23.02.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2012/0115/bett.jsp

Sendung vom 15. Januar 2012

Sara Moujahid aus Riad in Saudi-Arabien fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Warum bewegt man sich im Schlaf?

Wer kennt das nicht: Man schläft abends auf dem Bauch liegend ein, wacht aber morgens auf dem Rücken liegend auf. Warum bewegen wir uns im Schlaf und bleiben nicht einfach ganz entspannt liegen? Sind es die aufregenden Geschichten, die wir in unseren Träumen erleben? Mit lebhaften Träumen haben die Schlafbewegungen nichts zu tun. Im Gegenteil: Während das Gehirn auf Hochtouren läuft, sind die Muskeln in der sogenannten Traumschlafphase vollständig gelähmt – ein Schutzmechanismus des Körpers, damit wir unsere Träume nicht ausleben und dabei aus dem Bett fallen.

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Schlafbewegungen als Schutz

Der nächtliche Schlaf ist für den Menschen unentbehrlich. Wenn wir schlafen, erholt sich unser Körper von den Anstrengungen des Tages. Das Herz schlägt langsamer, die Atmung wird ruhiger, die Muskeln entspannen sich und die Gehirnaktivität verändert sich. Dennoch dreht sich jeder Mensch im Schlaf einige Male im Bett herum. Selbst der entspannteste Schläfer bleibt nicht regungslos liegen. Und das ist auch gut so: Die Bewegungen sind eine Schutzfunktion des Körpers. An den Stellen, an denen der Körper auf der Matratze aufliegt, werden die feinen Äderchen in der Haut durch das Körpergewicht abgequetscht. Dadurch kann das Blut Haut und Nerven nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen versorgen – das Gehirn schlägt Alarm und befiehlt dem Körper, die Position zu wechseln. Wie reagiert der Körper wohl, wenn er sich nicht bewegen kann? Unser Schlafproband Daniel erklärt sich bereit, sich fesseln zu lassen: Was das mit seinem Schlaf macht, sehen Sie im Film.

Bewegung muss sein

Weil sich bettlägerige Patienten häufig nicht selbstständig drehen können, müssen sie vom Pflegepersonal etwa alle zwei Stunden in eine andere Position gelegt werden. Sonst könnten im Extremfall Haut und Nerven an den Druckstellen für immer absterben. Besonders für unsere Vorfahren, die auf härteren Unterlagen schliefen, waren regelmäßige Positionswechsel daher überlebenswichtig. Zum Glück haben wir heute weichere Matratzen, bei denen Druckstellen auf der Haut nicht so schnell entstehen.

Text Max Ostendorf

Film VisualBridges: Dirk Gilson und Max Ostendorf mit Isabel Hecker

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