markt-Scanner: Rodelschlitten
- Montag, 10. Dezember 2012, 21.00 - 21.45 Uhr
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Fünf gängige Modelle verschiedener Preisklassen hat der markt-Scanner untersucht. Wie lenkbar sind sie? Wie meistern sie die Abfahrten? Und was gilt es zu beachten?
Zum Praxistest geht es auf die höchste Rodelbahn Deutschlands, auf die Zugspitze. Im Gepäck die folgenden Schlitten:
- Holzschlitten Davos (35 Euro),
- Lenkschlitten Snow Racer mit eingebauter Fußbremse (63 Euro),
- Big Glider von KHW (3,50 Euro),
- Alpengaudi-Schlitten mit Handschuh- und Verpflegungsfach (63 Euro),
- Mountain Boy Sledworks aus den USA (99 Euro).
Beim Test unterstützen uns die Experten vom TÜV Rheinland. Sie nehmen alle Schlitten nach den neuesten Prüfkriterien unter die Lupe: Sie testen die Kandidaten auf Materialtauglichkeit, wollen wissen, wie robust sie bei Kälte sind, welcher Belastung sie standhalten und welche Prüfsiegel sie tragen.
Die Experten nehmen zunächst die Verarbeitung in Augenschein. Gibt es Schwachstellen? Bis auf einen Schlitten kommen alle gut über diesen ersten Parcours. Nur beim Davos sind die Hörnchen vorne am Schlitten zu hoch. Bei Stürzen könnte Verletzungsgefahr bestehen.
Bis auf den Mountain Boy
tragen alle ein GS-Zeichen für „Geprüfte
Sicherheit“. Ralf Diekmann vom TÜV Rheinland
erklärt, was es damit auf sich hat: „Da
wurde nicht nur der Schlitten geprüft, sondern auch der
Hersteller selbst, egal wo er auf der Welt sitzt. Ist er in der
Lage eine gleichbleibende Qualität des Produkts und Sicherheit
des Produktes zu gewährleisten?
“
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Mit welchem Schlitten kommt man nicht nur schnell, sondern auch sicher unten an?
Belastungstest
Schlitten mit Plastikteilen kommen beim TÜV für
mindestens acht Stunden bei minus 25 Grad in die Klimakammer.
Stehen sie auch anschließend noch die entsprechenden
Belastungstests durch? Um das herauszufinden wird ein Sack mit
Quarzsand gefüllt und aus einem halben Meter Höhe auf die
Sitzfläche fallengelassen. Dieser Test simuliert die
Extremsituation auf einer Buckelpiste. Für den Mountain Boy ist dieser
Härtetest zu hart: Er weist Bruchstellen auf. Bei einem Sturz
kann das böse Folgen haben. Dazu schreibt uns der Hersteller:
„Der Schlitten ist aus Holz und handgefertigt.
Es ist möglich, das es daher einen unerkannten Mangel im Holz
selbst, eine Beschädigung beim Transport oder andere
Zusatzfaktoren gab.
“
Auch der Davos zeigt eine Bruchstelle. Hersteller Sirch schreibt
uns dazu: „Uns ist in über 50 Jahren
Rodelproduktion kein Fall bekannt, der eine von uns verursachte
Gefährdung durch unsere Produkte nach sich gezogen
hat.
“ 2009 testete der TÜV Nord den Davos ohne
Beanstandung. Ein Jahr später wurden die Prüfbedingungen
verschärft. Der Hersteller hat jetzt bis 2014 Zeit
nachzubessern, um das GS-Zeichen zu behalten. Damit sind die
Plastikschlitten für die TÜV-Experten die Favoriten.
Sieger am Berg
Mit allen Schlitten hat es unseren Testrodlern Spaß gemacht. Auf der Buckelpiste überzeugte allerdings der Snow Racer von Stiga. Der Lenkschlitten bot das beste Sitzgefühl und auch in Sachen Tempo lag er vorn.
Autorin: Barbara Ostermann
Stand: 10.12.2012
- Tipps rund ums Rodeln markt://Sendung (10.12. 2012)
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