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Quarks & Co
Sendung vom 30. April 2002
Die neuen Babys
Ein eigenes Baby um jeden Preis und zu jeder Zeit? Kein Problem
- sagen Reproduktionsmediziner und verweisen auf ihre Erfolge. Rund
100.000 im Labor gezeugte Kinder wachsen bereits in Deutschland
heran. Tendenz: stetig steigend. Aber worin unterscheiden sich
eigentlich natürliche und künstliche Fortpflanzung? Wo
liegen die Ursachen der Unfruchtbarkeit bei Mann und Frau? Welche
Methoden der Zeugung in der Petrischale gibt es? Welche Risiken
birgt die Reproduktionsmedizin? Wie können Mediziner die
"biologische Uhr" der Frau austricksen? Und woher kommt
eigentlich dieser unbedingte Wunsch nach einem eigenen Kind?
"Quarks & Co" nimmt die
verschiedenen Methoden der "In-Vitro-Fertilisation (IVF, = Befruchtung im
Reagenzglas) kritisch unter die Lupe und informiert über die
neuesten Erkenntnisse.
Woran liegt es, dass manche Paare trotz jahrelanger Versuche keine
Kinder bekommen können? Und wie kann man ihnen helfen? Was
kann passieren, wenn Ärzte der Natur "ins Handwerk
pfuschen"? "Quarks & Co "
stellt die unterschiedlichen Methoden der Reproduktionsmedizin vor
und präsentiert die Ergebnisse dreier großer,
umfassender Studien aus Deutschland, Australien und Schweden:
Retortenkinder leiden häufiger unter
Entwicklungsstörungen als normal gezeugte. Schon Zwillinge
sind eine riskante Laune der Natur. Drei, vier oder gar fünf
Kinder auf einmal sind gar nicht vorgesehen. Doch endet die
deutsche Variante der In-vitro-Fertilisation meist mit einer
Mehrlingsschwangerschaft, die enorme Risiken für Mutter und
Nachwuchs birgt. Die gängige Lösung des Problems ist
alles andere als human. Ranga Yogeshwar erklärt, warum.
Trotz aller "Erfolge" stehen die Reproduktionsmediziner
vor einem noch ungelösten Problem: Sie können die
sogenannte biologische Uhr der Frau nicht anhalten. Und mit
zunehmendem Alter verringert sich die Chance auf ein gesundes Kind
sprunghaft. Jetzt haben Bonner Wissenschaftler ein Verfahren
entwickelt, die Qualität älterer Eizellen zu prüfen
und gesunde von anormalen Eizellen zu trennen. "Quarks
& Co" hinterfragt diese ebenso zeit- wie
kostenintensive Methode. Viele Paare nehmen oft einen langen
Leidensweg auf sich, um ein Kind zu bekommen. Aber woher kommt
dieser unbedingte Wunsch nach einem eigenen Kind, der manchmal so
blind macht, dass über mögliche Risiken gar nicht
nachgedacht wird? "Quarks & Co"
stellt einen Wissenschaftler vor, der unfruchtbare Paare nach ihren
Motiven gefragt hat.
Redaktion: Daniele Jörg
Thomas Lehmann, Harald Raabe, Corinna Sachs, Claus Zirwes und Ranga Yogeshwar
Stand: 30.04.2002
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