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Sumangali: Billigmode und die Selbstmordrate ...bei indischen Arbeiterinnen
Sumangali: Billigmode und die Selbstmordrate bei indischen Arbeiterinnen
Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag
Nach Billiglohn und Kinderarbeit berichtete MONITOR im Juni 2012 über ein besonders perfides System der Ausbeutung in Indien: Sumangali, laut Terre des Hommes eine der schlimmsten Formen der Kinderarbeit. Für drei Jahre oder mehr werden junge Mädchen an Textilfabriken in Südindien verkauft. Am Ende winkt eine Prämie von wenigen hundert Euro, die für eine Verheiratung unerlässliche Aussteuer - wenn die Mädchen mehrere Jahre unter Sklavenbedingungen durchhalten. Fast 1.000 Selbstmordversuche werden hier gezählt.
Wie nun aus einer kleinen Anfrage der Grünen im Bundestag hervorgeht, ist der Bundesregierung das Problem zwar bewusst, man sieht aber keinen Handlungsbedarf. Auf die Anfrage heißt es: "Importverbote können zuständigkeitshalber nur von der EU verhängt werden." Außerdem könne man auch auf dieser Ebene nichts tun, da diese "aufgrund der Verletzung von Sozialstandards nicht Regelungsgegenstand der Welthandelsoranisation (WHO)" seien.
Weiterhin lehnt die Bundesregierung eine von den Grünen geforderte Offenlegungspflicht ab, bei der Unternehmen über die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards Rechenschaft ablegen müssten. MONITOR berichtete.
MONITOR vom 21.06.2012Verdammt hoher Preis - Billigmode und die Selbstmordrate bei indischen Arbeiterinnen
Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag vom 09.10.2012 (PDF)Menschenrechtsverletzungen in der indischen Textilindustrie – Das Sumangali-System als moderne Form der Sklaverei
Terre des HommesWas ist das Sumangali-Schema?
Terre des HommesSklaverei für den Textilmarkt
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Sendetermin
MONITOR Nr. 648
06.06.201321:45 - 22:15 Uhrim Ersten
Sendetermine 2013Aktuelle Übersicht
Ausgezeichnet

Marler Medienpreis Menschenrechte für MONITOR
"Verdammt hoher Preis - Billigmode und die Selbstmordrate bei indischen Arbeiterinnen" von Christian Brüser, Jochen Leufgens und Andreas Maus wurde mit dem Marler Medienpreis Menschenrechte ausgezeichnet. MONITOR berichtete im Juni 2012 über eine Spirale der Ausbeutung junger Frauen, die in indischen Textilbetrieben arbeiten. Aus der Begründung der Jury: "Der Beitrag beeindruckt durch gründliche Recherche, Interviews mit Betroffenen und die Darstellung der direkten Verbindung zwischen dem Angebot in der Einkaufsstraße und dem Schicksal der Sumangali-Frauen." [zum Beitrag]BLOG!

Münchner Trauerspiel: Der Gerichtspräsident und der NSU
Georg Restle im MONITOR-Blog: "Man weiß schon nicht mehr, ob man sich aus Wut oder purer Fassungslosigkeit an den Kopf greifen möchte. Die Selbstherrlichkeit des Münchner OLG-Präsidenten scheint pathologisch: Innerhalb weniger Wochen hat es Karl Huber geschafft, den Ruf der deutschen Justiz gründlich zu ruinieren." [mitbloggen]Pressemeldung

Niebel-Ministerium stellte deutlich mehr FDP-Leute ein als bislang bekannt / Beamtenverband spricht von "beispiellosem Vorgang"
Seit dem Amtsantritt von Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) mehr als 40 FDP-Mitglieder und Mitarbeiter der Partei eingestellt. [weiterlesen]VideoPodcast

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Zitat

Joseph Pulitzer (1847-1911)
"Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, attackiert sie, macht sie vor allen Augen lächerlich. Und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekannt machen allein genügt vielleicht nicht - aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen..."Politikmagazine

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