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Am Montag beginnt in Trier die deutsche Bischofskonferenz, an Gesprächsstoff mangelt es nicht. Von vielen Seiten hagelt es Kritik an der katholischen Kirche: Sie sei ideologisch verbohrt, nicht mehr zeitgemäß, habe ein überholtes Frauen- und Familienbild. Erzbischof Gerhard Ludwig Müller beklagte gar eine "Pogromstimmung" gegen die Katholiken, Kardinal Joachim Meisner beschwerte sich über die "Katholikenphobie" im Land. Fest steht, dass viele Menschen in Deutschland der Kirche enttäuscht den Rücken kehren.
Ein Problem, mit dem nicht nur die katholische Kirche zu kämpfen hat: Auch die evangelische Kirche verliert seit Jahren Mitglieder. Eine Entwicklung, die in Kontrast zum Wunsch vieler Menschen steht, in wirtschaftlich und politisch bewegten Zeiten spirituelle Orientierung und Halt in den klassischen Werten zu finden. Diese Sinnsuche führt sie heute allerdings längst nicht mehr automatisch in die Kirche. Manch einer nimmt die Institution nur noch als sozialen Dienstleister im Bereich von Kinderbetreuung oder Altenpflege wahr. Und selbst auf diesem Sektor sind die Kirche und ihre Personalpolitik nicht mehr unumstritten.
Warum wenden sich so viele Menschen von der Kirche ab? Was müsste die katholisch, was die evangelische Kirche tun, um wieder mehr gesellschaftliche Akzeptanz zu erfahren? Ist die Kirche reformierbar? Oder brauchen wir sie gar nicht mehr? Darüber diskutiert ARD-Programmdirektor Volker Herres am Sonntag im ARD-Presseclub mit seinen Gästen.
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