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TV-Empfang: Umschalten auf digital

  • SendeterminMontag, 23. Januar 2012, 21.00 - 21.45 Uhr.

Ab April ist endgültig Schluss mit analogem Satelliten-TV. Das wird dann abgeschaltet. Viele Haushalte haben schon umgestellt. Alle, die das noch nicht gemacht haben, sollten sich jetzt darum kümmern.

Gerade beginnt die Lieblingssendung und dann das: kein Bild, kein Ton! Das passiert nicht morgen, aber schon bald. Marcus Müller aus der WDR-Abteilung Frequenzmanagement nennt den Grund: „Die Fernsehzuschauer, die zurzeit noch den analogen Satelliten zum Fernsehschauen nutzen, werden ab dem 30. April 2012 vor einer schwarzen Mattscheibe sitzen, wenn sie jetzt nicht aktiv werden. Das heißt, die analoge Satellitenverbreitung wird zu dem Zeitpunkt eingestellt.

Nicht betroffen sind die Haushalte, die ihre Fernsehprogramme über Kabel, DVB-T oder IP-TV (Fernsehen per Internet) empfangen. Kümmern müssen sich jedoch alle, die das Fernsehsignal über Satellit empfangen und deren Anlage schon etwas in die Jahre gekommen ist. „Ist die Anlage circa zwölf Jahre oder älter, muss man prüfen, ob sie digitaltauglich ist. Das sollte man generell prüfen, aber bei den älteren Anlagen ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass sie es nicht sind“, rät Experte Müller.

Es muss also von analog auf digital umgerüstet werden. Wer nicht weiß, ob seine Anlage betroffen ist, für den hat Marcus Müller einen guten Tipp: „Unsere Zuschauer haben die Möglichkeit, auf der Videotextseite 198 des WDR-Fernsehens zu prüfen, wie sie ihr Fernsehprogramm empfangen.

Was muss umgerüstet werden?

Damit der WDR und alle anderen Programme digital zu Hause ankommen, müssen zwei Teile der Anlage digitaltauglich sein: das Empfangsgerät im Wohnzimmer, also die Settop-Box beziehungsweise der Receiver, und natürlich die Schüssel auf dem Dach. Letztere muss jedoch nicht komplett ausgetauscht werden, beruhigt Marcus Müller: „Was bei älteren Anlagen, die nicht digitaltauglich sind, geändert werden muss, ist der Universal-LNB. Das heißt, der Kopf wird ausgetauscht. Und je nach Anlage werden noch zusätzliche Kabel ins Haus gelegt.

Der LNB, also der Empfangskopf für die Schüssel, kostet etwa 50 Euro. Gute Settop-Boxen gibt es für 60 bis 80 Euro. Wenn der Fachmann kommt, kostet der Umbau zwischen 50 und 100 Euro. Wer handwerklich geschickt ist, kann die Arbeiten aber auch selbst erledigen.

Arbeit an einer Satellitenschüssel
Für den digitalen Empfang muss an der Satellitenschüssel nur der Kopf ausgetauscht werden.

Welche Vorteile gibt es?

Der Umstieg bringt kostenlose Zusatzdienste, wie eine elektronische Programmzeitung. Speziell die Fans der WDR-Lokalzeit profitieren: Sie können immer ihre regionale Ausgabe sehen. „Beim digitalen Satelliten werden alle elf Lokalzeiten parallel ausgestrahlt. Das heißt, ich kann zwischen allen elf Lokalzeiten wählen und auch die richtige für meine Region auswählen“, verspricht Marcus Müller.

Es lohnt sich also umzurüsten. Und das sollte am besten möglichst bald geschehen. Die Händler rechnen nämlich damit, dass es rund um den Abschalttermin in knapp einem Jahr besonders viele Anfragen geben wird.

Autor:

David Ohrndorf

Stand: 23.01.2012


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