Kopfball
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Sendung vom 11. Juli 2015

Uwe Andresen aus Flensburg fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Geht ein Umzug schneller, wenn man beim Tragen eine Menschenkette bildet?

Ist man bei einem Umzug bereits zum x-ten Mal schwer bepackt in den vierten Stock gelaufen, stellt man sich irgendwann unweigerlich die Frage: Wäre es nicht besser, die Umzugsstrecke aufzuteilen, so dass jeder Helfer nur einen Teil der Strecke bewältigen muss? In einer Menschenkette könnte man sich dann bequem die Dinge anreichen. Ob das tatsächlich die bessere Methode ist, will Kopfball-Reporter Burkhardt Weiß mit einem Experiment herausfinden. Er lässt zwei gleich starke Teams gegeneinander antreten und zwei identische Umzüge machen. Das eine Team zieht in einer Menschenkette um, das andere Team trägt die Dinge jeweils alleine. Welche Gruppe wird den Umzug schneller schaffen?

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Übergabezeiten für die Menschenkette

Los geht es mit den Umzugskisten. Auf den ersten Metern fällt das Team Menschenkette zurück. Das ist allerdings auch nicht verwunderlich, schließlich hat es gegenüber den Einzelträgern einen entscheidenden Nachteil: Die Helfer müssen sich die Gegenstände diverse Male übergeben, und jede dieser Übergaben kostet Zeit. Die Einzelträger dagegen müssen nur einmal die Umzugsgüter aus dem Wagen annehmen und laufen dann in einem Rutsch ins Ziel – klarer Vorteil für die Einzelträger.

Stau bei den Einzelträgern

Doch schon auf dem ersten Rückweg zum Umzugswagen offenbaren sich bei den Einzelträgern Probleme: Sie müssen ihre schwer bepackten Kollegen an den Engstellen der Umzugsstrecke durchlassen. Und wenn einer erstmal warten muss, laufen die Nachfolgenden schnell auf. So entsteht auf der Strecke ein Stau. Und damit nicht genug. Dadurch, dass die Einzelträger dann in kleinen Gruppen eng gestaffelt durch den Parcours laufen, treffen sie auch gemeinsam am Umzugswagen ein. Weil dort aber nur ein Helfer steht, der die Kisten herausreicht, entstehen auch dort Wartezeiten. Ein Nachteil, den die Menschenkette nicht hat. Bei ihnen läuft jeder Helfer so lange, bis er auf seinen Nachbarn trifft. Dann nimmt er eine Kiste in Empfang oder gibt eine ab. Kein Stau auf der Strecke, keine Wartezeiten am Lkw und die Helfer müssen sich auch nicht aneinander vorbeiquetschen.

Auflaufen auf den Vordermann

Im Laufe des Versuches zeigt sich noch ein weiterer Nachteil der Einzelträger. Weil sie – wie auch bei echten Umzügen – oft nicht überholen können, werden schnellere Helfer durch langsamere ausgebremst. Bei der Menschenkette dagegen kommen die stärkeren Träger den etwas Schwächeren entgegen und entlasten sie dadurch. Insgesamt laufen die schwächeren Helfer dadurch etwas weniger. Bei den Einzelträgern müssen dagegen auch die Schwächeren immer die ganze Strecke absolvieren – ein weiterer Nachteil für sie.

Verlängerte Übergabezeiten bei sperrigen Gegenständen

Bei Einrichtungsgegenständen, die man alleine tragen kann, ist eine Übergabe zwar etwas schwieriger, aber immer noch gut zu bewältigen. Schwierig wird es dagegen bei Dingen, die man nicht mehr alleine tragen kann. Da wird die Übergabe eines Regals oder eines unhandlichen Sofas zwischen vier Umzugshelfern schon mal zu einer logistischen Herausforderung. In jedem Fall dauert sie deutlich länger als bei einer Umzugskiste. Der Nachteil der Übergabezeiten fällt auf einmal viel stärker ins Gewicht. Die Einzelträger müssen dagegen nur am Anfang einen guten Griff finden und können dann in einem Rutsch rüberlaufen.

Wie sich alle genannten Faktoren beim großen Kopfball-Umzugs-Wettbewerb auswirken und welches Team am Ende den schnelleren Umzug schafft, sehen Sie im Film.

Film VisualBridges: Jonas Lang mit Burkhardt Weiß

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    Sendung vom:

    Fernseher-Icon Sa, 11.07.2015
    11:30 Uhr - 12:00 Uhr
    im Ersten


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