Hauptnavigation

Dienstag, 09.02.2010

Suche im Redaktionsangebot von Quarks & Co
  • Tipps zur vergrößerten Ansicht.
  • Kontakt zur Redaktion.
  • Alle WDR Sendungen von A bis Z.
  • Inhaltsverzeichnis WDR.de.
  • Hilfe.
  • Multimedia-Portal.

Navigation


Zurück: Januar 2010 Sendeplan für Februar 2010 Weiter: März 2010
Mo Di Mi Do Fr Sa So
01 02 03 04 05 06 07
08 09 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28

Sie befinden sich hier: > WDR.de > WDR Fernsehen > Wissen > Quarks & Co > Sendung vom 11. Juni 2002 > Blutgruppen


Blutgruppen

  • SendeterminDienstag, 11. Juni 2002, 21.00 - 21.45 Uhr .

Vor der Entdeckung der Blutgruppen wurde immer wieder versucht, Blut von Menschen oder Tieren zu übertragen. Ausgedehnte Blutverluste bei Operationen oder Geburten sollten behandelt werden. Häufig wurde dadurch jedoch der Tod des Patienten sogar beschleunigt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren deshalb Bluttransfusionen in den meisten europäischen Ländern verboten. Der Stadtrat von Paris verbot unter Androhung der "Lebensstrafe" alle Formen von Blutübertragungen.

Landsteiners Entdeckung

Foto: Verklumptes Blut in Plastikeinkerbungen; Rechte: WDR-TV
Landsteiners Entdeckung: Blut verklumpt, wenn zwei Blutgruppen nicht verträglich sind.

StichwortKarl Landsteiner (1868-1943) entdeckte im Jahr 1901 das ABO-Blutgruppensystem. Er stellte fest, dass das Blut von verschiedenen Spendern bei der Kombination zum Teil verklumpt (agglutiniert). Er stellte Versuche mit seinem Blut und dem von 5 weiteren Kollegen an und entdeckte die Blutgruppen A, B und 0. Dabei hatte er das Glück auf seiner Seite, denn die meisten Menschen in Europa haben die Blutgruppe A oder 0 und nur 11 Prozent der Bevölkerung besitzen Blutgruppe B. Er veröffentlichte seine Erkenntnisse 1901 in der Arbeit "Über Agglutinationserscheinungen normalen menschlichen Blutes". Für diese Arbeit erhielt Landsteiner 1930 den Nobelpreis für Medizin. Das neue Wissen über die Blutgruppen revolutionierte die medizinische Praxis, da endlich eine sorgfältige Bestimmung der Blutgruppen möglich war. Dies half auch bei der Behandlung der Verwundeten im ersten Weltkrieg. Trotzdem traten immer noch ungeklärte Probleme bei Bluttransfusionen auf. Die Lösung zu dieser Frage fand Karl Landsteiner 1940 in Experimenten mit Rhesusaffen. Er entdeckte ein weiteres Blutgruppenmerkmal: den Rhesusfaktor.

Blutgruppen ganz einfach:

Das ABO-System der Blutgruppen klingt kompliziert. Man kann es sich aber ganz einfach an unserem Blutgruppenspiel veranschaulichen. Auf den roten Blutkörperchen gibt es drei verschiedene Eiweißsubstanzen. Wir nennen sie der Einfachheit halber A, B und C. C wird jedoch aus historischen Gründen Rhesusfaktor genannt, weil es an Rhesusaffen entdeckt wurde. Die drei Eiweiße also legen die Blutgruppe eines Menschen fest. In unserem Blutgruppenspiel haben wir sie mit verschiedenfarbigen Spielfiguren dargestellt. Befinden sich im Blut alle drei Eiweiße/Spielsteine A, B und C, dann hat dieser Mensch die Blutgruppe AB Rhesus positiv. Fehlt aber zum Beispiel der Spielstein B, so hat die Person die Blutgruppe A Rhesus positiv.

Grafik: Eine Tabelle mit blauen, gelben und schwarzen
Plättchen; Rechte: WDR-TV
Die Aüflösung des Blutgruppenspiels.

Unser Blutgruppen-Spiel zeigt sämtliche Kombinationsmöglichkeiten der verschiedenen Blutgruppen. Insgesamt gibt es acht verschiedene Möglichkeiten, wie die Eiweiße A, B und der Rhesusfaktor verteilt sein können. Von der Blutgruppe AB Rhesus positiv, die alle drei Eiweißkomponenten besitzt, bis zur Blutgruppe 0 Rhesus negativ. Hier ist keiner der Spielsteine also Eiweiße im Blut zu finden. Spielen Sie unsere Internetversion des Blutgruppenspiels.

Blutgruppen bei der Blutspende

An unserem Spiel wird auch klar, warum es lebenswichtig ist, vor einer Bluttransfusion die Blutgruppe zu kennen. Erhält ein Blutspendeempfänger Blut, mit Eiweißsubstanzen, die sein Körper nicht kennt, dann wehrt sich das Immunsystem. Das Blut verklumpt und der Mensch stirbt. Menschen mit der Blutgruppe AB Rhesus positiv können jedes Blut erhalten, denn ihr Körper kennt alle drei Eiweißkomponenten. Anders ein Mensch mit der Blutgruppe A Rhesus positiv. Er darf kein Blut mit der Eiweiß B bekommen, also weder Blut der Blutgruppe AB noch der Blutgruppe B. Bei Menschen mit der Blutgruppe O Rhesus negativ ist die Situation komplizierter. Da ihr Körper keines der drei Eiweiße kennt, dürfen diese Menschen auch nur Blut der Blutgruppe 0 Rhesus negativ erhalten.

Stichwörter

1 Karl Landsteiner
Karl Landsteiner, österreichischer Bakteriologe, geboren in Wien am 14.6.1868, gestorben in New York am 26.6.1943. Landsteiner entdeckte das AB0-System der Blutgruppen und erhielt hierfür 1930 den Nobelpreis für Medizin. 1937 entdeckte er mit Alexander Salomon Wiener das Rhesussystem und den Rhesusfaktor. Zurück zum Absatz
:

Marion Kerstholt

Stand: 11.06.2002


Alle Beiträge


Quarks Blut-Quiz

Foto/Grafik: Ranga Yogeshwar mit Reagenzgläsern die rote
Flüssigkeit enthalten; Rechte: WDR-TV

Mehr zum Thema


Der Blick hinter die Kulissen!

Foto: Phillip Fragopoulos; Rechte: WDR

"Rätselhafte Krankheiten"

Der 14jährige Studiogast Phillip Fragopoulos hat mit seiner Kamera festgehalten, wie es bei der Aufzeichnung einer Quarks & Co-Sendung im Studio zugeht.


Wissen macht Spaß


Service

Quarks-Skript; Rechte: WDR

Skript, Newsletter, Mitschnitt & Co. [mehr]


Sendetermine


Quarks Bildschirmschoner

Der Quarks-Bildschirmschoner zeigt die aktuelle Zeit auf einem
Ziffernblatt analog an.; Rechte: WDR

Mit dem Quarks & Co Bildschirmschoner behalten Sie die Zeit im Blick. [mehr]


Rubriken


Wissenswert


RSS-Newsfeed

Logo: Quarks RSS-Newsfeed; Rechte: Quarks/WDR

  • Seite empfehlen.

Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.