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Sendung vom 12. September 2011
Batterien: Leer aber nicht wertlos
Der Test hat gezeigt: Die günstigen Batterien waren
gleichzeitig auch Preis-Leistungs-Sieger. Aber das bedeutet auch,
dass man mit ihnen mehr Müll produziert. Und Batterien
gehören nicht in den Hausmüll! Ältere Fabrikate
können Giftstoffe wie Cadmium, Blei oder auch Quecksilber
enthalten. Doch nicht einmal jede zweite Batterie wird in
Deutschland zum Recyceln gebracht.
Dabei könnte aus Nickelbatterien im Schredder zum Beispiel
Eisen gewonnen werden, wie Holger Sziegoleit von der Firma Redux
Recycling aus Dietzenbach
bei Frankfurt erklärt: „Allein wir hier an dem Standort
produzieren im Jahr rund 4.000 Tonnen Eisen. Dieses Eisen geht in
die Rohstoffindustrie zurück. Wenn sie das an einem normalen
Pkw zum
Beispiel messen, haben wir hier Eisen für 4.000 Pkw
erstellt.“
Das Rücknahmesystem GRS
sammelt jährlich 14.000 Tonnen Batterien. Daraus werden zum
Beispiel 3.000 Tonnen Zink gewonnen, außerdem 4.000 Tonnen
Stahl und 2.000 Tonnen Schlacke. Das Zink findet sich in
Sonnencremes und Salbe wieder. Der Stahl geht in die Industrie und
die Schlacke liegt im Straßenbelag unter dem Asphalt.
Wir werden immer mobiler und verbrauchen immer mehr Energie. In
fast jedem zweiten deutschen Haushalt gibt es inzwischen ein Laptop und schon jetzt sind auf
der Erde etwa sieben Milliarden Handys in Betrieb. Sie alle
arbeiten mit Akkus. Und Lithium ist ein wichtiger Rohstoff für
ihre Herstellung, aber bergmännisch nicht einfach zu gewinnen.
Auch für die Rückgewinnung solcher Rohstoffe lohnt sich
das Recycling.
Christin Gottler, Caroline Hoffmann
Stand: 12.09.2011
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