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Menschen hautnah
Sendung vom 14. Juli 2011
„Hauptsache Kinder“: Ganz besonders normal
Maren hat zwei behinderte Kinder mit Trisomie 21. Behindert? Für Maren spielt das keine Rolle. Die 30-Jährige liebt Kinder und ist glücklich mit ihrem Mann Jens, den drei gemeinsamen Kindern und den beiden, die Jens in die Ehe mitgebracht hat. Die Friedrichs sind eine ganz außergewöhnliche Patchworkfamilie. Dass das so ist, liegt an Maren und an ihrer besonderen Veranlagung.
24 Jahre lebt Maren ein ganz normales Leben: Schule, Ausbildung zur Zahnarzthelferin, Führerschein, Freunde. Und immer schon hat sie sich Kinder gewünscht. 2002 dann kommt Sophia auf die Welt, ein Mädchen mit Down-Syndrom. Die Traurigkeit währt bei Maren nur kurz: Sie hat endlich ein Kind! Auch Jens ist glücklich. 2004 wird Tim geboren, ein „normales“ Kind. Kurz danach ist Maren wieder schwanger und erleidet erneut eine Fehlgeburt. Die Diagnose: Trisomie 21, also Down-Syndrom. Zu viel Zufall, finden die Ärzte und untersuchen Maren. Sie hat die sehr seltene Form der Mosaik-Trisomie 21. Damit ist klar: Maren kann das Down-Syndrom vererben. Sie ist 24 Jahre alt, als sie von ihrer Veranlagung erfährt. Dennoch wünscht sie sich noch mehr Kinder. Kurz danach wird Julian geboren. Er hat ebenfalls Down-Syndrom. Und einen schweren Herzfehler. Die Erlebnisse schweißen Maren und Jens zusammen, ihrer Liebe können die Schicksalsschläge nichts anhaben.
„Menschen hautnah“ begleitet Maren und ihre Familie in ihrem turbulenten Alltag und erlebt eine Frau, die selbst in anstrengenden, chaotischen Situationen das herzliche Zentrum ihrer Familie bleibt. Und dabei steigen die Herausforderungen fast täglich: die Sorge um die Kinder, die viel Hilfe benötigen und so oft krank sind – wie können sie optimal gefördert werden? Welcher Kindergarten, welche Schule ist gut für sie? Und schließlich vergrößert sich die Familie unerwartet: Zwei weitere Kinder aus Jens früherer Ehe kommen neu in den Haushalt. Kinder, die schwere Zeiten hinter sich haben und ebenfalls sehr viel Aufmerksamkeit benötigen. Sieben Kinder leben nun in der Familie. Einfach ist das nicht. Trotzdem strahlt Maren immer die Gewissheit aus, dass sie es schaffen werden. „Menschen hautnah“ erzählt von ihrem Glück. Denn was ist schon normal? Wer ist behindert? Und: Was wäre gewesen, wenn Maren viel früher von ihrer genetische Veranlagung gewusst hätte?
Redaktion: Wiel Verlinden
In dieser Reihe stehen Kinder und ihre Eltern im Mittelpunkt:
Mädchen und Jungen, die behütet aufwachsen und die von
ihren Eltern als Bereicherung ihres eigenen Lebens gesehen werden.
Oder Kinder, die schon mit eigenen Sorgen kämpfen müssen
und die in ihrem Vertrauen zu Vätern oder Müttern
Enttäuschungen erfahren. Meistens hängt Kindheit sehr von
der individuellen Lebenssituation der Eltern ab und ihrer Haltung
gegenüber dem eigenen Nachwuchs.
Eine Doku-Reihe mitten aus der Kindheit - mit ausgewählten,
bereits in „Menschen hautnah ausgestrahlten Filmen:
07.07.: Acht Kinder und glücklich
14.07.: Ganz besonders normal. Glücklich mit
„Down-Kindern“
21.07.: Drillinge! Conni will es packen – auch ohne
Mann
28.07.: Eltern bleiben
04.08.: Zwillinge in Not. Operation im Mutterleib
11.08.: Sechs Kinder und erst 23
18.08.: Zirkus is nich. Eine Kindheit in Armut
25.08.: Mit 15 ein Baby … zehn Jahre später
01.09.: Buenos dias, Zwillinge!
Petra Dorrmann
Stand: 15.07.2011
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