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Onlinebanking: TAN per Handy

  • SendeterminMontag, 28. November 2011, 21.00 - 21.45 Uhr.

Für jede Onlineüberweisung benötigt man eine sogenannte TAN. Anstelle einer Liste mit 100 Nummern, die bisher immer per Post verschickt wurde, kommt die TAN bei vielen Kreditinstituten inzwischen direkt aufs Handy.

Auch Ulrike Mühlbauer erledigt ihre Bankgeschäfte am Computer. Nachdem sie das Überweisungsformular ausgefüllt hat, bekommt sie automatisch eine SMS auf ihr Handy. „In der SMS steht, dass ich einen Einzelauftrag erteilt habe, das Datum mit Uhrzeit, das Empfängerkonto und am Schluss die TAN-Nummer.“ Diese TAN gibt Ulrike Mühlbauer am PC ein und aktiviert damit den Überweisungsvorgang. Ihr gefällt das neue Verfahren: „Ich finde es bequemer, weil das Handy eher griffbereit ist als eine TAN-Liste, die sich gerne zwischen anderen Papieren versteckt.“

Aber das Verfahren ist nicht nur bequemer, sondern auch sicherer. Norbert Pohlmann, Experte in Sachen Internetsicherheit an der Fachhochschule Gelsenkirchen, erklärt, warum: „Das Mehr an Sicherheit liegt daran, dass ich die TAN spontan über einen anderen Kommunikationskanal, über das Mobilfunknetz auf mein Handy, bekomme.“

Die Kosten

Ulrike Mühlbauer zahlt nichts für die SMS. So halten es einige Banken, egal wie viele TANs gesendet werden. Bei anderen ist nur ein bestimmtes Kontingent im Monat kostenfrei, danach muss der Kunde zahlen: bis zu 15 Cent pro SMS. Bei einigen Instituten kostet jede einzelne TAN.

„Es ist eine Frechheit, dass diese Kosten an den Verbraucher weitergegeben werden. Die Banken erhöhen ihre eigene Sicherheit, machen ihre Verfahren sicherer, um die eigenen Schäden zu minimieren und geben die Kosten an den Verbraucher weiter, der hierfür weiterhin nichts zahlen sollte“, kritisiert Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Wer häufig überweist, sollte daher nachrechnen, bei welcher Bank er sein Konto haben möchte.

SMS mit zugesandter TAN
Manche Banken verlangen bis zu 15 Cent für eine TAN per SMS.

ChipTAN-Verfahren

Wer die TAN nicht auf sein Handy geschickt haben möchte, für den gibt es das sogenannte chipTAN–Verfahren. Dabei wird die EC-Karte in einen sogenannten Generator geschoben. Anschließend müssen die Daten von der Internetseite der Bank in den Generator eingegeben werden, der dann auf Knopfdruck eine TAN erstellt. Ulrike Mühlbauer findet das umständlich: „Ich muss hier zwei Zahlen eingeben und bestätigen, damit ich erst mal die TAN bekomme für meinen Auftrag. Für jemanden, der kein Handy hat, ist das bestimmt okay, aber mit Handy finde ich es einfacher.“ Einige Banken geben das Gerät kostenlos an ihre Kunden, andere lassen es sich bezahlen. Das kostet im Schnitt einmalig zwischen neun und 15 Euro.

Aber nicht nur die Kosten sollten Bankkunden im Blick behalten, sondern auch die Sicherheit. Auf dem Rechner sollten ein Virenscanner und eine Firewall installiert sein und ständig aktualisiert werden. Auch die Updates der Betriebssoftware sollten immer geladen und installiert werden. Dann haftet im Schadensfall die Bank.

Autorin:

Caroline Hoffmann

Stand: 28.11.2011


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