Ein eigenes Baby um jeden Preis und zu jeder Zeit? Kein Problem -
sagen Reproduktionsmediziner und verweisen auf ihre Erfolge. Rund
100.000 im Labor gezeugte Kinder wachsen bereits in Deutschland
heran. Tendenz: stetig steigend. [mehr]
Dienstag, 30. April 2002, 21.00 - 21.45 Uhr WDR Fernsehen.
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Noch vor 20 Jahren galt in der Wissenschaft das
"Dornröschenmodell" als Erklärung dafür,
wie Eizelle und Spermien zusammen finden. [mehr]
Gegen die Unfruchtbarkeit ist nicht wirklich ein Kraut gewachsen,
aber der technische Fortschritt in der Medizin ermöglicht
immer mehr Paaren durch den Einsatz unterschiedlicher Methoden, ihr
Wunschkind doch noch zu bekommen - auch wenn dies mit erheblichen
Mühen verbunden sein kann. [mehr]
Die Chance, ein Kind zu bekommen ist eng mit dem Alter von Mann und
Frau verknüpft. Hier ist vor allem das Alter der Frau ein
entscheidendes Kriterium. Während Männer ein Leben lang
immer neue Spermien produzieren, liegen bei der Frau schon alle
Eizellen mit der Geburt vor. Deshalb altern diese auch mit dem
Lebensalter der Frau und werden qualitativ immer schlechter. Dabei
häufen können sich zum Beispiel genetische Fehler in den
Eizellen anhäufen. [mehr]
Von Unfruchtbarkeit spricht man laut einer Definition dann, wenn
ein Paar ein Jahr lang mindestens einmal die Woche versucht hat,
ein Kind zu zeugen. Hat ein Paar also in seinen Augen lange genug
"probiert" und es hat immer noch nicht mit dem Nachwuchs
geklappt, dann stellt sich natürlich für die Betroffenen
die unangenehme Frage: "An wem liegt es denn nun?" Scham
und Verdächtigungen sind hier nicht angebracht.
Aufklärung schafft dann der gründliche Check durch einen Facharzt,
also einen Gynäkologen oder Urologen. Nur er kann die
Gründe herausfinden und Behandlungsmethoden vorschlagen. [mehr]
Die assistierte Reproduktion ist nicht unkompliziert. Die Mediziner
greifen mit Hormonen intensiv in den Zyklus der Frau ein. Es soll
nicht nur ein Ei pro Zyklus heran reifen, sondern so viele wie
möglich. Im Durchschnitt sind es 10 Eier pro Frau. Das fordert
dem Körper einiges ab. Diese hormonelle Stimulation (siehe
Methoden IVF und
ICSI,
Hyperlink) kann zu einer deutlichen Überfunktion der
Eierstöcke führen. [mehr]
Prinzipiell sind alle ICSI-Schwangerschaften
so genannte Hochrisikoschwangerschaften, die eine intensive
ärztliche Betreuung im Vorfeld und während der
Schwangerschaft bedürfen. [mehr]
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