Kopfball
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Sendung vom 11. Juli 2015

Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Kann man Fledermäuse hören?

Fledermäuse gehen nachts auf Beutefang und orientieren sich dabei mit Ultraschall. Die Tonhöhe dieser Rufe liegt außerhalb unserer menschlichen Wahrnehmung. Kann man diese Laute nicht doch irgendwie hörbar machen? Und sind Fledermäuse tagsüber wirklich mucksmäuschenstill? Die Antworten sucht Kopfball-Reporter Adrian Pflug im Internationalen Fledermausmuseum "Julianenhof". Museumsleiterin Ursula Grützmacher zeigt ihm, wo sich die Fledermäuse tagsüber aufhalten. Nachts legt sich Adrian mit dem Biologen Benjamin Nitsche auf die Lauer: Er will die Fledermausrufe hörbar machen.

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Fledermaushotel

Der Julianenhof ist es ein Paradies für Fledermäuse. 1995 wurden in einer Dachspalte im Stallgebäude des ehemaligen Gutshofs rund 70 Bartfledermäuse entdeckt. Drei Jahre später begann der Naturschutzbund die Fledermausquartiere zu sichern und daraus ein Museum aufzubauen, mit lebenden Objekten. Die rund 700 Fledermäuse wohnen im Sommer in Spaltenquartieren auf dem Dachboden des Museums.

Einblick in die Wochenstube

Ursula Grützmacher führt Adrian zu einem Monitor, der Live-Bilder aus den Spaltenquartieren zeigt. Zu seiner Überraschung ist bei den Fledermäusen auch tagsüber viel los. Denn Fledermäuse verschlafen nicht den ganzen Tag. Ihre Schlafphasen sind relativ kurz, ansonsten bleiben sie im Quartier, sind aber durchaus aktiv. Zurzeit ziehen Mütter in diesen Wochenstuben ihren Nachwuchs groß. Und das tun sie nicht leise, man hört sie dabei fiepen, ähnlich wie ihre entfernten Verwandten – die Mäuse. Die Soziallaute, mit denen sich Fledermäuse tagsüber unterhalten, sind also für Menschen auch mit bloßem Ohr hörbar.

Der Batdetektor

Die Dämmerung naht. Adrian bekommt bei seiner Suche Unterstützung von Benjamin Nitsche. Der Biologe beschäftigt sich seit über sechs Jahren mit Fledermäusen und hat ein ganz besonderes Gerät dabei: Ein "Batdetektor" macht die Ultraschalllaute von Fledermäusen hörbar. Wie das funktioniert erklärt Benjamin Nitsche im Film. Mit dem Batdetektor kann er auch feststellen, ob Fledermäuse in der Nähe sind – die Reichweite des Gerätes hängt von der Frequenz und der Lautstärke der Rufe ab.

Auf der Lauer

Die Sonne ist bereits untergegangen und jede Menge Insekten schwirren herum. Höchste Zeit also für die Fledermäuse, auf Beutejagd zu gehen. Adrian und Benjamin Nitsche beobachten das Ausflugloch des Dachbodens ganz genau. Mit einer Art "Knattern" macht der Batdetektor die Ultraschallrufe, mit denen sich die Fledermäuse orientieren, auch für Menschen hörbar. Adrian bemerkt, dass sich die Töne ganz unterschiedlich anhören. Benjamin Nitsche weiß, dass das ein Hinweis auf unterschiedliche Arten sein kann. Im Julianenhof wurden bisher zehn entdeckt.
Alle 23 bei uns heimischen Fledermausarten stehen unter strengem Schutz. Denn Fledermäuse gehören zu den besonders bedrohten Tierarten auf der Roten Liste.

Film Bilderfest: Sabina Maier mit Adrian Pflug

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    Fernseher-Icon Sa, 11.07.2015
    11:30 Uhr - 12:00 Uhr
    im Ersten


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