieht, muss er schnell eine Taste drücken. Je mehr Fehler er dabei macht, desto müder ist er. Das Ergebnis bei der kleinen Kopfball-Testreihe ist verblüffend: Weder die Vorschläfer, noch die Nicht-Vorschläfer haben im Schnitt bessere Werte.
Die Schlafforscher wundert das nicht, denn Vorschlafen funktioniert nicht. Unser Körper nutzt den Schlaf zum Regenerieren. Das heißt wir schlafen nicht, um uns auf den nächsten Tag vorzubereiten, sondern um den vergangenen Tag "nachzubereiten": Wir erholen uns von Erlebtem – körperlich und psychisch. Während Vorschlafen nicht funktioniert, muss der Körper allerdings fehlenden Schlaf später nachholen.
Film Filmmeisterei: Thomas Bausenwein mit Burkhardt Weiß
Uschi
schrieb am 19.12.2011, 16:13 Uhr
Dass vorschlafen nicht möglich ist, habe ich schon des öfteren gehört. Jedoch sagt mir meine eigene Erfahrung folgendes: wenn ich vor dem Nachtdienst nicht schlafe, stellt sich zwischen 22:00 und 23:00 Uhr erstmals Müdigkeit ein. Wenn ich jedoch unmittelbar vor Antritt des Nachtdienstes etwa 1,5 Std. schlafe, werde ich frühestens zwischen 1:00 und 2:00 Uhr erstmals müde.
Insofern bringt vorschlafen, zumindest für mich persönlich, schon etwas!
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