Kopfball
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Sendung vom 22. April 2012

Rudolf Gelhaus aus Düsseldorf fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Warum müssen Flugzeuge bei Minusgraden am Boden enteist werden aber nicht während des Flugs, bei dem es viel kälter ist?

Geduld ist gefordert, wenn Fluggäste im Winter endlich vom Boden abheben wollen: Oft muss das Flugzeug vorher enteist werden. Kopfball-Zuschauer Rudolf Gelhaus fragt sich, warum das Flugzeug zwar am Boden aufwendig enteist wird – dies aber in der Luft offensichtlich nicht nötig ist, obwohl die Temperaturen dort – auch im Sommer – deutlich unter null Grad Celsius liegen. Kopfball-Reporterin Ulrike Brandt-Bohne hebt ab, um der Frage auf den Grund zu gehen.

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Sicherheit ist oberstes Gebot

Wenn sich Schnee und Eis auf die Tragflächen der Flugzeuge legen, ist die Sicherheit des Fluges erheblich beeinträchtigt. Zum einen steigt das Gewicht des Flugzeuges, zum anderen verändern sich die Flugeigenschaften. Aus diesem Grund müssen die Tragflächen kurz vor dem Start vom vorhandenen Eis befreit werden. Meist wird gleichzeitig noch eine Schutzschicht aufgebracht, damit sich bei Niederschlägen bis zum Start keine neue Eisschicht bilden kann. Das Enteisungsmittel ist ein Gemisch, das vor allen Dingen aus Wasser und Glykol (einem Alkohol) besteht. Nach der Enteisung muss das Flugzeug innerhalb weniger Minuten starten, weil sich sonst erneut Eis bilden könnte.
Aber auch während des Fluges muss die Neubildung von Eis auf den Tragflächen verhindert werden. Die meisten Flugzeuge haben an den Stellen, an denen sich leicht Eis bilden kann, Heizungen.

Wo entsteht das Eis überhaupt?

Auf Reiseflughöhe herrschen zwar Temperaturen von minus 50 Grad Celsius, aber die Luftfeuchtigkeit ist meist so gering, dass die Tragflächen nicht vereisen können. Beim Sinkflug kann das aber sehr wohl passieren. Kopfball-Reporterin Ulrike Brandt-Bohne will von dem Piloten Peter Schützenhofer wissen, wo und unter welchen Bedingungen, Eis auf den Tragflächen entstehen kann. Dafür muss das Kopfball-Forschungsflugzeug nach dem Start hoch hinaus. Und zwar so hoch, dass die Temperatur der Luft auf unter null Grad sinkt. Damit ist die erste Voraussetzung für eine Eisbildung erfüllt. Damit aber Eis entsteht, muss auch genug Feuchtigkeit in der Luft sein. Fliegt das Flugzeug durch Wolken, ist auch diese Voraussetzung erfüllt. Jetzt könnten sich theoretisch feine Eiskristalle auf den äußeren Flächen des Flugzeugs bilden und in kurzer Zeit ein dicker Eispanzer entstehen. Peter Schützenhofer geht dieses Risiko jedoch nicht ein und meidet den Flug durch die Wolken. Der US-amerikanische Pilot James Creamer hat es dennoch ausprobiert. Im Kopfball-Film sehen Sie, was dabei passiert ist.

Film Filmmeisterei: Thomas Bausenwein mit Ulrike Brandt-Bohne

Deine Meinung

Kommentare

Einträge: 5

Ralf Reinders
schrieb am 15.06.2012, 16:28 Uhr
Flugzeuge müssen auch im Sommer enteist werden. Nur geschieht das auf natürliche Art und Weise durch die Sonne. Warum lernt ihr daraus nicht für den Winter und mach es dann ebenfalls ganz natürlich mit der Sonne? Es würde genügen die Erde um etwa 30 Grad zu drehen, dann hätten wir auch im Winter genug Sonne! O.K. ich bin nicht schlauer als ein Spam-Automat, aber ich mach mir nichts draus und helfe trotzdem gerne. Euer Ralf Reinders

Jürgen
schrieb am 26.04.2012, 16:33 Uhr
Die Typ 1 Flüssigkeit ist natürlich keine 870 Grad Celsius heiss!!! Sie wird mit einer Temperatur zw. 60-85 Grad Celsius versprüht!

Sven
schrieb am 23.04.2012, 16:55 Uhr
@jenta: Anstatt sich bei jedem Beitrag sinnlos zu beschweren, sollten Sie es vielleicht einfach mal mit zuhören (im Film ca. bei 4 min) oder lesen (im Text in Zeile 10) lernen: es ist eine Wasser/Glykol-Mischung. @raho: Glykol ist ebenso harmlos wie "normaler" Alkohol (Ethanol). Wenig Grund für den Umweltschutz.

raho
schrieb am 22.04.2012, 18:31 Uhr
... und wohin fließt die "Brühe"? Es tropfte im Video anständig! Ist das ein Thema für den Umweltschutz?

jenta
schrieb am 22.04.2012, 15:25 Uhr
Leider ist nicht erklärt worden um welche "Spezial"flüssigkeiten es sich bei der Enteisung handelt. Schade!



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